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51. Jahrgang

Oktober 2008

Nr. 10

Verantwortlicher Herausgeber: Rolf Lander - Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Eupen - Neu-Moresnet

Inhalt:

 

Monatsspruch Oktober / Was ich der Gemeinde sagen möchte / Erntedank 

Monatsspruch Oktober

Du machst fröhlich, was da lebet im Osten wie im Westen.

Psalm 65,9


Ottomar Rothmann, ein ehemaliger politischer Häftling im Konzentrationslager Buchenwald, berichtet auf einer Internetseite von dem, was er in den letzten Tagen seiner Haft erlebte (www.kriegsende.ard.de).

Unter anderem heißt es dort: „Welch ein Glücksgefühl durchströmte mich, als die Sirenen Fliegeralarm gaben. Es klang wie Musik!“. Gleichzeitig verbreiteten gerade diese Sirenen und die damit verbundenen Angriffe bei vielen Menschen in der Bevölkerung Angst und Schrecken.

Ein und dasselbe Zeichen löst solch unterschiedliche Reaktionen aus: für die einen so schön wie Musik – für die anderen ein Lärm, der einen erschauern lässt. Die Unterdrückten, welche die späteren Sieger sein sollten, freuten sich, die Machthaber, welche dann alles verloren, fürchteten sich. Ähnlich verstehe ich den ganzen Vers 9 von Psalm 65. Dort heißt es: „Und so fürchten sich die Bewohner der Enden der Erde vor deinen Zeichen. Du machst fröhlich, was da lebet im Osten, wie im Westen.“

Auch hier geht es um Zeichen, die gegensätzliche Reaktionen auslösen. Die einen fürchten und erschrecken sich und die anderen macht Gott damit fröhlich. Vor allem diejenigen können sich freuen, die auf das Eingreifen Gottes warten (Vers 6). Es sind diejenigen, die in ihrem Herzen lebendig geworden sind, die sich nicht mit dem Toben der Völker, mit dem gottlosen Fressen und Gefressenwerden abgefunden haben. Mit Vers 9, dem Monatsspruch beginnt in Psalm 65 eine Wende. Nun ist nicht mehr die Rede vom Krieg, vom Toben und Brausen der Völker, sondern wie Gott das Land segnet. „Du lässest ihr Getreide gut geraten, denn so baust du das Land. Du tränkst seine Furchen und feuchtest seine Schollen (Vers 10b und 11).“ Oder der schöne Vers: „Gottes Brünnlein hat Wasser die Fülle. (Vers 10a)“

Ich denke, Gott will uns damit sagen: Es werden große furchterregende Zeichen und Dinge geschehen, Säbelrasseln, Kriegsgeschrei und Katastrophenberichte, welche die Menschheit erschrecken. Aber solange Gott dem Land noch seinen Segen schenkt, solange es milde regnet und solange das Korn kommt, kann sich das Volk Gottes darauf verlassen, dass die schrecklichen Zeichen Ankündigung der Befreiung einer geknechteten Schöpfung sind.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein fröhliches Erntedankfest und einen goldenen Oktober!

Ihr Pfr. M. Schuler


Was ich der Gemeinde sagen möchte

Liebe Leser,

darf man die Bibel beim Wort nehmen?

Als Christen wissen wir, dass die Bibel eine Botschaft Gottes an den Menschen enthält. In der Bibel will uns Gott etwas über sich selbst mitteilen und über das, was er von uns erwartet. Man kann die Bibel deshalb auch als den persönlichen Brief von Gott zu uns Menschen bezeichnen. Die Verfasser der biblischen Bücher weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie nicht aus sich selbst schreiben, sondern dass Gott selber hier spricht.

Aus diesem Grunde, glaube ich von ganzem Herzen, dass die ganze Schrift in ihrem Wortlaut auf Gottes Offenbarungswirken zurückgeht. Beim Lesen dieses letztes Satzes werden einige vielleicht besorgt die Augenbrauen hochziehen. Auf den ersten Blick sagt vielleicht so mancher: „Die Bibel darf
man nicht beim Wort nehmen. Man muss sie immer wieder neu interpretieren und so unserer Zeit anpassen. Denn, wenn wir die Bibel beim Wort nehmen würden, müssten wir glauben, dass Gott die Welt in sechs vierundzwanzigstündigen Tagen erschaffen hat und eine Evolution nicht stattgefunden habe. Wenn wir die Bibel beim Wort nehmen würden, müssten wir glauben, dass die etwa zehn Millionen Tierarten in die Arche Noah passten und dass Noah auch die Dinosaurier in seiner Arche gehabt hatte.

