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Predigt von Klaus Wolf am 14. November 2004Liebe Gemeinde, Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Christen eine Menge über Jesus wissen. Sie kennen viele Gleichnisse, sie wissen viel darüber, was Jesus gesagt hat und welche Wunder er vollbracht hat, sie wissen, dass Jesus für sie am Kreuz gestorben ist, sie wissen, dass er Gottes Sohn ist. Sie wissen zwar das Jesus Satan und seine Gefolgschaft besiegt hat, aber wie der Sieg tatsächlich aussieht, wissen sie nicht. Darum möchte ich heute ein wenig darauf eingehen, inwiefern Jesus Satan besiegt hat und was das für uns Christen bedeutet. Einige Sekten nutzen die Unkenntnis über den Feind aus. Satan und die Dämonen spielen in den Glaubensvorstellungen von diesen Sekten eine sehr große Rolle. Die Dämonenfurcht wird bewusst gefördert, um die Mitglieder der Sekte gegenüber den Anforderungen der Führung der Sekte abhängig und gefügig zu machen. Glaubensschwierigkeiten oder andere Probleme, die den Plänen der Sekte hinderlich sind, werden immer auf Satan und die Dämonen zurückgeführt. Schaffen es Sektenmitglieder aus der Sekte auszubrechen, so leiden sie noch jahrelang, trotz psychologischer Hilfe, unter Angstzustände. Zuerst einmal möchte ich aufzeigen, wer Satan ist und welche Sünde er begangen hat: Die Bibel beschreibt Satan als ein Wesen vollendeter Schönheit und Weisheit und Satan nahm nach Gott den höchsten Rang ein und war im Himmel der Anbetungsleiter. Wie die anderen Engel lebte Satan ohne Rebellion in völligem Einklang mit seinem Schöpfer. Irgendwann beschloss Satan sich gegen Gott und die himmlische Ordnung aufzulehnen. Ich lese aus Jesaja 14 die Verse 12-14: Jesaja berichtet: "Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie wurdest du zu Boden geschlagen, der du alle Völker niederschlugst! Du aber gedachtest in deinem Herzen: Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden. Ich will auffahren über die hohen Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten. Die Sünde Satans bestand darin, dass er rebellierte. Satan ist der Vater der Rebellion und er freut sich wenn Menschen ihm nachfolgen und rebellieren und besonders freut er sich, wenn er es schafft in einer christlichen Gemeinde die Rebellion zu verbreiten. Fünfmal hat er in seinem Herzen gesagt: "Ich will":
Wie oft sage wir Ich will anstatt: Herr was willst Du? Wie oft rebellieren wir? Was steht der Rebellion gegenüber? Der Rebellion steht die Demut gegenüber. Demut bedeutet sein eigenes Ich täglich ans Kreuz zu bringen. Wahre Demut üben wir aus, wenn wir täglich fragen: Herr was willst Du? [Steht Satan Gott nur um weniges nach?] Durch Attrappen verschiedenster Natur versucht Satan, sich mächtiger zu gebärden, als er es in Wirklichkeit ist, um den Menschen Ehrfurcht einzuflößen. Davon werden viele Menschen hinters Licht geführt und halten ihn für ein Wesen, dass Gott nur um sehr weniges nachsteht. Satan besitzt den Ehrgeiz, bei den Menschen das gleiche Maß an "Ansehen" zu genießen wie Gott. Das ist ihm teilweise schon gelungen, denkt man an die vielen Gläubigen, die Satan hinter allem vermuten und ihm dadurch mehr Aufmerksamkeit schenken, als angebracht wäre. Vor kurzem habe ich die folgende Email erhalten aus der ich einen Ausschnitt vorlesen möchte. Eines Tages hatten Satan und Jesus eine Konversation. Satan war gerade vom Garten Eden zurück und er war hämisch und prahlerisch. "Ja, Sir, ich