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Predigt von Klaus Wolf am 27. September 2009In meiner letzten Predigt ging es um das Thema der Prophetie. Die erfüllten Prophetien zeigen uns, dass die Bibel tatsächlich das Wort Gottes ist. Denken wir an Jesaja, der 800 Jahre vor Christi Geburt die Jungfrauengeburt vorausgesagt, oder an den Propheten Micha, der zur selben Zeit den Geburtsort bekannt gibt. Der Prophet Daniel gibt ungefähr 535 Jahren vor Christi sogar den genauen Zeitpunkt, wann der Messias kommen wird (in 7 mal 70 Jahren) und die Zerstörung des Tempels bekannt. Von den Weissagungen, die vor unseren Augen in Erfüllung gegangen sind, ist insbesondere die Wiederherstellung Israels zu nennen. Wir sehen also, das Wort Gottes ist wahr und wir können ihm bedingungslos glauben. In der Apostelgeschichte, die Geschichte der Christenheit des 1. Jahrhunderts, können wir nun nachlesen, dass die Urgemeinde von einer großen Kraft getrieben wurde. Den Feinden des Evangeliums machte dies große Sorgen den diejenigen, die mit dieser Kraft in Berührung kamen, wurden vollkommen verändert. Worin lag das Geheimnis? Woran lag das Geheimnis, dass die Jünger, die bei der Gefangennahme von Jesus in alle Richtungen flohen und Petrus sogar Jesus drei Mal verleugnete, nunmehr furchtlos das Evangelium verkündigten. Woher kam der Mut des Petrus und des Johannes als sie sich vor dem Hohen Rat zu Jesus bekannten und zum Hohen Rat sagten: Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr gehorchen als Gott. Im 1. Teil der Predigt möchte ich nun die Frage beantworten, woher diese Kraft kam und im 2. Teil, möchte ich anhand zweier Bibelstellen überprüfen, ob die Taufe Voraussetzung ist für den Empfang des Heiligen Geistes und damit die Voraussetzung für die Gaben, die wir vom Heiligen Geist geschenkt bekommen. [Apostelgeschichte Kap 1.] Nun, ich denke wir wissen alle woher die Jünger Jesu auf einmal die Kraft her hatten: Die Kraft und den Mut erhielten sie vom Heiligen Geist. Jesus selber hatte seinen Jüngern gesagt: «Ihr werdet aber Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist» (Apg. 1,8). Achtet auf die Verheißung: «Ihr werdet aber Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist.» Ohne diese Kraft, die durch den Heiligen Geist verliehen wird, bleibt jeder christliche Dienst ohne Frucht. Auch die Propheten des Alten Testamentes konnten ohne den Heiligen Geist nichts tun: Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet. (2. Petrus 1.21). Der Heilige Geist verleiht Kraft, der Heilige Geist schenkt Gaben! Wissen alleine nützt nichts. Zu predigen und zu lehren ohne Vollmacht durch den Heiligen Geist bleibt fruchtlos. Petrus trat nun mit den elf Aposteln auf und hielt nun mit dieser Vollmacht, Verliehen durch den Heiligen Geist, eine Predigt und 3000 Personen wurden gläubig. Und Petrus sprach zu ihnen: Apostelgeschichte 2 Vers38 38. Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. 41. Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen. Die Frage, die ich mir hier gestellt habe: Ist die Wassertaufe Voraussetzung für den Empfang des Heiligen Geistes? Ich lese noch mal: 38. Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. Hier ist eindeutig die Reihenfolge: Buße, Taufe und anschließend Empfang des Heiligen Geistes, das heißt, die Taufe ist hier in Kapitel 2 Voraussetzung um den Heiligen Geistes zu empfangen. Und es gibt auch Gemeinden, die es genauso praktizieren. Das heißt, ein Mensch wird getauft und anschließend sagt man dem Täufling, dass er jetzt, den Heiligen Geist empfangen hat und man fordert ihn auf in einer fremden Sprache zu beten. Das Sprachengebet ist aber nur eines der vielen Gaben, die der Heilige Geist verleiht und vielen Christen verleiht der Heilige Geist diese Gabe eben nicht, sondern andere. Und ich behaupte jetzt sogar, dass die Taufe eben nicht die Voraussetzung für den Empfang des Heiligen Geistes ist. Ich behaupte also, dass etwas heute nicht mehr so ist, wie in Kap. 2 der Apostelgeschichte beschrieben. Dazu gleich mehr. Schauen wir uns zuerst Kapitel 10 an. Dort erleben die Juden und Petrus etwas für sie Unvorstellbares. Kornelius, ein