Wenn wir die Bibel beim Wort nehmen würden, müssten wir glauben, dass die Ordination von Frauen zum Amt der Kirche nicht richtig sei, denn Apostel Paulus habe sich im 1. Timotheusbrief gegen eine Lehrtätigkeit von Frauen gewandt“. Diese Art der Argumentation kenne ich.

Nun, was will ich dazu sagen? Der Grundsatz der Reformation war das „sola scriptura“ (allein die Schrift), das aber heißt auch „tota scriptura“ (die ganze Schrift). Die Berufung auf die Heilige Schrift war das Kennzeichen der Reformation. Egal ob lutherisch oder reformiert, man stand für das ein, was die Bibel sagt. Die Reformatoren standen zu ALLEN, was in der Bibel steht. Es wäre gut, wenn wir uns dieser Tatsache am Reformationstag erinnern würden.

Und jetzt noch etwas für die jüngere Leser: Wenn Du zwischen 16 und 29 Jahre alt bist und über die Bibel nachsinnen möchtest, dann lade ich dich herzlich zur Taizéfahrt ein, wo wir mit Jugendlichen aus allen Erdteilen den Gott der Bibel feiern wollen. Der Preis dieser Reise beträgt 88,00 € pro Person und beinhaltet die Busreise, den Aufenthalt vor Ort und die Versicherung.

In Jesus Christus mit Ihnen verbunden grüsst Sie alle freundlich,

Pfr. D. Tomczak


Erntedank

Der liebe Gott mit milder Hand
bedeckt mit Regen rings das Land.
Schon steht die Saat in voller Pracht,
ein Zeuge seiner Güt‘ und Macht,
nun ernte, Mensch, was du gesät,
sei froh und sprich ein fromm Gebet,
und gib von dem, was dir verlieh’n
auch deinen armen Brüdern hin.
So streust du neue Saaten aus,
und ew’ger Segen blüht daraus.
Dann wird dein Herz voll Sonnenschein
ein Erntefest des Lebens sein.

Musik / Besuchertag im Royal Ranger Camp

Musik

DAS LIED DES MONATS: EG 406

Der Text des Liedes beschreibt die Schönheit von Gottes Schöpfung. Strophe 5 +6 nehmen Bezug auf Psalm 8, der im Frühbarock zu den beliebtesten Texten der Komponisten zählte, z. B. von Heinrich Schütz, der ihn sowohl als 8-stimmigen Doppelchor und auch als geistliches Konzert für Tenor, 2 Violinen und BC vertonte.

Der Text stammt von dem deutschen Dichter und Theologen Christian Fürchtegott Gellert. Er verband aufgeklärte Vernunft mit biblischem Christentum. Er ist der Dichter von 5 Liedern im Evangelischen Gesangbuch.

Die Melodie besteht aus einem A und einem B Teil sowie aus einer Coda als Abgesang. Sie hat den Umfang einer kleinen Septime. Im 1. Takt wird schon die Sexte erreicht, was große Zuversicht ausdrückt. Man beachte, dass dieses Lied mit der Quinte und nicht mit dem Grundton beginnt. Dieser wird erst am Schluss des A Teils erreicht. Der Komponist des Liedes ist der Kantor Peter Sohnen aus Elbing in Westpreußen. Er war Herausgeber von Crügers „Praxis pietatis melica“, eines der berühmtesten Gesangbücher der Zeit.

JF


MUSIK PLUS GOTTESDIENST IN EUPEN am 19.10.08 um 10.40 Uhr.

HERMANN SCHRÖDER, 4 Stücke für Violine und Orgel , ARVO PÄRT: SPIEGEL IM SPIEGEL


Leserbrief

Beim Studium der letzten Brücke-Exemplare- man hat ja nicht immer Zeit-, fiel mir in Nummer 07 ein Artikel auf, der sich auf ein WEP-Team bezog. Neugierig wie ich immer schon bin, machte ich mir Gedanken, was sich denn hinter dieser Abkürzung- denn es ist wohl eine- verbergen mag ?

Ist es ein neudeutsches Wort, von denen viele in der Internet Periode entstanden sind, denen man nicht ausweichen kann, weil sie aus den USA herüberschwappen, so wie man Email liest und dabei an Emaille denkt, mit der manch ein Küchengerät überzogen ist. Oder ist es ein sogar in die kirchliche Sphäre eingeschlichenes Wort, durch welches man die schöne deutsche Sprache der Dichter und Denker, die Sprache Luthers, langsam aber mit viel Effekt verhunzen will?

So habe ich versucht, mir darüber Gedanken zu machen, was es denn heißen könnte dieses WEP ... Werde ehrlicher Protestant? Wähle ewiges Paradies? Willkommen eure Predigt oder, oder, oder?

