|

| |
Predigt von Vikar Darius Tomczak am 12. März 2005 im
Jugendgottesdienst (Worship Evening Prayer)
Gott segne Euch alle.
Ich freue mich hier zu sein. Ich freue mich, dass ihr
gekommen seid. Ich freue mich, dass wir diesen Gottesdienst feiern, und nicht
nur abhalten wollen.
Jesus sagte einmal:
Joh 14,2-4 + Joh 14,26
2 In meines Vaters
Hause sind viele Wohnungen. Wenn's nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt:
Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?
3 Und wenn ich
hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir
nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.
4 Und wo ich
hingehe, den Weg wisst ihr.
26 Aber der
Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird
euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
Jesus sagte, es wird ein Tag kommen. An diesem Tage werden wir zum großen
Abendmahl eingeladen. In dieser Geschichte ist der himmlischer Vater der
Gastgeber. Der Knecht, das ist Herr Jesus selbst. Er geht vom Vater aus und
spricht zu den Geladenen. Die Stunde des Abendmahls, das ist das Ende der Zeit.
Und er sagt: „Kommt, denn es ist alles bereit!“ Doch was tun die Geladenen?
Die Geladenen haben gewusst, dass es einmal ein großes Abendmahl geben wird.
Vielleicht haben sie sich dadurch sogar wichtig gefühlt.
Lasst uns jetzt schauen, welche Ausreden diese Männer dem Knecht Gottes
gegenüber gesagt haben. Es sind die Ausreden, die Gott uns ganz speziell zeigen
will.
Es hat mich geschlagen, als ich dieses Wort studiert habe, auf welche Weise die
Menschen Gott aus dem Wege gehen. Diese Menschen benehmen sich im Grunde
genommen so, wie der Mensch sich immer benommen hat.
Matthäus 24,37-39
37 Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird auch sein das Kommen des
Menschensohns. 38 Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut - sie aßen,
sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah
in die Arche hineinging; 39 und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam
und raffte sie alle dahin -, so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohns.
Nachdem Gott ihm sagte, dass es eine Sintflut geben wird, baute Noah viele Jahre
lang die Arche,. Er wurde von seinen Nachbarn ausgelacht. Wie unpopulär war er.
Die Leute haben sich bestimmt viele Witze über Noah erzählt. Vielleicht sind sie
sogar zu Noah gegangen, und sagten sie zu ihm: „Du bist ein Verrückter, auf der
Wüste baust du ein Schiff??“
Niemand hat bis damals den Regen gesehen, und das Wasser war weit weg von ihnen.
Noah aber baute sein Schiff. Und nach einer langen Zeit regnete es und nur 8
Seelen haben die Flut überlebt. Noah überlebte weil er auf Gottes Ruf hörte.
Dazu möchte ich Euch eine wahre Geschichte erzählen. Wie ihr alle wisst, sind in
Asien durch die Tsunami Wellen viele Menschen ums Leben gekommen.
Da wurde z.B. 80% der Stadt Meulaboh in Aceh zerstört. In der
Provinz Aceh hatten die Christen sehr stark gelitten. In keiner anderen Provinz
wurde sie so diskriminiert wie dort.
Am 25. Dezember
wollten die 400 Christen Weihnachten in dieser Stadt feiern. Aber ihre
moslemischen Nachbarn haben ihnen das verboten. Sie haben den Christen gesagt:
„Wenn ihr Weihnachten feiern wollt, müsst ihr auf einen Hügel außerhalb der
Stadt gehen und dort feiern.“.
Weil die Christen unbedingt Weihnachten feiern wollten, verließen sie die Stadt
und blieben dort über Nacht. Am nächsten Tag geschah das Erdbeben, Tsunami
Wellen brachten Tausende in Aceh um.
Die 400 Gläubigen aber waren auf dem Hügel und wurden vom Tod gerettet. Kein
einziger Christ dieser Stadt wurde verletzt. Warum diese wunderbare Bewahrung?
Darum weil sie den Willen Gottes taten.
