Evangelische Kirchengemeinde Eupen - Neu Moresnet 

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Martin Schuler                                    

   

Pfarrer Martin Schuler

Zum ersten Mal taucht der Name Martin Schuler etwas versteckt in der Brückeausgabe März 1994 auf. Als Randnotiz unter Gottesdienste wird dem Brückeleser mitgeteilt, dass ein Herr Martin Schuler die Gottesdienste am Sonntag, den 6. März 1994 halten wird.

Hintergrund war, dass Pfarrer Willy Flückiger nach 34 Jahren als Religionslehrer im September 1994 pensioniert und ein Nachfolger gesucht wurde.


Auf der Gemeindeversammlung am 29. Mai 1994 (siehe Brückeausgabe September 1994) berichtete Pfr. Ullmann über seine Arbeit, die Arbeit des Presbyteriums und weitere für das Leben der Gemeinde wichtigen Ereignisse des Jahres 1993. Er gab auch bekannt, dass als Nachfolger für Herrn Flückiger als Religionslehrer, Herr Martin Schuler, der aus dem Schwarzwald stammt, gewonnen werden konnte. Herr Schuler möchte auch ein Vikariat übernehmen.


In der Brückeausgabe Oktober 1994 stellte sich Pfarrer Martin Schuler der Gemeinde vor:

Martin Schuler stellt sich vor

Liebe Brückeleser.

woran Sie mich am besten erkennen, wenn Sie mir einmal zufällig auf der Straße begegnen sollten, das ist meine Länge. Ich bin nämlich ein zwei Meter langer Kerl und solch einen "Riesen" trifft man ja nicht so oft.

Damit Sie den langen Kerl nicht nur er-kennen, sondern auch ein bisschen kennen, möchte ich mich kurz vorstellen:

Mein Name ist Martin Schuler, bin 29 Jahre alt und in einem kleinen Dorf (Huzenbach) im Schwarzwald/Deutschland geboren und aufgewachsen.

Nach meiner Schulzeit absolvierte ich ein einjähriges Praktikum bei der Gemeinde-Diakoniestation in Bad Wildbad. Dort half ich zum einen Teil älteren Menschen, die in ihrem Haushalt alleine nicht mehr zurecht kamen, zum anderen Teil den Schwestern bei Schwerstpflegefällen.

Nach dieser Zeit musste ich für das Studium lateinisch, griechisch und hebräisch lernen.

Dann studierte ich an verschiedenen Universitäten Theologie: Göttingen, Heidelberg, Erlangen und zuletzt in Tübingen, wo ich das Studium mit dem Examen abschloss.

Mein Herz aber habe ich nicht, wie es so schön in einem Schlager heißt, "in Heidelberg verloren", sondern in Erlangen, wo ich nämlich meine jetzige Verlobte kennen gelernt habe, die dort zur Zeit noch Pharmazie studiert.

Im ersten Jahr nach meinem Examen arbeitete ich als eine Art "Hilfspastor" in einer Gemeinde in Ostdeutschland. In der Kinder- und Seniorenarbeit, bei Besuchen, beim Organisieren von Veranstaltungen und beim Predigen sammelte ich dort viele wertvolle Erfahrungen für den Dienst in der Gemeinde.

Meinem Namen "Schuler" mache ich nun in Kelmis damit Ehre, dass ich in der Schule (Athenäum) als Religionslehrer tätig bin. In der Gemeindearbeit helfe ich im Jugendkreis "Ichthys" mit und vertrete hin und wieder die Gottesdienste und Bibelstunden von Herrn Ullmann.

Ich freue mich - und übrigens meine Verlobte auch, die im kommenden Jahr ebenfalls hier herkommen möchte - auf meine Zeit in Kelmis. Möge es eine Zeit werden, da wir zusammen als Gemeinde Wurzeln schlagen, dass unser Glaube fest gegründet sei und Früchte bringe, Gott zur Ehre.


In der Brückeausgabe Mai 1995 wurde unter Gottesdienste auf die kirchliche Trauung von Beate Bauer und Martin Schuler am Samstag den 27. Mai in der Johanneskirche in Neu-Moresnet hingewiesen.


In der Brückeausgabe Juli/August 1995 bedankt sich Martin Schuler für die tatkräftige Hilfe anlässlich seiner Hochzeit.

EIN GROSSES DANKESCHÖN

"Und Gott gebe euch..." so heißt es in unserem Trautext in Epheser 1,18. Wie reichlich Gott gibt und schenkt, das haben wir bereits an unserem Hochzeitstag erkennen dürfen. Das begann damit, dass der 27. Mai inmitten einer Schlecht-Wetter-Periode ein recht schöner früh sommerlicher Tag war. Dann spürten wir viel Liebe und Zuneigung von all den Menschen, die extra zu unserer Hochzeit von weit her angereist kamen. Und etwas vom schönsten war, dass so viele Menschen aus dieser Gemeinde bereit waren, bei diesem Fest mitzuhelfen und dabei zu sein.

