 
Manfred und Betty Kämpf / Casilla 1 / Pucallpa / PERU
Telefon: 0051 61 59 90 03 / E-Mail:
mbkaempf@gmx.net
Rundbrief Familie Kämpf
Liebe
Missionsfreunde,
Wir möchten
euch ganz herzlich aus dem Urwaldtiefland Perus grüssen. Unsere Rundbriefe
fielen in letzter Zeit eher spärlich aus, weil wir mit den laufenden
Aufgaben mehr als ausgelastet waren.
Amtsübergabe

Das wird sich
nun hoffentlich bessern, denn ich (Betty) habe den Dienst als Feldleiterin
am 1. April meinem Nachfolger Richard Hanselmann abgegeben. Während der
knapp drei Jahren, in denen ich dieses Leitungsamt innehatte, wurde ich
sehr herausgefordert, erlebte aber auch Gottes Durchhilfe und die
Erfüllung der Zusage, die ich zu Beginn dieser Zeit erhalten hatte.
“Fürchte
dich nicht; denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein
Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, icherhalte dich durch die
rechte Hand meiner Gerechtigkeit.” Jesaja 41,10
Für Manfred
war es eine Zeit, in der er nicht mit der Hilfe seiner Frau rechnen
konnte. Im Gegenteil, er stand mir zeitweise mit Kochen und
Haushaltaufgaben zur Seite – und das neben seinem Dienst als Brunnenbauer
in den Indianerdörfern!
Bis im Juni
werde ich den neuen Feldleiter als Assistentin begleiten; also weiterhin
in der Verwaltung mitarbeiten, aber doch insgesamt entlastet sein.
Reise nach Europa und Aufenthalt in der Schweiz
Danach gilt
es, den Haushalt aufzuräumen und zusammenzupacken, weil wir im August für
mindestens ein Jahr in der Schweiz sein werden. Da hoffen wir viele von
euch zu sehen und grüssen zu können. Falls es Gruppen oder Einzelpersonen
gibt, die gerne einen Bericht aus der Missionsarbeit von uns haben
möchten, können sie sich schon jetzt bei uns melden.
Brunnenbau bei den Quetschua Pastaza
Vorläufig
denken wir aber noch wenig ans Abreisen, sondern sind noch ganz hier auf
dem Feld.
Manfred ist
momentan beim Brunnenbau im Dorf Alianza Cristiana, das zur Gruppe der
Quechua Pastaza gehört. Im Dorfzentrum steht bereits ein
Trinkwasserbrunnen. Nun ist noch ein zweiter in dem Dorfteil entstanden,
wo die Stammesbibelschule und die Kirche stehen. Die Leute haben gut
mitgearbeitet und der neu entstandene Brunnen bringt gutes Trinkwasser.

