(Ausgabe für alle deutschsprachigen Gemeinden in Belgien)

8. Jahrgang                                                 Eupen, September 1965                                                 Nr. 9

Inhalt:

Kirchentag in Köln 
Werden die Kirchen immer leerer?
Vergesse ich dein, Jerusalem!
Aus der Gemeinde - Für die Gemeinden

Kirchentag in Köln 

In der Freiheit bestehen - Arbeitstagung und keine «Mustermesse».

Der 12. Deutsche Evangelische Kirchentag in Köln war geprägt von dem Bemühen um ernsthafte Arbeit und eine dem anspruchsvollen Thema angemessene Nüchternheit. Zwar wurden immer noch sehr viele verschiedene Veranstaltungen geboten, aber die Gesamtzahl der Vorträge, Ausstellungen, Bibelarbeiten, Podiumsdiskussionen usw. war zahlenmäßig stark beschränkt worden - 500 gegenüber 800 beim Dortmunder Kirchentag im Jahre 1963. Es war für den einzelnen Besucher unmöglich, durch Wechsel von Arbeitsgruppe zu Arbeitsgruppe einen Gesamteindruck zu bekommen. Man musste sich schon auf einen Arbeitsbereich beschränken. Diese Konzentration der Zuhörer, die keineswegs nur passiv blieben, gab dem Kirchentag seine besondere Note. Sehr stark besucht waren die von der Jugend gestalteten Gottesdienste in neuer Gestalt.

Die Forumveranstaltungen waren durchweg gleichmäßig stark besucht. Nur die Reihe Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft fiel mit durchschnittlich 700 Besuchern stark ab. Der Kirchentag sollte es sich angelegen sein lassen, die Gründe dafür zu suchen. Die Abendveranstaltungen mit Eigenproduktionen des Kirchentages fielen zum Teil stark ab, gegenüber dem hohen sonstigen Niveau dieses großen Treffens der Evangelischen Christenheit.

Die jüngere Generation hat in guter Partnerschaft mit den Gründern ihren Platz und ihren Stil auf diesem Kirchentag gefunden. Es war erfreulich zu sehen, dass sie nicht resigniert vor der Last der Tradition und der Ungewissheit der Zukunft, sondern, dass sie in die Mitarbeit und Mitverantwortung tritt. Gegenüber Dortmund hat der Kirchentag an Substanz und Glaubwürdigkeit gewonnen.

Ein besonderer Dank wurde seitens der Kirchentagsleitung gegenüber der Kölner Bevölkerung für ihre Gastfreundschaft und der katholischen Kirche ausgesprochen, die diesem Kirchentag nicht nur höfliches Interesse entgegenbrachte, sondern ihn in herzlicher Verbundenheit verfolgt habe.

Insgesamt wurde deutlich, dass das Unternehmen Kirchentag den Wandel vom Treffen der Gemeinde, die sich vor sich selbst bestätigt zum weltoffenen, kritischen und nüchternen Arbeitsforum vollzogen hat. Es ist zu erwarten, dass er der Kirche wirkliche Impulse zu geben vermag.

Pfarrer Wolfgang Rehbein.


20.000 beteten unter Flutlicht...

Die armen Journalisten verarbeiten die Vorgänge des Kirchentages mit den Kunstgriffen, die sie auch sonst anzuwenden pflegen und die sich im Blick auf ihr Publikum ja wohl bewährt haben müssen - wenigstens nach ihrer eigenen Meinung. Freilich geht es nach unserem Dafürhalten oft arg daneben. Und angesichts des Kirchentages ist ihre Hilflosigkeit immer wieder offenkundig. Es ist ja auch wirklich nicht so einfach, hierzu etwas Sachgemäßes zu schreiben.

Wir waren am Nachmittag dieses Tages um 17 Uhr in verschiedenen Kirchen Kölns und in Hallen des Messegeländes in Deutz zu richtigen Gottesdiensten zusammen gewesen. Damit hatte der Kirchentag angefangen. Es waren Gottesdienste mit sehr vielen Menschen, es waren sehr festliche Gottesdienste; es gab in einigen von ihnen das technische Herumgewirtschafte von Hörfunk und Fernsehen - und doch waren es wirkliche Gottesdienste mit ganzer Konzentration.

Nun waren wir ein bis zwei Stunden später auf dem Wege zum Stadion in Müngersdorf - ein bisschen hastig, wie oft bei solchen Sachen, und doch auch in einer gewissen bewegten Erwartung der großen Gemeinschaft der Schwestern und Brüder. Jedenfalls hatten wir nun nicht mehr eine Mischung von Gottesdienst und Kundgebung vor uns wie bei früheren Kirchentagen. Dies beides so deutlich zu unterscheiden ist einer von den klärenden Neuansätzen in den Formen des Kirchentages, die alle in der gleichen Richtung gingen: Versachlichung und Abbau eines gewissen, bisher geübten pneumatischen Stiles.