Sie haben sich gedemütigt und haben der Weisung der Muslime gefolgt. Sie haben
nicht auf Recht bestanden Weihnachten in der Stadt zu feiern. Hätten sie das
gemacht, wären sie alle gestorben. Das ist ein Hinweis für uns, dass wir als
Christen in dieser Welt demütig sein sollen. Dadurch gehorchen wir dem Ruf
Gottes und wir brauchen keine Entschuldigung.
Die Geladenen haben gewusst, es wird die Zeit des großen Abendmahls kommen. Als
die Zeit aber gekommen war hineinzugehen, wollte keiner mitkommen.
Im Vers 18 sagt der Erste: „Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen
und ihn besehen. Ich bitte dich, entschuldige mich.“
Ich will Euch etwas sagen. Wenn ich hier vorne stehe, da weiß ich, das ich hier
nicht der klügste bin. Ich bin überzeugt, dass die meisten von Euch viel besser
Deutsch reden als ich. Viele von Euch haben studiert oder sind noch am Studieren
und sind sprachlich sehr begabt. Warum schickt ausgerechnet mich Gott nach vorne
um zu predigen?
Könnt ihr mir das erklären? Ich weiß es selber nämlich nicht. Vielleicht sollte
ich lieber schweigen. Ich mache noch so viele Fehler, doch irgendwie kann nicht
schweigen. Ich muss Euch dieses Wort predigen. Ich kann mich nicht
entschuldigen, wenn der Herr ruft.
Ihr wisst, ich kann mich aber auch irren, darum bitte ich Gott, dass Er mir
vergibt, wenn ich es tue.
In unserem Text lesen wir, dass die Menschen damals Gott belogen haben, so wie
sie Ihn heute belügen. Schaut selbst, es eine große Lüge, was dieser Mann sagt.
Er sagt: „Ich habe einen Acker gekauft, und ich muss ihn gleich besehen“.
Sagt mir bitte, wer kauft heute einen Acker ohne ihn vorher zu besichtigen?
Niemand kauft einen Acker ohne ihn vorher zu sehen. Warum will er erst am Abend
gehen? Diese Entschuldigung ist lächerlich.
Ich will Euch etwas sagen. Dieser Acker, dieser Acker wurde ohne Gottes Willen
gekauft. In jedem von uns befindet sich so ein Acker. Diesen Acker wollen wir
ganz privat halten. Es gibt viel in unserem Leben, das wir ganz unabhängig von
Gott machen wollen.
Wir wollen einen Acker in unserem Leben bebauen, wo nur wir säen und nur wir
ernten. Der Knecht Gottes in unserem Text, der Messias selbst, sagt aber:
„Kommt zum Abendmahl
mit mir. Du musst nicht auf deinem Acker säen, du musst nicht auf deinem Acker
ernten. Ich habe das alles schon für dich getan.“
Und Gott sagt: „Sohn und Tochter, komm und ernähre dich von meinem Worte. Das,
was du säen willst, das was du ernten willst - durch deine Rechtfertigung, durch
deine Klugheit, durch deinen Willen, das habe ich schon für dich getan. Auf dem
Berg Golgota, es ist schon alles für dich getan. Und ich gebe dir das.“
Der Mensch aber sagt: „Nein, ich gehe zuerst meinen Acker schauen. Ich werde
selbst ernten und da muss Gott bei mir nicht säen“.
Gott sagt: „Kommt und esse!“, aber der Mensch will nicht.
Wie oft benehmen sich die Menschen auf diese Weise. Das, was umsonst ist, wollen
sie nicht haben. Was ihnen aber nicht gehört, wollen sie haben.
Und dieser Mensch sagt: „Nein, ich habe einen Acker gekauft, ich muss gehen“.
Der Mensch will alles selber tun.
Er sagt: „Was du Gott für mich hast, gehört dir und ich will es nicht haben. Ich
will mein Leben ganz alleine planen,
ich will das säen was ich will,
ich will ernten das was ich will,
und ich will mich freuen über das was ich will.“
Viel leichter ist es nämlich die Religion zu praktizieren, die heiligen Gewänder
zu tragen, am Sonntag in die Kirche zu kommen und Almosen für die Armen zu
spenden.
Viel schwieriger ist es, wie ein Kind zu werden und einfach zu glauben, dass
mein Herr für mich alles schon getan hat.