Wenn man allerdings diese Comic-Figuren im Artikel bedenkt, möchte man meinen, es handle sich um eine (leider englisch) Soap-Opera in dieser doch eher zum Nachdenken und Aufbauen gedachten Postille. Und dann noch die Bekanntgabe des Catering-Teams bringt den Wink einer Portion mit sich.

Guten Appetit.

G. Martinius

Die Antwort auf diesen Leserbrief finden Sie weiter unten.


BEZAHLUNG DER BRÜCKE VERGESSEN?

Gelegentlich werden Brückemitarbeiter gefragt: „Habe ich denn meine Brücke dieses Jahr schon bezahlt oder nicht?“ Bei über 500 Abonnementen weiß natürlich niemand aus dem Kopf, ob das Abonnement jetzt bezahlt wurde oder nicht. Falls Sie es jedoch vergessen haben sollten, haben wir in diesem Monat zur Erinnerung einen kleinen Vermerk auf die Adressangabe gemacht. Dort können Sie erkennen, ob Sie daran gedacht haben oder nicht. Haben Sie das Abonnement vergessen, steht der grau unterlegte Vermerk: „Abonnement vergessen?“ Haben Sie bezahlt, so ist nichts vermerkt.

Stein der Erbauung / Das Wort dem Redaktionsleiter

Stein der Erbauung

Es war vor ungefähr zwei Jahren, als Klaus Dieter John, der Gründer des Diosipi Suana Hospitals in Peru, in unserer Gemeinde zu Gast war. Er erzählte von verschiedenen Schwierigkeiten, die er beim Aufbau des Spitals erlebte.

Einmal habe man beim Zoll eines seiner wichtigsten Werkzeuge für seine Vortragsreisen, einen Beamer willkürlich beschlagnahmt. Ein Beamer (nicht Beamter!) ist eine Art Projektor, mit dem man digitale Bilder auf eine Wand werfen kann. Trotz aller Versuche, trotz vieler Gebete seien die Beamten stur geblieben und hätten den Apparat behalten. Warum half Gott nicht?

Schließlich sei Dr. John in die Hauptstadt Lima gefahren, um ein neues Gerät zu kaufen. Er ließ sich mehrere Apparate zeigen, projizierte dabei die Bilder seines Vortrages an eine Wand. Dabei beobachtete ihn interessiert ein anderer Kunde im Geschäft. Schließlich sprach ihn dieser andere Kunde an, stellte sich als leitender Mitarbeiter einer Telekommunikationsfirma vor und lud ihn ein, seinen Vortrag in der Geschäftsführung der Firma zu halten. Ein Termin wurde vereinbart, und Dr. John hielt dort seinen Vortrag. Die Geschäftsführer waren so beeindruckt, dass sie sich entschlossen, dem Krankenhaus den Anschluss an ein Satellitenkommunikationsnetz und die gesamten Telefon- und Internetkosten für ein Jahr zu spendieren.

Bisher hatten andere Firmen sich geweigert, überhaupt eine Leitung so weit abseits zu legen. Für Dr. John und seine Mitarbeiter zeigte sich darin das wunderbare Eingreifen Gottes.

Mich ermutigte seine Erzählung. Konnte man doch erkennen, wie Gott gerade durch Schwierigkeiten und Nöte weiterhelfen und neue Perspektiven eröffnen kann.

Was man mit Gott erlebt hat, sollte man sich merken – „vergiss nicht, was Gott dir Gutes getan hat!“ Man kann damit auch andere ermutigen. Man kann sie „aufbauen“.

Das Brücketeam möchte dem „Stein des Anstoßes“ nun noch einen kleinen Bruder zur Seite stellen. Einen „Stein der Erbauung“. Darin sollen all diejenigen zu Wort kommen, die gemäß Jeremia 51,10, „Kommt, lasst uns erzählen die Werke des HERRN, unseres Gottes!“ etwas Ermutigendes mit Gott erlebt haben.

Jeder, der etwas Schönes mit Gott erlebt hat, kann an dieser Stelle etwas beitragen, um andere Brückeleser zu ermutigen.

Der „Stein der Erbauung“ wird sich dann mit dem „Stein des Anstoßes“ abwechseln.

MS


Das Wort dem Redaktionsleiter

Endlich ist wieder Wochenende, denkt er, die Woche war ziemlich anstrengend. Die langen Fahrten zur Arbeit, jeden Tag zehn anstrengende Stunden im Büro, Probleme über Probleme … aber nun ist ja endlich wieder Wochenende. Zeit, um mal wieder länger zu schlafen, mit den Kindern zu spielen, etwas zu lesen, mit der geliebten Frau ins Konzert gehen, die Seele baumeln zu lassen. Und das alles bei tollem Wetter, wie der Wetterbericht heute verkündete.

