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WAS ICH MEINER GEMEINDE SAGEN
MÖCHTE
Krankheitszeit ist Segenszeit - wie
oft schon habe ich das an einem Krankenbett gesagt. Nun bin ich selbst
hinein genommen worden in diese Segenszeit. Ich bin nun schon über 14 Tage
arbeitsunfähig und weiß nicht, wie lange ich noch hier festgehalten werde.
Deshalb möchte ich heute diesen Brief an meine Gemeinde schreiben, denn
meine Gedanken sind immerzu bei Euch.
Wenn man so auf ein Nebengeleise
gestellt wird, ist man froh und dankbar für zuverlässige Mitarbeiter, und
ich sehe, wie das Presbyterium, der Verwaltungsrat, die Frauenhilfe und
die Küsterfamilie sich mit Freudigkeit und Intensität einsetzen.
Euch, meinen liehen Gemeindegliedern
darf ich deshalb sagen, dass hier nichts still steht.Das Werk des Herrn
geht weiter. Unser Vater im Himmel ist bei uns, er braucht den Pfarrer
nicht dazu. Aber Er braucht Euch, und ich bitte Euch, dass Ihr trotz
meiner Abwesenheit aktiv am Gemeindeleben teilnehmt. Wer z.B. den
Gottesdienst hält, tut es mit Liebe und vollem Einsatz - als Dienst für
die Gemeinde. Soll er vor leeren Bänken predigen?
Die Gottesdienste werden
genau so eingehalten, wie sie in der "Brücke" angegeben sind.
Die nächste "Brücke"
erscheint Anfang Juni. Sie wird sehr umfangreich sein, da diesmal alle
deutschsprachigen Gemeinden Belgiens mitarbeiten, wie wir es schon vor
einigen Wochen vorausgeplant hatten.
Folgende Mitarbeiter haben meine
Vertretung angenommen:
-
Für kirchliche Angelegenheiten
(Presbyterium, Taufen, Trauungen, Beerdigungen, Krankenbesuche): Herr W.
Flückiger, Tel. 52195. Die "Delegation Pastorale" ist für Herrn
Flückiger bei Herrn Pfarrer Kousbroek, dem Vorsitzenden des Heiligen
Amtes der Synode, beantragt worden.
-
Für Angelegenheiten des
Verwaltungsrates (Finanzen etc.): Herr O. Grote, Tel. 53453.
Sie können sich in jedem Fall mit
diesen Mitarbeitern in Verbindung setzen oder auch im Pfarrhaus Tel. 52195
anrufen. Die Mitarbeiter stehen mit mir in Verbindung, und ich kann sie
beraten.
Ich bin glücklich, dass ich damit
rechnen darf, dass Sie die Lage verstehen. Im Krankenhaus bin ich aufs
Beste versorgt, und habe alles was ich brauche, das darf ich Ihnen
versichern. Manche von Ihnen möchten mich vielleicht gerne besuchen. Da
mich aber Besuche sehr ermüden und ich die Stille hier dringend brauche,
bin ich froh, wenn Sie ganz einfach für mich beten.
Für Sonntag, den 26. Mai war unser
Familienausflug geplant. Wir haben beschlossen diesen Ausflug auf
später zu verschieben und rechnen mit Ihrem Verständnis. An diesem Sonntag
ist dann auch kein Gottesdienst.
"Denen aber, die Gott lieben, müssen
alle Dinge zum Besten dienen" sagte uns Paulus im Römerbrief und mit
diesem Wort wollen wir uns doch gegenseitig grüssen und trösten.
Euer Gemeindepfarrer
H. Amann |