Auf unserem Acker wächst es nicht immer schön. Der Mensch will oft selbst an
seinem Heil arbeiten. Gott aber schenkt uns sein Heil ganz umsonst, er sagt:
„Kommt ihr alle Beladenen, kommt ihr alle Mühseligen, nehmt und esset, heute und
jetzt“. Und dann solltest du keine Entschuldigung Gott gegenüber haben. Was Gott
dir in seiner Liebe schenkt solltest du nehmen. Warum ist das für manche Leute
so schwierig?
Ich will euch jetzt etwas ganz wichtiges sagen. Der Mensch hat so etwas wie
einen geistlichen Magen. Wisst ihr, was charakterisiert diesen geistlichen
Magen? Diesen geistlichen Magen charakterisiert ein Bedürfnis nach der
geistlichen Nahrung. Und dieses Bedürfnis bleibt ungestillt und ungesättigt,
denn zum Stillen unseren geistlichen Bedürfnissen, brauchen wir, viel mehr als
wir selbst produzieren können.
Der Mensch alleine ist wie ein Land, das keine Landwirtschaft besitzt. Er kann
sich selbst nicht ernähren. Der Mensch braucht die Hilfe, und diese Hilfe muss
von einem Anderen kommen.
Geistlich gesehen, bist du nicht in der Lage,
so viel Gerechtigkeit zu produzieren,
so viel Heiligkeit zu produzieren und
so viel Religion zu produzieren,
dass du dein Loch in deinem Herzen stillen kannst.
Du wirst krank werden, wenn du alleine versuchst deinen Geist selbst zu
ernähren.
Jesus aber sagt: „Ich bin das A und das O, ich habe für dich alles bereitet.“
Und Jesus sagt: „Wer zu mir kommt, der wird nie mehr dürsten.“
Jesus Christus zeigte uns in der Bibel, dass er das Essen vermehren kann.
Wenn Jesus von einem kleinen Bub 5 Brote und 2 Fische nimmt, dann will Er dir
zeigen, was dich und mich am meistens schmerzt.
Gott will dir und mir zeigen, dass Er
aus deiner Armut,
aus deiner Schwachheit,
aus deiner Ohnmacht,
alles tun kann und dein Leben zum Guten wenden kann.
Jesus sagt: „Ich brauche von dir
nur deine Armut,
nur dein Unglück,
nur deine 5 Brote und 2 Fische,
Und ich werde dich sättigen und noch andere dabei sättigen und segnen“.
So viel braucht Gott von deinem und meinem Leben. Unser geistlicher Mensch hat
eine geistliche Diät. Habt ihr das schon gewusst?
Ich habe vor kurzem so eine geistliche Diät durchgemacht. Während mehreren Tagen
verzichtete ich auf die feste Speise und nahm nur flüssige Nahrung zu mir.
Manche nennen das auch Fasten.
In dieser Zeit des Fasten habe ich mich ausgezeichnet gefühlt. Ich habe viele
Träume gehabt, in dieser Zeit träumt man sehr viel. Die ganze Bibel ist voll von
Träumen. Wenn du also ein Verlangen hast nach Träumen, beginne mit dem Fasten.
In dieser Zeit der geistlichen Diät, als ich gefastet und gebetet habe, konnte
ich mir z.B. keine blutige Filme angucken. Mein Geist wurde viel empfindlicher
als sonst. Als ich viel Fleisch gegessen habe, da war ich auch sehr fleischlich
und ich ertrug irgendwie noch solche Filmen. Aber während dem Fasten wurde mein
Geist sehr sensibel auf solche Filmen. Ich konnte mir keine Filme anschauen, in
denen viel Gewalt vorkam.
Und jetzt weiß ich, dass der geistliche Mensch krank werden kann. Das habe ich
persönlich erlebt. Und der Geist des Menschen kann müde werden. Und noch
schlimmer.
Der Geist des Menschen kann sogar Magengeschwüre bekommen. Der geistliche Mensch
kann nicht alles essen. Das, was wir in den Mund nehmen, ernährt unseren Körper.
Das was wir lesen, hören und schauen ernährt unseren Geist. Und wenn du dich
jeden Morgen oder jeden Abend mit dem Gift ernährst, wirst du geistliche
Magengeschwüre bekommen.