Aber Moment mal, da war doch was!? Seine Stimmung geht in den Keller, denn plötzlich wird ihm klar, dieses Wochenende bedeutet Arbeit, schwere Arbeit.

Direkt vor dem Haus sieht es aus wie auf einer Baustelle, die Erde ist aufgewühlt, Bauschutt liegt herum. Das alles soll in Ordnung kommen – dieses Wochenende. In der Frühe steht er mit Spitzhacke und Schaufel vor Ort und beginnt. Ist die Erde hier zäh und schwer, denkt er, und dauernd diese Steine im Erdreich. Die halten mich ganz schön auf! Wer hat denn diese schweren Brocken nur hier vergraben? Das sind echte Steine des Anstoßes, im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn wenigstens einige dabei wären, die ich verwenden könnte, die mir Freude schenken, weil sie später auf der neu errichteten Trockensteinwand die Blumen tragen.

Liebe Brückeleser,

seit nunmehr einem Jahr gibt es die Rubrik „Stein des Anstoßes“ in unserem Gemeindeblatt. Sie werden zustimmen, dass es einige schwere Brocken gab, die auch Anstoß erregt haben. Wer an diesen Steinen nicht zu Fall geraten will, muss wach sein und aufmerksam und agil. Das wollten und wollen wir erreichen. Nun aber soll dem anstößigen, aufrüttelnden, unbequemen und manchmal schmerzhaften Stolperstein auch ein Stein beigefügt werden, der wohl tut. Wir wollen ihn, bzw. die Rubrik, in unserem Gemeindeblatt „Stein der Erbauung“ nennen. Artikel unter dieser Überschrift sind Zeugnisse über wichtige Bausteine unseres Glaubens, unserer Erfahrungen mit dem Haus Gottes, unseres steingepflasterten Weges mit und zu Jesus.

Sicherlich haben Sie rückblickend auf Ihren bisherigen Lebensweg wesentliche Dinge zu berichten, können christliches Zeugnis geben oder aufbauend Erbauliches berichten! Dann senden Sie uns bitte Ihre Beiträge für die kommenden „Steine der Erbauung“.

HT

Gedanken zur Reformation

Scheen gudn Daach an de Gemeende där Briggeläsoor,
nu is där Räformadionsdaach och schon glei widder dah …

kaum zu glauben, wäre Martin Luther seinerzeit als Reformator in Nordrhein Westfalen unterwegs gewesen, würden wir womöglich heute alle sächseln. Dann gäbe es auch in Aachen Ende Oktober Reformationsbrötchen aus Stollenteig mit rotem Marmeladenklecks in jeder Bäckerei zu kaufen. Das Brötchen symbolisiert nämlich die Lutherrose, das Familienwappen des Reformators und ist in Sachsen ein traditionelles Gebäck zum Angedenken an die Reformation und das reformatorische Wirken Luthers in der Gegend. Am 31. Oktober 1517 hatte Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche an die Schlosskirche zu Wittenberg genagelt und damit den Beginn der Reformation der katholischen Kirche eingeleitet. Sie brachte einen tiefen Kirchenspalt zwischen uns Protestanten und den katholischen Mitchristen, der bis heute seine Spuren hinterlassen hat. Denken Sie z.B. an die blutigen Auseinandersetzungen des 30-jährigen Krieges oder auch die unterschiedlichen Ansichten zum heiligen Abendmahl.

Am 31. Oktober ist zum 490igsten Mal Reformationstag. Lassen Sie uns den Gedanken der Reformation aufgreifen und weiter protestieren gegen den Unglauben unter den Menschen und helfen Sie der Ökumene, unsere Kirche zu reformieren.

Wussten Sie eigentlich, dass Aachen im Jahr 1550 für kurze Zeit mehrheitlich protestantisch war? Die ersten reformierten Gemeinden entstanden in Lürken, Stolberg und Zweifall. In der Gemeinde Stolberg befindet sich übrigens heute noch die evangelische Vogelsangkirche. Sie wurde im Jahr 1647 errichtet und gilt als die älteste evangelische Kirche in unserer Region.