habe gerade die ganze Welt voll mit Menschen gefangen. Setzte meine Falle und verwendete einen Köder von dem ich wusste sie können dem nicht widerstehen. Hab sie alle erwischt!" "Was wirst du mit ihnen tun?" fragte Jesus. Satan antwortete: "Oh, ich werde richtig Spaß haben mit denen! Ich werde sie lehren wie man heiratet und sich voneinander scheidet, wie man sich hasst und gegenseitig missbraucht, wie man trinkt und raucht und flucht. Ich werde sie lehren wie man Schusswaffen und Bomben erfindet und sich gegenseitig umbringt. Ich werde echten Spaß haben!" "Und was wirst du tun wenn du mit ihnen fertig bist?" fragte Jesus. "Oh, ich werde sie töten!" tönte Satan stolz. Bis dahin wurde Satan schonungslos beschrieben. Durch die Sünde der Menschen, durch ihre Schuld kann Satan die Menschen knechten. "Wie viel möchtest du für sie?" fragte Jesus. "Oh, du möchtest diese Menschen nicht haben. Sie sind zu nichts gut. Warum, du wirst sie nehmen und sie werden dich nur Hassen. Sie werden dich anspucken, dich fluchen und dich töten!! Du möchtest diese Menschen nicht haben!!" "Wie viel?" fragte Er wieder. Satan schaute auf Jesus und sagte höhnisch: "Alle Deine Tränen und Dein ganzes Blut." Jesus sagte: "GEMACHT!" Dann bezahlte Er den Preis. Fällt euch bei diesem Text etwas auf? An wem wurde das Lösegeld tatsächlich bezahlt? An Gott! Viele Christen glauben tatsächlich, dass das Lösegeld für uns an Satan gezahlt wurde. Eine weit verbreitete Lüge Satans, womit er sich größer macht als er ist. Begreift ihr, wie geschickt er vorgeht. In dieser Email, aus der ich nur einen Ausschnitt vorgelesen habe, hat es Satan tatsächlich geschafft, seine Handschrift zu hinterlassen. Das schöne an der Email ist, dass Jesus alles bezahlte um uns zu erlösen. Er hat dem Satan die Waffe Schuld genommen. Man müsste den fraglichen Abschnitt ungefähr so formulieren: Satan lacht. Das schulden die dummen Menschen Deinem Vater. Nie können sie das zurückbezahlen. Darum gehören sie mir in alle Ewigkeit. Du musst die Ewigkeit ohne diese Geschöpfe zubringen. Daraufhin antwortete Jesus: Doch, ich kann den Preis bezahlen. Er ging hin wurde Mensch und nahm die Schuld aller Menschen auf sich und schenkte den Menschen Seine Gerechtigkeit. Und Satan ging leer aus. Übrigens waren auch unsere Kirchenväter, wie Augustinus (4./5. Jahrhundert) dieser Lüge (Lösegeld an Satan) aufgesessen. Wie die Catholic Encyclopedia schreibt, spielte die Vorstellung, dem Teufel sei ein Lösegeld gezahlt worden, rund tausend Jahre lang eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Theologie und blieb Bestandteil des kirchlichen Glaubens. Andere Kirchenväter, darunter auch Augustinus (4./5. Jahrhundert), übernahmen diese Vorstellung eines an Satan gezahlten Lösegelds. Im 12. Jahrhundert schließlich kamen die Theologen Anselm und Abélard zu dem Schluss, dass Christi Opfer nicht Satan dargebracht wurde, sondern Gott. 1000 Jahre waren die Menschen im Glauben, das Lösegeld wäre an Satan gezahlt worden. Zu wem war der Weg versperrt? Zu Gott! Jesus Christus ist gekommen und ist stellvertretend für uns am Kreuz gestorben. Er hat den Weg frei gemacht zum Vater, indem er unsere Schuld, unsere Sünden auf sich nahm. Nun dürfen wir wieder vor dem Heiligen Thron Gottes treten, so wie wir sind. Satan wurde die Waffe Schuld genommen. Was könnte weiter von der Wahrheit entfernt liegen als zu glauben, Satan wäre ein Wesen mit fast so viel Macht wie Gott.