Wenn du dich am Abend ins Bett legst und dir blutige Filme anschaust, willst du
Fight Club statt Jesus sehen.
Millionen Menschen vergiften sich ihren Geist. In vielen Filmen ist nichts, was
dich mit dem Christus füllen könnte. Denn dein Geist braucht das, was heilig
ist.
Denn Gott hat gewirkt, dass du Eines Tages vom Neuen geboren bist.
Du wurdest zum Christ.
Und der Christ ist nicht nur ein Mensch, der die Seele hat,
sondern ER ist ein Geist, der den Körper besitzt.
Und dieser Geist braucht eine gute geistliche Nahrung. Wenn du dich geistlich
vergiftest, wirst du immer stärkere Gifte zu sich nehmen müssen.
Die Menschen, die ständig vor dem Fernsehapparat sitzen, die sich blutige
Mordfälle, schnelle Ehebruchgeschichten und spektakuläre Diebstähle anschauen,
füllen ihre Seelen mit dem Dreck.
Dadurch wird der göttliche Mensch geschwächt, weltlicher Mensch dagegen in
seiner Hochmut gestärkt.
Kommen wir zur unseren Geschichte zurück. Der zweite Mensch kauft sich fünf
Gespanne Ochsen. Er muss jetzt gehen, um sie zu besehen. Jetzt am Abend? Was für
eine Entschuldigung! Er hat sich also 5 Gespanne Ochsen gekauft, insgesamt sind
das 10 Stück! In der Forschung hat man festgelegt, dass der betreffende Mann 45
Hektar Land gehabt haben musste.
Hast du schon etwas gekauft ohne es vorher zu sehen?
Dieser Mann war bestimmt ein sehr reicher Mann, wenn er so etwas tut. Vielleicht
waren die Ochsen alt, vielleicht hatten sie nicht alle Beine, er hat sie
trotzdem gekauft. Und jetzt geht er sie zu besehen.
Ich bin kein reicher Mann, deswegen kaufe ich sehr gerne bei Ebay. Ebay ist ein
Aktionshaus im Internet. Da werden viele gute Sachen zu kleinen Preisen
angeboten. Bevor ich z.B. das Schlafzimmer im Internet gekauft habe, habe ich
mir zuerst die Bilder von diesem Schlafzimmer genau angesehen. Meine Frau und
ich, wir wollten kein Schlafzimmer kaufen ohne es vorher gesehen zu haben.
Viele Menschen kaufen viel, denn es ist billig. Sie haben das gekaufte nicht
ausprobiert. Und so tat auch ich einmal.
Auf dem Flohmarkt in Basel, da stand ein dunkler Mann aus irgendeinem Land
Richtung Süden. Er hatte viele Uhren, es waren fast ausschließlich Marken Uhren:
Rolex, Breitling, Omega, Tissot etc.
Da dachte ich: „Wow, meine Uhr ist kaputt, und hier könnte ich mir eine Ocassion
Uhr kaufen. Dazu noch eine originelle Schweizer Uhr. Wow, dachte ich mir.“
Da sah ich eine kleine und hübsche Breitling Uhr, und ihr wisst, dass diese Uhr
sehr teuer ist. Diese Uhr wird hauptsächlich von Piloten benutzt.
Der Mann sagte mir den Preis, es waren umgerechnet 100 Euro.
Da ich wusste, dass im Geschäft eine ähnliche Uhr Minimum 4 Fach so teuer ist,
entschied ich mich sie sofort zu kaufen.
Ich sage dir, nach 2 Wochen war die Uhr kaputt, denn es hat sich herausgestellt,
dass sie eine billige Kopie aus Asien war. Da war ich wirklich sauer auf mich.
Ich habe viel zu schnell gehandelt, ohne die Uhr genau zu betrachten.
Ich meinte, ich mache ein gutes Geschäft mit diesem Mann, aber die Enttäuschung
nachher war sehr groß. Aus diesem Fall habe ich gelernt, schnell kaufen ist oft
schlecht kaufen.
Aber viele Menschen kaufen schnell. Und sie kaufen und kaufen und kaufen. Sie
denken, sie machen gute Geschäfte, denn sie sehen den Krach noch nicht.