Vor dem Stadion, wo die Scharen sich verdichten, gibt es Würstchenstände. Nicht unwichtig. Es wird in diesen Tagen noch öfter darauf ankommen, dass man in fünf oder zehn Minuten noch schnell eine Möglichkeit findet, im Laufschritt zwischen zwei Veranstaltungen etwas zu essen.

Ein paar Schritte weiter stehen die uniformierten Christinnen der Evangelischen Marienschwesternschaft, die sich äußerlich auf den ersten Blick kaum von irgendwelchen Diakonissen unterscheiden. Sie überreichen uns mit frommer Graphik bedruckte Handzettel, Einladungen zu ihren «Ruferspielen». - Diese Ordensfrauen sind sicherlich eine von Gott erweckte und darum zu hörende Stimme in der jüngsten Geschichte unserer Kirche.

An einem der darauf folgenden Abende wird eine ganze Reihe von Marienschwestern ostentativ die Sporthalle verlassen, als Lotte Lenya im Rahmen eines Brechts-Abends einige Songs von Bert Brecht singt. Als ich mir dann meinerseits eines ihrer Ruferspiele ansah, habe ich mich freilich gefragt, ob Sünde und Not unserer Welt nicht doch bei Bert Brecht wesentlich ernster genommen sind als bei den Marienschwestern. Was sie in ihren Ruferspielen machen, ist kitschige Liebhaberbühne. Gott entnimmt seine Berufenen nicht ein für alle Mal der Möglichkeit der Schwärmerei und Verirrung.

Nun aber zur Eröffnung im Stadion selbst: Es ist nicht gefüllt, aber vielleicht sind es tatsächlich doch 20.000, die gekommen sind. Kardinal Frings und Bundespräsident Lübke und eine Reihe anderer gewichtiger Leute sind auch dabei. Natürlich sind die Posaunen da - sicherlich ein paar Hundert. Und in der Tat fängt es bald an, dunkel zu werden, und die Flutlichtlampen werden eingeschaltet. Wir singen «Du, meine Seele, singe». Der neue Präsident des Kirchentages - Dr. Richard von Weizsäcker spricht die Eröffnungsworte nüchtern gleichwohl frisch, nichts Gesuchtes darin. Die qualifizierte, aufs äußerste, engagierte Sprache der Fachleute heutiger Welt, die ein gut Teil des Kirchentages bestimmen sollte, deutet sich hier bereits an.

Dann Theo Burauen, der Oberbürgermeister von Köln, Dr. Franz Meyers, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Dr. Roesen vom Zentralkomitee der Deutschen Katholiken - alle mit Grußworten. Gute Worte ohne Pathos und mit vielen gesunden Gesichtspunkten, deretwegen man es diesen Leuten abnimmt, dass sie wirklich etwas für den Kirchentag übrig haben. Klar, dass das immer besser und vernünftiger werdende Verhältnis der Konfessionen wiederholt angesprochen wird.

Dann der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Scharf, der m. E. unnötigerweise und deshalb etwas peinlich auf die dem Kirchentag vorausgegangenen grundsätzlichen Diskussionen über die weitere Berechtigung des Kirchentages und zumal seine neue Richtung eingeht und versichert, man sei und bleibe sich darüber einig, dass der Kirchentag eine Lebensäußerung der Evangelischen Kirche in Deutschland sei. Ob wohl jemand der Zuhörer von sich aus auf den Gedanken gekommen wäre, das in Frage zu stellen? Nach dem Kirchentagslied «Nun lasst uns Gott dem Herren Dank sagen und ihn ehren» spricht D. Klaus von Bismarck, Vorsitzender des Vorbereitenden Ausschusses, Intendant des Westdeutschen Rundfunks, zur Sache Kirchentag. Er sagt, dass die Zeiten vorbei seien, in denen der Kirchentag noch als eine Massenselbstbestätigung der evangelischen Christen aufgefasst werden konnte. Es gäbe manchen Zachäus unter den Teilnehmern, der gleichsam auf dem Baum sitzend nur erst einmal sehen wolle, ob Christus hier wohl wirklich vorübergehe und wer er denn wohl sei heute. Es gäbe freilich auch manchen Pflüger unter den Teilnehmern - nach Lukas 9 - der entschlossen sei, den Weg gemeinsam mit den Anderen nach vorn zu suchen und nicht zurückzuschauen - auch nicht auf das, was Kirchentag einmal gewesen sei.