Der Westfälische Friede beendete 1648 den Dreißigjährigen Krieg und die blutigen Kämpfe zwischen Reformation und Gegenreformation. Der Friede wurde seinerzeit zeitgleich, koordiniert durch Kanonenschüsse, in Münster und Osnabrück geschlossen. Fortan bestimmte jeder Kurfürst, welche Religion in seinem Fürstentum regierte. Cius regio, eius religio. Weitestgehend ist diese religiöse Lastigkeit bis heute erhalten geblieben und zeigt sich in der Konfessionsverteilung der Bundesländer Deutschlands und in Benelux. Nebenbei, maßgeblich hat die Reformation der Schwedenkönig Gustav Adolf unterstützt. Er stützte die Protestanten im Kampf, bis er nahe Leipzigs, in Lützen, durch eine Kugel fiel. Die Leipziger haben in seinem Angedenken u.a. ein Bier nach ihm genannt, das Schwedenquell, und den Ort, an dem er tot aufgefunden wurde, auf ewig den Schweden für einen Ort des Andenkens verpachtet.

Erst lange Zeit später wurde durch das Toleranzedikt des österreichischen Kaisers Joseph II der evangelische Glaube 1781 zur geduldeten Konfession. Um 1800 erlangten die evangelischen Christen die faktische Gleichberechtigung. Bis dahin fanden evangelische Gottesdienste zumeist heimlich oder in anderen Gebieten statt, etwa im niederländischen Vaals.

HT

Die Schriftrollen von Qumran / Antwort auf den Leserbrief

Nicht das verlorene Schaf, sondern die entlaufene Ziege, soll die Ursache für die wohl wichtigsten archäologischen Funde des vergangenen Jahrhunderts sein.

So suchte Muhammed adh-Dhib vom Stamme der Ta‘amira-Beduinen seine Ziege. Er stieg den Steilhang an der Westküste des Toten Meeres herab und versuchte die Ziege, durch Steinwürfe in den verschiedenen Höhlen, aufzuschrecken. Doch anstelle von „Ziegengemecker“ hörte er, wie Ton zersprang, als er einen Stein in eine besonders kleine Höhlenöffnung warf. Neugierig geworden, kletterte er in die Höhle und staunte nicht schlecht. An der Wand waren 45 Tonkrüge ordentlich nebeneinander aufgestellt und ein Tonkrug war durch seinen Steinwurf entzweigegangen. Aufgeregt lief er nach Hause und erzählte seinen Stammesbrüdern von seinem Fund.

So ähnlich wird es wohl gewesen sein, als im Frühling 1947 die erhaltenen Schriftrollen in der Nähe von Khirbet Qumran, einer Ruinenstätte im Westjordanland am Toten Meer, gefunden wurden. Bis 1956 hatte man weitere zehn Höhlen mit den Überresten von nahezu 900 – aber leider in Bruchstücke
zerfallene - Schriftrollen aufgefunden Alle Funde stammen aus der Zeit zwischen dem dritten Jahrhundert vor Christus und der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts nach Christus. Die Schriftrollen vom Toten Meer, auch Schriftrollen von Qumran oder Qumran-Rollen genannt, beinhalten liturgische Schriften und Inventarlisten, davon den größten Teil der bekannten Biblischen Schriften des Alten Testaments bzw. des Tanach (Heilige Schrift des Judentums). Die längste der Schriftrollen stellte sich als eine Abschrift des Prophetenbuches Jesaja heraus. Außerdem enthalten die Schriftrollen bekannte und bislang unbekannte Apokryphen, d.h. außerbiblische Schriften, und solche die man einer sektiererischen Glaubensgemeinschaft zuordnet, von der nicht genau bekannt ist, um welche es sich handelt.

Heute, nachdem mehr als 50 Jahre seit dem sensationellem Fund vergangen sind, haben die Schriften von Qumran immer noch nicht ihre Brisanz und ihren Reichtum eingebüsst. Mehr zu den Funden, deren theologischer Bedeutung und dem aktuellen Umgang mit den Schriften und deren Inhalt werden
wir in den nächsten Brückeausgaben berichten.

Fortsetzung folgt ...
Felicitas Thom


Antwort auf den Leserbrief (Leserbrief siehe weiter oben)

Lieber Herr Martinius,
liebe Brückeleser und -leserinnen,

in meiner Aufregung und Nervosität, für die Brücke einen Artikel über den WEP zu schreiben, habe ich gar nicht mehr daran gedacht, eine Erklärung abzugeben über den Namen „WEP“. Nach vier Jahren WEPGeschichte, nach ungefähr 17 WEP Gottesdiensten, nach ungefähr 850 Flyern (= klein gedruckte Einladungen) und vielen Plakaten, die in den Schaukästen von Eupen und Neu-Moresnet aufgehängt waren, dachte ich, dass die Bedeutung des Wortes „WEP“ allgemein bekannt wäre.

Ein Irrtum! Wie sich herausstellt … Was mir auch sehr leid tut… Bevor ich aber dieses Geheimnis lüfte, möchte ich mich herzlich für die Bedeutungsvorschläge über das Wort „WEP“ von Herrn Martinius bedanken! Denn auf „Wähle ewiges Paradies!“ wären wir nicht gekommen… Dieser Vorschlag ist einfach genial.

