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Ziel des Gemeindeaufbaus kann immer nur sein, die Menschen,
mit denen man in Kontakt kommt, zu Christus zu führen, sie in das Gemeindeleben
als Ganzes zu integrieren und ihnen den Weg in die Nachfolge Jesu zu weisen.
Auch die Musik muss sich an dem Kriterium bewähren, ob sie dem Ziel
Gemeindeaufbau dient und entsprechende Früchte bringt oder nicht.
Traditionelle Musik
Vieles, was wir an klassischer Musik und an traditionellem Liedgut in unser
Kirche haben ist gut, tief und niveauvoll. Klassische Kirchenmusik kann ein
machtvoller Magnet sein, um Menschen in die Kirche zu holen. Gerade Leute mit
einer entsprechenden kulturellen Ader sprechen sehr stark auf diese Art von
Musik an, wenn sie in guter Qualität dargeboten wird. Sie verstehen diese Musik,
und das ist ein wunderbares Mittel, ihnen wesentliche Inhalte des Evangeliums
nahe zu bringen.
Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, stellte die Gemeinde im Jahre 2002 mit
Johannes Fleu einen Organisten ein, der die Gemeinde bei diesem Ziel
leidenschaftlich unterstützt (siehe Musik zur Mittagszeit,
Musik-Plus-Gottesdienst und
Musica sacra).
Moderne zeitgemäße Musik
Hierbei war uns Martin Luther ein Vorbild. Er übernahm beliebte Melodien aus
Kneipen und Gassen und schrieb neue, christliche Texte dazu. Sein Anliegen war
es, Kirchenmusik zeitgemäßer zu machen.
Einer Untersuchung zufolge entfallen nur noch rund sieben Prozent aller
verkauften CDs auf klassische Musik und davon ist nur noch ein Bruchteil
Orgelmusik. Der weit überwiegende Teil der Menschen unter 50 hört allerdings
fast ausschließlich Rock- oder Popmusik. Mit dieser Musik sind sie groß
geworden. Es ist die Musik, die sie verstehen, durch die sie sich angesprochen
fühlen, die ihre Werte geprägt hat und die ihre innersten Gefühle ausdrückt.
Wenn wir Menschen erreichen wollen, so müssen wir deren Musik spielen. Wenn wir
wollen, dass jüngere Christen durch die Musik in unseren Gottesdiensten
auferbaut werden und dabei so etwas wie Spiritualität und Innigkeit empfinden,
dann können wir das sinnvollerweise nur mit Hilfe jener Musik tun, die in ihnen
lebendig ist und mittels derer sie schon von früh auf ihre innersten
Empfindungen verbunden haben.
Bereits 1993 wurde ein traditioneller Gottesdienst in Eupen zugunsten des
Jugendgottesdienstes ersetzt. Mit Projektor und Leinwand und Wolfgang Pfeiffer
am Keyboard zogen moderne Lieder in den Gottesdienst ein. Aufgrund des hohen
Zuspruchs wurde kurz danach in Neu Moresnet ein zusätzlicher Jugendgottesdienst
gehalten. Da das Publikum vom Alter her gar nicht so jugendlich war, wurde 1998
der Name Jugendgottesdienst in Lobpreisgottesdienst geändert. Bereits 1996 hat
sich ein Lobpreisteam gebildet und Wolfgang Pfeiffer am Keyboard abgelöst. Das
Lobpreisteam spielt und singt nicht nur in den Gottesdiensten, sondern ist auch
für die Organisation und Ablauf der Lobpreisgottesdienste verantwortlich.
Traditionelle und moderne zeitgemäße Musik – Warum nicht beides?
Bei besonders festlichen Gottesdiensten sind immer häufiger nicht nur beide
Musikrichtungen sondern auch Elemente der jeweiligen Gottesdiensten vertreten,
so dass man durchaus von einem gemischten Gottesdienst sprechen kann. So wurde
zum Beispiel der letzte Konfirmationsgottesdienst von allen Altersgruppen als
besonders feierlich und schön empfunden. Dazu beigetragen hat natürlich auch der
Chor, der mit Begeisterung und Ausstrahlung von Jesus, Gott und dem gelebten
Glauben in musikalischer Weise erzählt. Dieser Gottesdienst könnte der
Gottesdienst der Zukunft sein.
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