Immer wieder bekamen wir von unseren Gästen zu hören: "Hier habt ihr es aber schön". Sie bewunderten damit nicht nur die reizvolle Landschaft Ostbelgiens und die schön geschmückte Hochzeitskirche in Neu-Moresnet, sondern auch gerade, dass so viele aus der Gemeinde beim Fest so tatkräftig mitgeholfen haben.

Foto: D. Vogel

Wir möchten an dieser Stelle allen nochmals ganz herzlich danken für die Mithilfe bei unserer Hochzeit.

Und so hoffen wir, dass unser Trautext vielen unserer Gäste dieses Leuchten des Herzens gezeigt hat: nämlich, wie überreich uns unser Herr beschenkt aneinander und miteinander.

B. + M. Schuler


Nachdem Martin Schuler im Dezember 1995 mit 62 Ja-Stimmen (keine Nein-Stimmen, keine Enthaltung) zum Zweitpfarrer gewählt worden war (siehe Brückeausgabe Juli/August 1996 - Aus der Gemeindeversammlung) wurde in der Brückeausgabe Dezember 1995/Januar 1996 der Termin der Ordination von Martin Schuler bekannt gegeben.

ORDINATION VON MARTIN SCHULER

Nachdem Martin Schuler sein Praktikum in der VPKB (Vereinigte Protestantische Kirche in Belgien) beendet hat, wird er am 14. Januar 1996 zum Pfarrer ordiniert. Für Herrn Schuler ist dies ein bedeutendes Ereignis. Aber nicht nur für ihn und seine Angehörigen sollte der 14. Januar ein unvergesslicher Festtag sein, sondern auch für die ganze Kirchengemeinde.

Die Feier findet in der Friedenskirche in Eupen statt und beginnt um 15 Uhr. Der Synodalpräsident der VPKB, Herr Pfarrer Daniel Vanescote, wird im Beisein zahlreicher anderer Pfarrer die Ordination vornehmen. Auch die katholische Geistlichkeit, der Bürgermeister und andere Ehrengäste sind zu dieser Feier eingeladen. Nach dem Festgottesdienst sind alle Gemeindeglieder und Gäste zu einem Empfang eingeladen.


In der Brückeausgabe Februar 1996 wird über die Ordination und Einsetzung von Pfarrer Martin Schuler berichtet:

ORDINATION UND EINSETZUNG

In einem festlichen Gottesdienst wurde Martin Schuler am 14. Januar ordiniert und als Zweitpfarrer unserer Gemeinde eingesetzt. Außer zahlreichen Kollegen aus dem Distrikt Lüttich waren u. a. auch Pfarrer aus Baden-Württemberg, Ostdeutschland und aus unserer Partnergemeinde Düsseldorf zu der Feier gekommen. Der Chor Nota Bene und der Lütticher Studentenchor "SALA" sorgten für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes.

Zu Beginn der Feier begrüßte Rolf Lander die Ehrengäste. Da der Synodalpräsident, Daniel Vanescote, verhindert war, führte Truus Schouten, Vizepräsidentin des Synodalrates, die Ordination durch. Die anwesenden Pfarrer begrüßten Martin Schuler als ihren neuen Kollegen und gaben ihm jeweils ein Bibelwort mit auf den Weg. Anschließend wurde die Einsetzung in die Gemeinde durch unseren Distriktpräsidenten Ferdi Dehousse vorgenommen. Nach der Festpredigt ging Martin Schuler kurz auf seine bisherige Laufbahn und auf seine Ziele als Pfarrer ein. In ihren Grußworten ermutigten Pfr. Stauss (Vikariatsvater) und Pfr. Blommaert (Präsident der Pfarramtskommission) Herrn Schuler zu seinem Dienst und gaben ihm noch einige wertvolle Ratschläge mit auf den Weg.

Bei dem anschließenden Empfang im Kolpinghaus hatten neben Bürgermeister Evers und Minister Lambertz auch die anderen Gäste Gelegenheit, ein Grußwort zu sagen und Herrn Schuler zu beglückwünschen.

Im Vordergrund von links nach rechts: Rolf Lander, Pfr. Schuler, Pfr. FIückiger,
Pfr. Ullmann, Pfr. Tonnon (Seraing-Bas), Ferdi Dehousse (Distriktpräsident)

Foto: H. Thönissen


In der Brückeausgabe September 1996 gab Familie Schuler die Geburt ihres ersten Sohnes bekannt.

NACHWUCHS BEI FAMILIE SCHULER

Beate und Martin Schuler freuen sich über die Geburt ihres ersten Kindes.

Jonathan Samuel Levin Schuler wurde am 14. August geboren. Er wiegt 3.770 Gramm und ist 58 cm groß.

Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!" (Phil. 4,6)


In der Brückeausgabe Juni 1998 wurde bekannt gegeben, dass Pfarrer Willy Flückiger als Hilfspfarrer pensioniert wurde und Familie Schuler nun das Pfarramt übernimmt.

STABWECHSEL

Nur wenige Schritte abseits der lärmenden Hauptverkehrsstraße kommt man zur evangelischen Johanneskirche in Neu-Moresnet mit dem angrenzenden kleinen Friedhof, gleich nebenan das freundliche Pfarrhaus mit seinem wohl bestellten Garten.

Wer immer seine Schritte hierhin lenkt, empfindet den wohltuenden Frieden dieses stillen Fleckchens, den Frieden, der sich auch auf den Gesichtern der Pfarrersleute widerspiegelte, denen man dort in den zurückliegenden Jahren jederzeit begegnen konnte.

Nach der Eheschließung 1964 zogen Rosmarie und Willy Flückiger hier ein und haben "Haus und Hof' stets gehegt und gepflegt, als ob es ihr eigenes war. Ihre 3 Kinder wuchsen hier heran, und mit den Jahren wuchsen auch die Aufgaben und Anforderungen in der Familie und vor allem in der Gemeinde. Wohl kaum jemals wurde ein Hilfesuchender hier abgewiesen. Immer war da die Bereitwilligkeit des Zuhörens, der barmherzigen Mitmenschlichkeit und der tatkräftigen Hilfe.

Nun ist die Pensionsgrenze erreicht, und mittlerweile hat sich - wohl nicht ganz unbemerkt, aber doch weitgehend lautlos und unauffällig - der Wechsel vollzogen:

Familie Flückiger fand ein neues Heim, und die junge Pfarrersfamilie Schuler, die schon bald zu viert sein wird, darf sich auf die neue Bleibe freuen. Möchte auch ihnen dort ein segensreiches Wirken beschieden sein!

So darf man sagen, dass nach fast 34 Jahren aufopferungsvollen Dienstes nun eine Ära zu Ende geht.

Euch, liebe Rosmarie und lieber Willy, sei Dank gesagt für Eure beispielhafte Arbeit in unserer Gemeinde. Gott schenke Euch viel Glück und Freude im neuen Heim und segne Euch jeden neuen Tag!

D. Vogel

Anmerkung der Redaktion: Einige Zimmer des Pfarrhauses werden zur Zeit noch renoviert. Familie Schuler wird voraussichtlich ab 1. August darin wohnen. Bis dahin trifft man sie noch in der Jansmühlesiedlung an.


In der Brückeausgabe Juli/August 1998 gab Familie Schuler die Geburt ihres zweiten Sohnes bekannt.

Familie Schuler freut sich über die Geburt ihres 2. Sohnes:

Samuel August Vincent

* 9.Juni 1998
56 cm groß
4400 Gramm schwer


Anlässlich seiner Geburt meldete sich Samuel Schuler in der Brückeausgabe September 1998 zu Wort:

Auf dem Bild da oben, das bin ich. Wahrscheinlich bin ich einer der jüngsten in der großen Familie "Kirchengemeinde Eupen - Neu-Moresnet".

Als ich auf die Welt kam waren meine Eltern ganz schön im Stress.

Papa und Mama hatten außer meiner Geburt den Kopf noch voll mit vielen anderen Dingen wie bevorstehender Umzug und Schule.

Doch nun ist alles wieder etwas ruhiger geworden.

Und darum möchte ich mich in diesem Rahmen bei meinen "großen Schwestern und Brüdern im Herrn" herzlich bedanken bei allen, die für mich und meine Eltern gebetet haben, ihnen geholfen, mitgetragen und mich reich beschenkt haben.

Euer Samuel Schuler


Bereits zwei Jahre später (Brückeausgabe Oktober 2000) besuchte der "Storch" das Pfarrhaus Neu-Moresnet erneut:

"Storch" besuchte mal wieder das Pfarrhaus in Neu-Moresnet

Es ist im evangelischen Pfarrhaus von Neu-Moresnet noch lebhafter geworden seit sich als fünftes Mitglied unserer Familie am 27. Juni 2000 Benjamin Caspar Immanuel hinzugesellt hat. Und mancher Anrufer wird bei einem Telefonat im Hintergrund ein Konzert wilder, weinender oder lachender Kinderstimmen hören.

Allzumal Benjamin schon eine beachtlich kräftige Stimme hat. Überhaupt hat er sich in den fast drei Monaten seines Erdendaseins schon gut entwickelt. Mit 6730g ist er ein kräftiger Bursche. Er beobachtet bereits interessiert seine Umwelt.

Jedenfalls möchten wir an dieser Stelle allen herzlich danken, die ihre Mitfreude über die Geburt unseres Benjamins zum Ausdruck brachten, für alles Gebet und alle Begleitung.

Zur Information: Am 1. Oktober soll Benjamin in Eupen getauft werden.

Familie Schuler

 

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Stand: 04. Juni 2010