Und so sagen diese Menschen, ich habe mir jetzt die Ochsen gekauft und ich habe
keine Zeit für dich Gott.
Gott hat alles wunderbar für diese Menschen bereitet, doch seine Einladung
lehnen sie ab. Die persönliche Gemeinschaft mit dem Herrn interessiert sie nicht
mehr. Was sie wollen, sind die Ochsen.
Nach dem 2. Weltkrieg waren die Kirchen in Europa voll, die Menschen haben
damals fast nichts gehabt. Sie waren froh und dankbar dass sie den Krieg
überstanden haben. Obwohl sie arm waren und hungrig waren, hatten sie Zeit für
ihren HERRN.
Wie sehen die Kirchen heute in Europa aus? Die Christen haben fast alles. Sie
besitzen viele materielle Dinge, sie haben Hobbys, sie reisen viel ins Ausland.
Aber nur wenige sind ihrem Herrn wirklich dankbar dafür.
Das größte Drama, das größte Drama eines Christen wird dann, wenn du dir heute
sagen kannst: Bruder, damals da bin ich dem Herrn ganz nahe gewesen.
Weißt du was das heißt? Das heißt, dass du von Gott weggelaufen bist.
Meine Schwester hat einen Mann geheiratet. Leider hat die Ehe nicht lang
gehalten, da ihr Mann immer mehr zum Alkohol griff.
Dieser Mann sagte zu mir einmal: „Als Kind, da ging ich oft in die Kirche.
Manchmal sogar 3 Mal am Tag“ - er war in einer katholischen Schule, und diese
Schule wurde von Nonnen geleitet - und er sagte zu mir: „Ich habe in meinem
ganzen Leben schon genug Zeit für Gott investiert“.
Und als er mir das sagte und ich sah wie er immer mehr getrunken hatte, da
dachte ich: Was interessiert Gott wo er war, Gott interessiert wo er gerade ist.
Dieser Mann dachte, er hätte für sein Heil schon genug gearbeitet.
Wenn du dich heute von dem Herrn entfernst, wenn du nicht mehr so aktiv für den
Herrn bist wie damals, als du dich entschieden hast für ihn zu leben, dann bist
du auf dem gleichen Weg wie dieser Mann.
In unseren Gemeinden beschäftigen wir uns mit dem Wort Gottes. Mit dem Wort
Gottes ernähren wir unseren Geist, und nur dieses Wort kann uns wirklich satt
machen.
Erlaube niemals, wenn Gott dich reichlich gesegnet hat, dass Er nachher in
deinem Leben klein wird.
Will Gott dir deine Ochsen nehmen? Würde Gott damals diesen Menschen die Ochsen
wegnehmen, wenn sie nicht gegangen wäre sie zu besehen? Hätte dir Gott genommen
das, was du gerade hast, wenn wir Gott mehr Zeit geschenkt hätten?
Nein. Gott will das du dich freust an dem was du hast. Unser Herr ist gut. Und
Er gibt uns genug. Aber wenn du deinen Herr vergisst, wenn dir die Welt auf
Einmal wichtiger wird als Er, dann vielleicht gibt dir Gott noch eine Chance.
Ich weiß, dass Gott dich und mich liebt. Gott liebt seine Kinder, aber er kann
auch das bewirken, dass du alles verlieren wirst, was du am meistens schätzt.
Manchmal geht es nicht anders, und Gott muss gerade das vernichten, was dich am
meistens von IHM trennt. Damit kannst du aufwachen.
Der Vers 20 ist besonders traurig im Leben eines Menschen. Wir erinnern uns noch
einmal: der erste Mann sagte, er gehe den Acker besehen, der zweite Mann sagte,
er gehe die Ochsen besehen.
Der dritte Mann sagt, er habe eine Frau genommen, darum kann er nicht kommen.
Was hat das zu bedeuten? Denn nachdem er sie geheiratet hat, sind sie doch Eins,
nicht wahr? Warum nimmt er also seine Frau nicht mit? Nachdem er sie endlich zu
sich genommen hat, kann ihm seine Frau niemand mehr nehmen. Warum hält dieser
Mann seine Frau vom Heil weg?
Was kann nämlich schöneres im Leben eines Mannes sein, als seine Ehegattin zum
Herrn zu führen?