Von der Solidarität der Fragenden und Hoffenden spricht v. Bismarck.

Um drei Dinge gehe es:

  1. sich in der gegenwärtigen Lebenssituation zurechtzufinden, sich dabei von Wissenschaftlern und anderen Fachleuten helfen zu lassen und auch mit Andersgesinnten dabei zusammenzuarbeiten;

  2. die Ursprünge, aus denen wir kommen, aufzuhellen - vor allem, weil wir das Hindurchgehen durch unsere jüngere Vergangenheit - die Zeit des Nationalsozialismus nämlich - noch immer nicht hinter uns haben;

  3. mit höchster geistiger Anstrengung die zukünftige Entwicklung mitzusteuern.

Und es dürfe ruhig ausgesprochen und müsse sogar ins Auge gefasst werden, dass der Teufel in Gestalt von Vorurteil, Resignation und Angst diesen Aufgaben entgegenarbeite.

Der Kirchentag möge, wenn es gut gehe, zu einem Stück durch das Wort geheiligter Welt werden.

So weit v. Bismarck.

Umrahmt von einigem Neugeschriebenem an Musik und Liedern bekommen wir nun etwas geboten, das auch fürs Auge ist - bunt und großzügig im weiten Feld des Stadions und im Scheinwerferlicht. Ulrich Kabitz, der bewährte Laienspielmann, hat für diesen Abend das Spiel «Ein fahrendes Volk» entworfen. Um es gleich zu sagen: Es ist ihm nicht so gut geraten wie manches seiner Stücke zuvor.

Der närrische prophetische Außenseiter Simeon, der dem breiten Volk von Edessa und seinem Bischof anhand einer Gauklergruppe und ihrer Darbietungen klarmacht, dass es am Unterwegssein und am Zeltdasein des fahrenden Volkes für die Christenheit Entscheidendes zu lernen gibt, der sich aber schließlich mit dem Bischof darüber verständigt, dass auch das Bewahren sein Recht haben muss in der Kirche.

Präses Beckmann schließt den Eröffnungsabend mit einer kurzen Meditation über die Kirchentagslosung und mit Gebet und Segen.

L. G.


Kardinal und Präses und das Konzil

Mit dem so genannten «Forum» oder der «Forumsdiskussion» dürfte der Kirchentag eine Arbeitsform gefunden haben, die seinen Möglichkeiten und Aufgaben optimal entspricht. Es ist ja nicht zu erwarten, dass auf solchen Veranstaltungen völlig neue Einsichten gewonnen werden können.

Das geschieht - wenn überhaupt im Zusammenhang der Kirchentage - dann zwischen ihnen. Aber die Situation dialogisch zu erfragen, Einsichten nicht für sich, sondern im Gegenüber zum Gesprächspartner formulieren zu müssen und mit alledem eine große Zahl wacher Menschen an der Arbeit und den Einsichten der derzeit besten Fachleute zu beteiligen, so dass durch sie jene Einsichten möglichst rasch Gemeingut in der Kirche werden - das ist mögliche und sinnvolle Aufgabe auf dem Kirchentag selbst.

Das gilt nun auch von dem Podiumsgespräch, das Kardinal Jäger, der Erzbischof von Paderborn, und Präses Beckmann von der Rheinischen Landeskirche am Freitagvormittag vor 4000 Zuhörern führten. Ich hatte ein wenig Befürchtungen gehegt, wie die Beiden wohl mit den Erwartungen einer Show fertig werden würden, die natürlich auch im Publikum da waren. Unbegründete Sorge. Sachlicher Ernst, aber auch eine nüchterne Unbefangenheit waren von Anfang an da und hielten sich bis zum Schluss durch, zu dem hin dann auch zuweilen ein gewisser Schalk aufleuchtete - zumal beim Kardinal. Der Gesprächsleiter D. Klaus von Bismarck tat das Seine dazu. Ganz sicherlich war das Gespräch sorgfältig vorbereitet, «geplant» - wenn man so will. Aber gerade so wurden dann auch seine Freiheitsmomente ermöglicht.

Gegenstand war das Ökumenismus-Dekret der Dritten Konzilssession, das Dekret also, das sich mit dem Verhältnis der katholischen Kirche zu den nichtrömischen, vor allem den protestantischen Kirchen beschäftigt. Kardinal Jäger, der den Anfang machte, sagte, dass es eine neue Ära im Verhältnis der Konfessionen eröffne. Er legte seine Ausführungen so an, dass er vier Punkte innerkatholischer Kritik an diesem Dekret aufnahm und zu beantworten versuchte. - Dem entsprach, dass Präses Beckmann in seinen folgenden Ausführungen vier Dinge nannte, die uns evangelische Christen am Dekret besonders überrascht und erfreut haben.