gottesfürchtiger römischer Hauptmann hatte eine Erscheinung. Der Engel des Herrn sagte ihm, er möge Männer nach Joppe schicken, um Petrus zu holen. Petrus wiederum hatte am nächsten Tag, kurz bevor die Männer eintrafen eine Vision. In dieser Version zeigte Gott Petrus, dass er nicht etwas als unrein bezeichnen soll, was Gott als rein bezeichnet. Und das nicht nur einmal, zweimal, sondern dreimal zeigte Gott ihm das. Während Petrus noch über das Erlebte nachsann, erschienen die Boten. Und jetzt erschien sogar noch der Heilige Geist und er sprach zu Petrus: Siehe, drei Männer suchen dich; so steh auf, steig hinab und geh mit ihnen und zweifle nicht [denn die hatte Petrus, trotz der Visionen und trotz dessen was der Heilige Geist sagte], denn ich [der Heilige Geist] habe sie gesandt. Was für eine Mühe hat sich Gott gemacht, um Petrus ganz klar zu zeigen, was sein Wille ist. Erst erscheint ein Engel Kornelius, dann hat Petrus dreimal die selbe Vision, wo er etwas nicht als unrein bezeichnen soll, was Gott für rein erklärt hat und zu guter letzt, spricht der Heilige Geist auch noch persönlich Petrus an und sagt ihm, dass er mitgehen soll. Warum in dieser Deutlichkeit? Weil Petrus ohne die Visionen und ohne dem persönlichem Gespräch mit dem Heiligen Geist niemals mitgegangen wäre. Ich kann mir gut vorstellen, das Petrus völlig entsetzt war. "Ich soll zu den Heiden gehen?? Zu diesen unreinen Menschen, die Gott nun für rein erklärt. Unfassbar! Und vielleicht hatte er auch vor den anderen Juden Angst. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass sich Petrus am liebsten davongeschlichen hätte. Und mit Sicherheit hatte er auf den gesamten Weg zu Kornelius ein flaues Gefühl im Magen schließlich durften die Juden nicht mit Fremden umgehen, und schon gar nicht bei ihnen einkehren. Dort angekommen bezeugt Petrus nun den Heiden Jesus Christus. Kapitel 10, Verse 44 bis 48 44. Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten. 45. Und die gläubig gewordenen Juden, die mit Petrus gekommen waren, entsetzten sich, weil auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen wurde; 46 denn sie hörten, dass sie in Zungen redeten und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus: 47 Kann auch jemand denen das Wasser zur Taufe verwehren, die den Heiligen Geist empfangen haben ebenso wie wir? 48 Und er befahl, sie zu taufen in dem Namen Jesu Christi. Die Heiden hörten das Wort, und sie glaubten. Sie empfingen den Heiligen Geist und anschließend wurden sie getauft. Versteht ihr jetzt, warum ich eben gesagt habe, dass die Taufe eben keine Voraussetzung für den Empfang des Heiligen Geistes ist. Für die Gläubigen, den Heiden, gilt hier ganz klar: Glauben, Empfang des Heiligen Geistes, Taufe im Wasser. Versteht ihr, wie gefährlich es ist, nur einen Abschnitt aus der Bibel zu nehmen und zu behaupten, dass das so sei, ohne den Rest der Bibel zu kennen? Bleibt doch jetzt nur noch die Frage offen, warum im Kapitel 2 die Voraussetzung für den Empfang des Heiligen Geistes die Taufe ist und in Kapitel 10 nicht mehr. Nun, vielleicht ist es einigen aufgefallen, dass in Kapitel 2 Juden und in Kapitel 10 Heiden getauft wurden. Und ich vermute den folgenden Grund: Jesus wurde von seinem Volk abgelehnt. Deshalb verlangte Gott zu dieser Zeit, dass sich Juden, die zum Glauben gekommen sind, öffentlich durch die Taufe zu ihm bekannten. Sie stellten sich damit auf die Seite Jesu gegenüber dem eigenen Volk. Eins ist aber sicher. Alle werden ohne nationale Unterscheidung oder Vorurteile als Sünder angesehen, und alle müssen Jesus als Herrn annehmen. Tun sie dies, so empfangen sie den Heiligen Geist, egal ob Jude oder Heide. Und anschließend sollten sie getauft werden, um ihr Einssein mit dem Tod Jesu und ihre Entschlossenheit, von nun an ein neues Leben zu führen, zu bekennen. Zusammenfassung:
[Abschließende Worte] Wenn Gläubige den Heiligen Geist vernachlässigen, verlieren sie ihre Vollmacht und hören auf, Zeugen für Christus zu sein. Deshalb ist es so wichtig, dass wir immer wieder um die Kraft des Heiligen Geistes bitten. Ohne ihn können wir nichts tun. |
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