Dort könnten die beiden Gemeinschaft mit Gott haben und sie würden glücklich
sein. Doch dieser Mann hält seine Frau vom Heil weg.
Vor kurzem machte ich den Besuch bei einem Ehepaar. Mein Pfarrkollege wollte
beten mit diesem Ehepaar. Die Frau sagte Ja, aber der Mann sagte Nein. Wie
traurig wenn die Frau die Gemeinschaft sich mit dem Herrn wünscht, doch der Mann
versperrt ihr den Weg.
Und wie sieht das in unseren Beziehungen aus? Was für eine Ausrede bringst vor
dem Herrn, wenn du sagst, ich habe Familie, ich kann nicht zum Gottesdienst
kommen?
Du hast eine Frau genommen, heißt das etwa, dass Gott nicht mehr wichtig in
deinem Leben ist? Einen Mann hast du gefunden, heißt das, dass Gott nicht mehr
wichtig ist? Leider, viele Menschen leben so.
Der Herr hat genug Platz. Er hat auch Platz für deinen Lebenspartner. Als
Ehefrau hast du die Aufgabe deinem Mann zu zeigen, dass du für Jesus lebst und
umgekehrt.
Die Bibel sagt, dass die Lehrer ein härteres Urteil bekommen werden als alle
andere Christen. Und ich habe nachgedacht, warum härteres Urteil? Sind die
Lehrer schlechter als alle andere Christen, dass sie ein härteres Urteil
bekommen?
Nein. Wir werden zweimal gerichtet: erstens, wie wir als Christen gelebt haben.
Zweitens: Was wir der Gemeinde Jesu gepredigt haben.
Gott lädt die Menschen ein, er lädt dich und mich ein. Gott interessiert nicht
wie viel du gesündigt hast, denn das Blut Jesu Christi kann dich von jeder Sünde
reinigen.
Gott sagt: „Kommt zu mir. Komm zu mir heute.
Es gibt nicht was dich von mir abhalten könnte.
Es gibt nicht wovon ich dich nicht reinigen könnte“.
Wenn du aber die Vergebung der Sünden im Blut Jesu Christi ablehnst, bekommst du
keine Einladung.
Wir sehen, alle diese Ausreden waren schlecht. Der Acker, die Ochsen konnten
warten. Doch am schlimmsten war, dass der Mann die Einladung seiner Frau nicht
weitergegeben hat.
Und dann sagte Gott zu seinem Knecht: „Geh schnell hinaus auf die Strassen und
Gassen der Stadt und führe die Armen, Verkrüppelten, Blinden und Lahmen herein“
Und weiter: „Geh hinaus auf die Landstrassen an die Zäune und nötige sie
hereinzukommen, dass mein Haus voll werde. Denn ich sage euch, dass keiner der
Männer, die eingeladen waren, mein Abendmahl schmecken wird“.
Gott will von dem Sünder, dass du zugibst, dass du
geistlich arm bist,
verkrüppelt bist,
blind bist und
lahm bist.
Und nur die Gnade des Sohne Gottes kann bewirken, dass du anders werden kannst.
Denn alle habe gesündigt und niemand kann sich der Herrlichkeit Gottes rühmen.
Und Gott sagt: „Nötige sie“. Wie werden die Menschen genötigt?
Ich denke, die Menschen werden genötigt, wenn sie viel Leid in ihrem Leben
tragen müssen. Durch den Krieg, durch die Armut, durch die Krankheiten oder
durch noch ein anderes schweres Erlebnis.
Unser Herr hat auch gelitten. Das Abendmahl vorzubereiten hat nämlich viel
gekostet. Auf dem Berg Golgatha wurde der Sohn Gottes zum Tode verurteilt, damit
du die Vergebung der Sünden und ewiges Leben in Jesu Namen bekommst.
Und im Garten Gethsemane wurde uns ein großes Geheimnis geoffenbart:
„Nicht mein Wille sondern dein Wille geschehe“, sagte Jesus.
Kein Auge hat gesehen und kein Ohr hat gehört, was Gott vorbereitet hat, denen -
die heute Abend in die Friedenskirche gekommen sind?
Nein, - denen, die ihn lieben. Gott segne Euch alle.
Amen.
|