Nun kommen wir zu unserem Geheimnis: WEP bedeutet: Worship Evenig with Prayer. Es heißt übersetzt: „Lobpreisabend mit Gebet“. Die Abkürzung „LAG“ fanden wir für einen Jugendgottesdienst nicht einladend genug und so übersetzten wir es ins Englische, was bei uns jungen Leuten völlig normal ist, und wir fanden, dass das Wort „WEP“ richtig „cool“ (auf deutsch: fantastisch) klingt. Die Ironie des Ganzen ist, dass worship evening with prayer im Englischen völlig unkorrekt ist – grammatikalisch gesehen natürlich. Mehrere Gemeindemitglieder, deren Muttersprache englisch ist, haben uns freundlicherweise darauf hingewiesen, dass es eigentlich worship and prayer evening heißen müsste… Also wirklich! „WAPE“ ist ja noch schlimmer als die Abkürzung „LAG“ … Ne, ne, … wir jungen Leute bleiben trotz falschem Englisch bei unserem WEP, aber wir werden uns doch überlegen, ob wir in Zukunft nicht lieber auf die Erklärung „Wähle Ewiges Paradies!“ zurückgreifen wollen. Hmmm …

Stefanie Plumanns

Aus der Gemeinde - Für die Gemeinde

GOTTESDIENSTE

So 05.10.

09.30 Uhr

Neu-Moresnet

Familiengottesdienst zum Erntedankfest [F]

 

10.40 Uhr

Eupen

Familiengottesdienst zum Erntedankfest [T]

So 12.10.

10.40 Uhr

Eupen

Lobpreisgottesdienst [S]

So 19.10.

09.30 Uhr

Neu-Moresnet

Gottesdienst zum 22. So nach Trinitatis mit Abendmahl (+ Kigo) [T]

 

10.40 Uhr

Eupen

Musikplusgottesdienst mit AM [T]

So 26.10.

10.00 Uhr

Eupen

Gottesdienst zum Reformationstag [S]

So 02.11.

09.30 Uhr

Neu-Moresnet

Gottesdienst zum 24. Sonntag nach Trinitatis (+ Kigo) [S]

 

10.40 Uhr

Eupen

Gottesdienst zum 24. Sonntag nach Trinitatis mit Pfr. Schippers und einem Handglockenchor [S]

RADIOANDACHT - Evangelium in unserer Zeit - UKW 93,2 MHz

So 19.10.

07.30 Uhr

BRF2

Pfarrer Martin Schuler

 

18.15 Uhr

BRF2

Wiederholung der Sendung vom Vormittag

So 26.10.

10.00 Uhr

BRF2

Übertragung des Reformationsgottesdienstes

HAUSKREISE

Hauskreis Wellach Schossenter Str. 4, Raeren

Mo 06.10.

19.30 Uhr

Raeren

Bibelgespräch [T]

Hauskreis Raeren bei Familie Schumacher, Neustr. 1, Raeren

Di 21.10.

20.00 Uhr 

Raeren

Bibelgespräch [S]

Hauskreis Hergenrath im Pfarrhaus Neu-Moresnet

jeden Di.

09.30 Uhr

Neu-Moresnet

Hebräerbrief [R]

BIBELSTUNDE

Di 07.10.

19.30 Uhr

Neu-Moresnet

Apostelgeschichte [S]

Di 14.10.

19.30 Uhr

Eupen

Apostelgeschichte [S]

Di 21.10.

19.30 Uhr

Neu-Moresnet

Bergpredigt [R]

Di 28.10.

19.30 Uhr

Eupen

Thema noch offen [T]

FRAUENFRÜHSTÜCK (Pfarrhaus)

Mi 01.10.

09.15 Uhr

Neu-Moresnet

Sprechen im Futur [S]

Mi 08.10.

09.15 Uhr

Eupen

Thema

Mi 15.10.

09.15 Uhr

Neu-Moresnet

Thema

Mi 05.11.

09.15 Uhr

Neu-Moresnet

Gottes Sprachrohr sein

ELTERN / KIND SPIELGRUPPE (Pfarrhaus)

Dienstags außer 7.10.

15.30 Uhr

Neu-Moresnet

Spielen und Basteln mit Kindern

CHOR (Pfarrhaus)

Freitags

19.15 Uhr

Eupen

Chorproben

Verwaltungsrat

Mi 22.10.

20.15 Uhr

Eupen Pfrh.

Sitzung

Presbyterium

Do 09.10.

19.30 Uhr
20.00 Uhr

Neu-Moresnet
 

Gebet

Sitzung

Do 23.10.