In Alianza
Cristiana wohnen zwei ehemalige Bibelschüler, die schon vor Jahren ihre
Ausbildung hier in Cashibo abgeschlossen haben. Leider sind sie nur
sporadisch im Dienst als Gemeindeleiter. Abel hat seit vielen Jahren
Probleme mit seiner Frau Sandra. Das entmutigt ihn und hindert ein
stabiles Christenleben. Fernando, der andere Prediger, hat einen trägen
Charakter. Schon lange steht sein Haus halbfertig da und zeugt von seiner
mangelnden Initiative. Im letzten Jahr ließ er sich sogar als Dorfchef
wählen und wurde natürlich weder der einen noch der anderen Aufgabe
gerecht. Seine Frau Yolanda ist da schon angriffiger, kann aber ohne ihren
Mann in der Gemeinde nicht viel ausrichten. Wir hoffen nun, dass der
gemeinsame Bau am Brunnen, wo diese beiden Männer auch mitgeholfen haben
und es manche gute Gelegenheit zum Gespräch gab, ihnen neuen Antrieb für
ihren Dienst in der Betreuung der kleinen Christengemeinde gegeben hat.
Bibelkurs mit 15 verschiedenen Sprachgruppen
Am 30. März
fand der Eröffnungsgottesdienst des ersten Bibelschulblocks statt, der von
April bis Juli dauert. Von allen Seiten kamen die Schülerfamilien
angereist. Der Grossteil musste wegen der großen Distanzen mit dem
Kleinflugzeug transportiert werden. Einige kamen auf dem Flussweg und
einige wenige über die Strasse. Insgesamt sind Familien aus 15
verschiedenen Indianerstämmen versammelt. Das bedeutet 15 verschiedene
Sprachen und Kulturen. Für das Zusammenleben in den vier Monaten unter den
Familien und auch für den Unterricht in den Klassen ist das eine große
Herausforderung. Dazu kommt noch, dass die Männer und Frauen eine sehr
unterschiedliche Schulbildung mitbringen, die von den Lehrerinnen in den
jeweiligen Klassen berücksichtigt werden muss.
Die
Schülerfamilien nehmen für ihr Studium in Cashibo einiges auf sich. Lucas
mit seiner Frau Delicia wartete fast drei Wochen in einem
Distriktshauptort auf das Flugzeug. Dabei musste er ein Grossteil seiner
Ersparnisse, die er sich als Holzfäller verdient hatte, verbrauchen. Zum
Glück hatte seine Frau in den vergangenen Monaten noch eine Hängematte aus
selbstgesponnenem Baumwollgarn gewoben. Die kaufte ich ihnen dann ab, was
ihnen wieder etwas Bargeld verschaffte.
Konflikt mit dem Weg
Als wir im
Januar die lang ersehnten Papiere vom Transportministerium erhielten, die
in aller Klarheit bestätigten, dass unser Weg eine Privatstrasse ist,
waren wir Gott sehr dankbar. Allen war bewusst, dass der Herr selber uns
da Recht verschafft hatte. Bis zur Aufhebung des gegen uns gerichteten
Gerichtsverfahrens vergehen aber weiterhin Wochen, denn die
“Gerichtsmühlen mahlen langsam”!! Leider sind die drei Fernándezbrüder
Julio, Donato und Bautista weiterhin nicht zum Gespräch bereit, obwohl wir
sie in zwei Briefen erneut zum Dialog aufgefordert haben.
Es ist nun
unser großes Gebetsanliegen, dass das Verfahren eingestellt wird und wir
nachts das Tor erneut aus Sicherheitsgründen schließen können.
Visumsangelegenheit
Schon seit
langem war ein Problem mit den Visa der ausländischen Missionare hängig
und hat uns Sorgen gemacht. Nun konnte dank Gottes Hilfe und dem großen
Einsatz unseres Verwaltungspersonals in Lima eine Regelung mit dem
Justizministerium gefunden werden. Wir hoffen und beten, dass unser Antrag
auf Einschreibung ins Register der nichtkatholischen, religiösen
Organisationen in den kommenden Wochen genehmigt wird und wieder neue Visa
genehmigt werden können.
An dieser
Stelle möchten wir euch für euer treues Begleiten und Unterstützen im
Gebet, mit Briefen und auch mit Gaben ganz herzlich danken und grüssen
euch herzlich von der anderen Seite der Erdkugel.

| Bibelschulen und
Gemeindebau: -Postkonto 90-13366-5
-Bankkonto SGKB BC 78123
Konto Nr. 2555 017.249-02 |
Ausbildung und
Soziale Hilfe:
-Postkonto 85-733500-0
-Bankkonto SGKB BC 78123
Konto Nr.2555 343.323-09 |
Bankkonto
Deutschland: -Indicamino Deutschland
-Konto-Nr. 418 005 bei
EKK Stuttgart (BLZ 600 606 06) |
Gaben bitte mit dem Vermerk: „Für die Arbeit von Fam. Kämpf“
Rundbriefversand: Vreni Füllemann, Kindergartenstr. 19, CH–8623 Wetzikon

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