Wir wissen, dass Jesus Satan durch seinen Tod am Kreuz besiegt (also kein loskaufen) und die Macht der Sünde über uns gebrochen hat. Gottes Kraft übersteigt die des Teufels bei weitem, doch der Betrüger möchte uns diesbezüglich ständig Zweifel in unsere Herzen säen. Halten wir uns daher die Grenzen Satans und die grenzenlose Macht unseres Gottes stets vor Augen. [Jesus hat seinen Jüngern Autorität verliehen] Vielleicht hegten die Jünger damals die gleiche falsche Vorstellung, die heute viele Christen blind macht: Wir sehen Gott und sein Reich auf der einen Seite, Satan und sein Reich auf der andern. Beide Reiche scheinen sehr mächtig zu sein, und wir sehen uns dazwischen, etwa wie das Tau beim Seilziehen. Manchmal scheint Gott zu gewinnen, ein andermal der Teufel. Und wir scheinen nicht sagen zu können, wer den Kampf gewinnen wird. In Kolosser 2 weist Paulus uns auf etwas hin, das mit dem Tod, der Auferstehung und Erhöhung Christi geschah: "Er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt" (Vers 15). Nicht nur sind wir vor zweitausend Jahren in Christus lebendig gemacht worden, sondern Satan ist vor zweitausend Jahren entwaffnet und besiegt worden. Seine Niederlage steht nicht erst demnächst oder in ferner Zukunft an; sie ist bereits Tatsache. Markus 3, 14+15 14 Und er setzte zwölf ein, die er auch Apostel nannte, dass sie bei ihm sein sollten und dass er sie aussendete zu predigen 15 und dass sie Vollmacht hätten, die bösen Geister auszutreiben. In Matthäus 10, 7+8 gibt Jesus den Jüngern den folgenden Auftrag: 7 Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. 8 Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus. Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch. In Lukas 10,17 steht: Die Zweiundsiebzig aber kamen zurück voll Freude und sprachen: Herr, auch die bösen Geister sind uns untertan in deinem Namen. Jesus ist noch nicht am Kreuz gestorben und der Feind noch nicht besiegt. Und dennoch sind die bösen Geister den Jüngern bereits untertan. Geistliche Autorität ist nicht ein Tauziehen auf horizontaler Ebene, sondern es besteht eine vertikale Befehlshierarchie.
Wir müssen nur lernen unsere Autorität im Namen Jesu Christus anzuwenden. Es ist genauso, als wenn Dieter, gekleidet mit seiner schönen Polizeiuniform, auf einer Kreuzung steht und den Verkehr regelt. Dieter hat keine Macht den Verkehr aufzuhalten. Für einen Autofahrer wäre es ein leichtes ihn umzufahren. Warum tut er es aber nicht? Weil hinter Dieter der Staat steht und der hat Macht. Und wehe dem, der sich hier etwas zuschulden kommen lässt. Und genauso ist es im Geistlichen. Auch wir Christen haben keine Macht, aber wir haben die Autorität über die Feinde von Jesus erhalten. Das heißt jetzt aber nicht, dass wir jetzt hinauslaufen und überall böse Geister im Namen Jesus austreiben sollen. Damit würden wir dem Feind viel zu viel Aufmerksamkeit zuwenden. Unser Auftrag ist ein anderer: Menschen zu Jünger Jesu machen. Nehmen wir an wir stehen am Anfang unseres Weges mit Jesus. Am anderen Ende der Straße steht Jesus. Nun gehen wir auf Jesus zu. Nichts kann uns auf unserem Weg zu Jesus aufhalten. Wir brauchen nur zu gehen. Links und rechts stehen viele Häuser, in denen der Feind wohnt. Er schreit nun heraus und versucht uns von unserem Weg des Wachsens und Reifens aufzuhalten. "Eh, schau mal hier rein. Hier gibt es was ganz Tolles." Das ist die Versuchung. Nicht beirren lassen, weiter gehen und im Jesu Namen dem Feind befehlen zu verschwinden. Genauso kann es aber auch geschehen, dass uns der Feind immer wieder eintrichtert wie schlecht wir doch sind und wir auf einmal völlig demoralisiert sitzen bleiben. Der Feind ist ein Meister der Anklage und es ist ihm jedes Mittel Recht uns von dem Weg zu Jesus aufzuhalten. Ziel des Feindes ist es immer uns außer Gefecht zu setzen, Am liebsten ist es dem Feind natürlich, wenn wir unseren Weg mit Jesus ganz aufgeben. Hat der Feind es geschafft uns außer Gefecht zu setzen, dann können wir unseren Auftrag Menschen zu Jesus zu führen nicht mehr durchführen. Deshalb haltet euch immer die unvorstellbare Macht Gottes vor Augen und unsere Stellung, unsere Autorität in Jesus. Zum Abschluss möchte ich die Predigt noch einmal zusammenfassen:
Amen. |
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