20.00 Uhr

Neu-Moresnet

Hauskreis

KONFIRMANDEN

1. Jahrgangsstufe:

17.-19.10

-

Nessonvaux

Konfirmandenwochenende

2. Jahrgangsstufe:

17.-19.10

-

Nessonvaux

Konfirmandenwochenende [S]

EX-Konfirmanden (ab 16 Jahre) + Jugendgruppe:

30.10.-2.11

-

-

Fahrt nach Taizé [T]

Jugendgruppe

Sa

18.00 Uhr

Neu-Moresnet

 

ROYAL RANGER (Pfadfindergruppen)

Mäuschen (Starter = Jungen und Mädchen von 5-8 Jahren)

Sa 11.10.

15.00 Uhr

Neu-Moresnet

Teamtreffen

Sa 25.10.

15.00 Uhr

Neu-Moresnet

Teamtreffen: Basteln

Delphine (Kundschafter = Mädchen von 9-12 Jahren)

Sa 11.10.

15.00 Uhr

Neu-Moresnet

Teamtreffen

Sa 25.10.

15.00 Uhr

Neu-Moresnet

Teamtreffen: Zunder und Holzarten

Polarwölfe (Kundschafter = Jungen von 9-12 Jahren)

Sa 11.10.

15.00 Uhr

Neu-Moresnet

Teamtreffen

Sa 25.10.

15.00 Uhr

Neu-Moresnet

Teamtreffen: Wanderstabbastelaktion

Hühner (Pfadfinder = Mädchen 12 - 14 Jahre)

Sa 11.10.

18.00 Uhr

Eupen

Teamtreffen

Sa 25.10.

18.00 Uhr

Eupen

Teamtreffen

Geckos (Pfadranger Mädchen und Jungen ab 15 Jahren)

Do 09.10.

20.00 Uhr

Walhorn

„Geistlicher Kampf Teil 1“

Do 23.10.

18.00 Uhr 

 Kelmis

„Geistlicher Kampf Teil 2“

GEBET

jeden Do

19.00 Uhr

Neu-Moresnet

Gebet in der Kirche

KONZERTE

Fr 10.10.

20-23.00 Uhr

Eupen, Kirche

Spirituelle und meditative Musik (Veranstalter: Frau Orban)

Mi 22.10.

19.00 Uhr

Membach, Kirche

Musikalische Vesper

FREUD UND LEID

Am 17. 08. wurden Susanne und Peter Schuller aus Walhorn in der Friedenskirche getauft.

Am 24.08. wurde Evelyn Landercy, Tochter von Natalya und Olivier Landercy in Neu-Moresnet getauft.

Am 07.09. wurde Alica Chuets Tochter von Sergiej und Lina Chuets aus Eupen in der Eupener Friedenskirche getauft.

Am 06. September heirateten in der Johanneskirche zu Neu-Moresnet Oliver Stünkel und Katja Schulz.

Am 09. September starb Edeltraut Knops, geb. Bunk, aus Moresnet im Alter von 84 Jahren. Die Trauerfeier fand in der Kelmiser Johanneskirche statt und sie wurde in Gemmenich beigesetzt.

Am 16. September starb Frau Christiane Heuschen, geborene Schneider, aus Eupen im Alter von 51 Jahren. Die Trauerfeier fand in der Eupener Friedenskirche statt.

REDAKTIONSSCHLUSS FÜR DIE NÄCHSTE AUSGABE: 10. Oktober 2008

ANSPRECHPARTNER

Pfarrer Martin Schuler, Hasardstr. 8, 4721 Neu-Moresnet, Tel.: 087 63.04.85

Pfarrer Darius Tomczak, Hookstr. 40, 4700 Eupen, Tel.: 087 74.21.95

Teamleiter ROYAL RANGER:

Starter (Mäuschen): Stefanie Plumanns Tel.: 087 31.66.15

Kundschafter Mädchen (Delphine): Elisabeth Recker Tel.: 087 65.26.49

Kundschafter Jungen (Polarwölfe): Jens Stiedenroth Tel.: 087 65.61.59

Hühner: Charlotte Knittel Tel.: 087 65.93.79, Miriam Manderfeld Tel.: 0475 86.22.92

Geckos: Stefanie Plumanns Tel.: 087 31.66.15, Alexander Kever Tel.: 087 78.72.65

Frauen-Frühstücks-Treffen mit Evelyne Reinhardt „Geschenke der Hoffnung“, Bonn.

