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Hauskreise und Gesprächskreise - Die Lebenszellen der Gemeinde
Die Gemeinde im neuen Testament
- sie bilden eine Gemeinschaft (Apostelgeschichte 2,44)
- sie brachen in ihren Häusern das Brot (Apostelgeschichte 2,46)
- es gab unter ihnen keinen, der Not litt (Apostelgeschichte 4,34)
- So sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, als einzelne aber sind wir
Glieder, die zueinander gehören (Römer 12,15).
- freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden (Römer 12,15)
- Nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat (Römer 15,7).
- Sie bleiben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der
Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet (Apostelgeschichte 2,42).
Die erlebte Wirklichkeit in vielen Gemeinden
- ist dagegen oft: Anonymität
- Keiner kennt den anderen, und über Nöte spricht man kaum. So ist das
Anteilnehmen und Anteilgeben nur schwer möglich.
- Kirche und Leben fallen häufig auseinander, denn persönliche
Alltagsprobleme kommen in der Gemeinde selten zur Sprache.
Die Hauskreise in unserer Gemeinde
Die Hauskreise sind kleine Gruppen, die sich in regelmäßigen
Abständen in einer Privatwohnung oder in den Pfarrhäusern treffen. Wir kommen
damit dem neutestamentlichen Modell sehr nahe. Geleitet werden die Hauskreise
von erfahrenen langjährigen Mitarbeitern oder von unseren Pfarrern. Die
Teilnehmerzahl beträgt ca. 5 bis 15 Mitgliedern. Der Ablauf eines Abends bzw.
sein Inhalt sieht ungefähr folgendermaßen aus:
Dadurch entsteht Vertrauen untereinander, das auch über den
Kreis hinaus Auswirkungen hat.
Unser Ziel:
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Das allgemeine Priestertum aller Gläubigen wird gefördert,
denn die Leitung der Hauskreise wird auch von Gemeindegliedern wahrgenommen.
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Die Anonymität einer großen Gemeinde wird überwunden und
die im Glaubensbekenntnis bekannte Gemeinschaft etwas konkreter.
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Glaube und Alltag rücken näher zusammen.
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Gemeinde wird ein Stück Heimat.
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Mitarbeiter der Gemeinde finden einen persönlichen Rückhalt
für ihr Engagement.
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Neue Mitarbeiter werden hinzugewonnen.
Geschichtlicher Hintergrund
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Von den Christen der Urgemeinde wird berichtet, dass sie
sich neben den Zusammenkünften im Tempel in ihren Privathäusern trafen
(Apostelgeschichte 2,46; 5,42).
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Auch die Gemeinden, mit denen Paulus zu tun hatte, kamen in
den Häusern einzelner Gemeindegliedern zusammen (Römer 16,5,11; Kolosser 5,15,
u.a.).
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Luther beschrieb den Hauskreis in seiner Vorrede zur
deutschen Messe 1526 als dritte Form des Gottesdienstes. Während Luther
allerdings noch nicht die Menschen dazu fand, sein Vorhaben zu verwirklichen,
griff der lutherische Pfarrer Spener 1675 diese Konzeption auf und begann,
Hausbibelkreise aufzubauen. Seit dieser Zeit gibt es in unserer evangelischen
Kirche Hauskreise in unterschiedlicher Ausprägung und regional verschiedener
Verbreitungsdichte.
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Seit ca. 1975 ist die Zahl der Hauskreise nicht nur in der
evangelischen Kirche sprunghaft angestiegen. Der Hauskreis scheint eine Form
der Gemeindearbeit zu sein, die heute besonders anspricht. Gemeinden, in denen
die Zahl der "Aktiven" wächst, haben meist mehrere Hauskreise. Diese
Entwicklung kann in der katholischen Kirche ebenso festgestellt werden.
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