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KonfirmandenWer 13 Jahre alt ist, kann mit dem Konfirmandenunterricht beginnen, der stets im September beginnt (Anmeldung bis zum 30. Juni an das evangelische Pfarramt in Eupen). Im Konfirmandenunterricht sollen die Schüler die wichtigsten
Grundlagen des christlichen Glaubens kennen lernen und mit den Besonderheiten
der Vereinigten Protestantischen Kirche in Belgien sowie unserer Kirchengemeinde
vertraut werden (siehe Informationsbroschüre).
Bekenntnisfeier:Jedes Jahr wiederholt sich die gleiche Erfahrung: Die Konfirmanden versprechen am Pfingstsonntag, dass sie Jesus nachfolgen und am Gemeindeleben teilnehmen wollen. Die meisten Jugendlichen, die dieses Versprechen ablegen, sieht man dann jahrelang nicht mehr im Gottesdienst oder bei anderen Gemeindeaktivitäten. Die Gründe, warum man die Konfirmation macht, können vielfältig sein: Manche Jugendliche werden von ihren Eltern oder Großeltern dazu gedrängt; andere befürchten auf eine feierliche Hochzeitszeremonie verzichten zu müssen, wenn sie keine Konfirmationsbescheinigung vorweisen können; wieder andere haben sich zwei Jahre lang den Konfirmandenunterricht über sich ergehen lassen, weil ihnen großartige Geschenke für ihren großen Festtag in Aussicht gestellt wurden. Was macht es da schon aus, wenn man im Konfirmationsgottesdienst vor Gott ein Versprechen gibt, das man gar nicht zu halten beabsichtigt. Der Zweck heiligt die Mittel. Und schließlich haben ja auch schon die Eltern in der Kirche Dinge versprochen, die sie nie gehalten haben. Gott wird das schon nicht so ernst nehmen. Aber ob der heilige Gott wirklich so großmütig über unsere oberflächlichen Zusagen hinwegsieht? Die heilige Schrift sagt: “Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten!” Gott nimmt uns beim Wort und er wird uns eines Tages fragen, warum wir unser Versprechen, bewusst mit Jesus zu leben und uns am Gemeindebau zu beteiligen, nicht eingehalten haben. Was soll man also tun? Soll man die ganze Konfirmationsfeier sausen lassen, weil man noch nicht bereit ist, in der Nachfolge Jesu zu leben? Soll man seinen Verwandten offen sagen, dass man noch nicht so recht an Jesus glauben kann? Was aber wird dann mit den ganzen Vorbereitungen für das Fest, die man getroffen hat? Und was ist mit den zwei Jahren Unterricht? Waren die dann völlig umsonst? Im Presbyterium haben wir uns ausführlich mit diesen Fragen beschäftigt und sind zu folgendem Entschluss gekommen: Wir wollen den Jugendlichen im Konfirmationsgottesdienst kein Versprechen mehr abverlangen. Wir wollen es vermeiden, dass sie sich zu Zusagen verpflichtet fühlen, hinter denen sie nicht stehen können. Auch wenn sie sich (noch) nicht zu einem Leben mit Jesus entschließen können, werden sie konfirmiert, wenn sie den Konfirmandenunterricht besucht haben. Dennoch wollen wir das Bekenntnis zu Jesus nicht einfach beiseite lassen. Denn “Konfirmation” heißt ja schließlich “Bekräftigung, Bestätigung”. Die Taufe, die die Eltern an ihrem Kind haben durchführen lassen, soll vom Jugendlichen bewusst angenommen werden. Die Vorentscheidung der Eltern soll bewusst bekräftig werden, indem man bekennt: “Ja, ich will zu Jesus gehören. Ich will ihn als Herrn meines Lebens annehmen.” Diese Zusage kann jedoch nur dann echt sein, wenn sie freiwillig geschieht. Deshalb laden wir die Konfirmanden am Sonntag vor der Konfirmation zu einer “Bekenntnisfeier” ein. Jeder, der seine Konfirmation bewusst als Glaubensbestätigung erleben möchte, kann daran teilnehmen. In dieser Feier besteht die Gelegenheit, sein Konfirmationsversprechen abzulegen, ohne dass man dazu gedrängt wird. In einem schlichten, besinnlichen Gottesdienst können die Jugendlichen ein bewusstes “Ja” zu Jesus und zu seiner Gemeinde sagen. Durch die gemeinsame Feier des Abendmahls soll dieser Bund besiegelt werden. |
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