Zu unserem Frauen-Frühstücks-Treffen am 8. Oktober 2008 haben wir die o.g. Referentin eingeladen.
Sie wird einen Film zeigen und ausführlich darüber informieren, was mit unseren Spenden für „Weihnachten im Schuhkarton“ geschieht. Unsere Gemeinde beteiligt sich an dieser Aktion in Zusammenarbeit mit den Baptisten in Aachen seit vielen Jahren.

Die Referentin wird mit uns frühstücken und nach dem Vortrag alle unsere Fragen beantworten. Wir treffen uns um 9.00 Uhr im Pfarrhaus Eupen und möchten alle Interessenten recht herzlich dazu einladen.

Um das Frühstücks-Buffet besser planen zu können, bitten wir um eine ANMELDUNG BIS ZUM 6. OKTOBER, und zwar in Eupen bei Dorothea Vogel, Tel. 087/744097 oder in Kelmis bei Gisela Plumanns, Tel. 087/353448. Es wird um einen Unkostenbeitrag in Höhe von 5 € gebeten. Wir freuen uns auf Euch!

Das Frauen-Frühstücks-Team / Dorothea Vogel

Erntedank

In Kelmis sowie in Eupen können Kinder mit kleinen Körbchen Erntegaben zum Altar bringen. Damit wollen Christen ihren Dank ausdrücken gegenüber dem Schöpfer, der uns „täglich und reichlich“ versorgt hat.

In Kelmis wird die Handpuppe Lucy mit ihrem Team den Familiengottesdienst mitgestalten.

Gottesdienst mit Pfr. Schippers:

Im Mai besuchte Pfr. Schuler mit dem Chor Nota Bene die evangelische Friedenskirche in Eschweiler. Nun freuen wir uns auf einen Gegenbesuch. Pfr. Schippers wird mit einem Handglockenchor in der Eupener Friedenskirche zu Gast sein und die Predigt halten.


Reformationsgottesdienst

UND WINTERZEIT:

Wie in jedem Jahr überträgt der belgische Rundfunk den Reformationsgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Eupen / Neu-Moresnet in seinem zweiten Programm am 26.10.08. Darum kommen Sie bitte pünktlich um 10.00 Uhr Winterzeit, die an diesem Tag beginnt.


Abwesenheiten der Pfarrer und des Organisten:

PFR. SCHULER

wird vom 03. bis 05. Oktober zu einer Konferenz in die Schweiz reisen.

PFR. TOMCZAK

befindet sich vom 11.-18.10. auf den Spuren des Paulus in der Türkei und von 30.10. - 02.11. begleitet er Jugendliche nach Taizé.

J. FLEU

befindet sich vom 07.10. bis 14.10. auf einer Konzerttournee durch Deutschland.


Ein Witz

Oma im Beichtstuhl: „Herr Pfarrer, ich habe einen jungen Mann verführt!“

Der Geistliche: „Na hören Sie mal, ich glaube Ihnen ja fast alles, aber das doch nun wirklich nicht!“

„Na ja, es ist zwar schon über 60 Jahre her, aber ich beichte es halt noch immer gern!“


Aktuelle Geburtstage, wir gratulieren herzlich:

Ruth Scholz

in Hergenrath am 08.10.1929 zu 79 Jahren
Hildegard Verheyen in Baelen am 10.10.1937 zu 71 Jahren
Christel Kaiser in Membach am 11.10.1929 zu 79 Jahren
Helmut Linde in Neu-Moresnet am 12.10.1934 zu 74 Jahren
Elfriede Bührlen in Eynatten am 12.10.1935 zu 73 Jahren
Ruth Close-Schröder in Kelmis am 13.10.1935 zu 73 Jahren
Hans Duddeck in Membach am 16.10.1934 zu 74 Jahren
Gertrud Hartmann in Eupen am 19.10.1920 zu 88 Jahren
Helmut Bitter in Neu-Moresnet am 21.10.1927 zu 81 Jahren
Maria Binger in Eupen am 22.10.1938 zu 70 Jahren
André Wintgens in Kettenis am 01.11.1920 zu 88 Jahren
Ingeborg Lowitzki in Eynatten am 03.11.1933 zu 75 Jahren

Impressum - Verantwortlicher Herausgeber: (Presbyter) Rolf Lander - Verleger: Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Eupen - Neu-Moresnet - Redaktionelle Leitung: Hans Thom thom@cecete.de, Adressenänderungen und Kontakt: Pfr. Martin Schuler, Hasardstr. 8, B-4721 Neu-Moresnet - Layout: Sabine Plumanns -  Korrektorin: Rosi Nyssen; Verantwortlich für Musik: Johannes Fleu; Druck: print & mail factory - Aachen - Auflage: 650 Stück - Brückekonto: 741-1187533-18; IBAN BE50.7411.1875.3318 BIC: KREDBEBB.

 

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Stand: 07. Mai 2010