Nun kann hier natürlich von den sachlichen Einzelheiten gar nicht berichtet werden. Die eigentliche Diskussion verlief so, dass Präses Beckmann anhand des Dekretes Fragen aufwarf und der Kardinal sie beantwortete - sehr geschickt, prägnant, beweglich und mit einem stellenweise verblüffenden Eingeübtsein in unser theologisches Denken und einer weiten Kenntnis unserer derzeitigen Ergebnisse in den ökumenischen Kirchen - gleichwohl aber auch oft so, dass unter dem Schutz guter Formulierungen die eigentliche sachliche Antwort gerade nicht gegeben wurde. Präses Beckmann übte dann immer einen Verzicht, der vielleicht manchen Zuhörer ein Kribbeln ankommen ließ, und stieß nie mit einer Frage in gleicher Sache nach, sondern ging jeweils zum nächsten Punkt über.

Am Kern des Gegenübers war man wohl, als der Kardinal sich die Äußerungen eines anderen Konzilsvaters zu eigen machte und von einer Hierarchie der Wahrheiten sprach: Wahrheiten der «Ordnung des Zieles», in denen man sich einig sei, und Wahrheiten der «Ordnung des Weges», um die es noch Auseinandersetzung gebe, welche aber Verheißung der Lösung habe. Präses Beckmann antwortete, dass eine solche Unterscheidung von Luther bereits in den Schmalkaldischen Artikeln gemacht sei, dass Luther dort aber zwischen diese bei den Wahrheitsordnungen eine dritte gestellt habe, die eigentlich nicht in theologischer Reflexion zu erfassen, sondern im glaubenden Bekenntnis auszusprechen sei: die Rechtfertigung aus Glauben allein.

Das Gespräch hat auf alle Fälle deutlich gezeigt, wie es uns zunehmend gelingt, die eigentlichen Fragen herauszuarbeiten, die uns innerevangelisch genauso als Arbeitsaufgaben bleiben wie nach außen.

Bewegend und richtig und uns evangelische Kirche beim Wort nehmend, wenn der Kardinal zum Schluss sagt, dass wir Kirchentagsteilnehmer und Gemeindeglieder das Ökumenismusdekret und das in diesem Gespräch dazu Gehörte mitnehmen sollten in unsere Gemeinde, damit es dort zu einer Meinungsbildung komme, die von dort weiterzugehen habe zu den Kirchenleitungen. Wie ernst werden wir da genommen!

L. G.


Kulturelles am Kirchentag

Außer der Fülle der in dieser Ausgabe der «BRÜCKE» besprochenen Veranstaltungen und Gespräche über Probleme der Bibel und Gemeinde bot der Deutsche Evangelische Kirchentag eine Menge kultureller Veranstaltungen innerhalb und auch außerhalb des Kirchentages.

Obgleich der Berichterstatter mit einem gewissen «Kulturhunger» nach Köln kam, war es ihm aus zeitlichen und anderen Gründen leider nur möglich, innerhalb dieses Angebotes einige Veranstaltungen zu besuchen, die wiederum eines deutlich zeigten: die Öffnung des Kirchentages zur Moderne, selbst in der Betrachtung der Kunst in allen ihren Spielarten.

So war eingeladen worden zu einem symphonischen Konzert des Kölner Rundfunk - Symphonie - Orchesters mit Werken von Bach-Schönberg (Bearbeitung zweier Orgelchoral-Vorspiele von Bach durch Schönberg), Reger, Debussy und Strawinsky. Es war besonders die Aufführung der sinfonischen Fragmente nach dem «Martyrium des Heiligen Sebastian» von Debussy, das die bestechende Brillanz des großen Orchesters zeigte. Wie mit oder vielleicht auch in Silberfäden gesponnen, erhebt sich Melodie um Melodie, in gewagten musik-stilistischen Figurationen abgleitend und beschwörend oder flehend den stillen Choral vom guten Hirten anstimmend.

Herb abgesetzt dazu im zweiten Teil des Programms gewaltig - beinahe monumental die Psalmsymphonie Strawinskys: der Ruf des Chores «Exaudi orationem meam Domine» (Erhöre mein Gebet, 0 Herr!) Antwort suchend im musikalischen Geschehen. In seiner mystischen, orthodox - christlichen Frömmigkeit hat Strawinsky hier - wie er es in seiner Widmung mitteilt - ein Werk «zur Ehre Gottes» komponiert, das uns Hörer tief ergriff.

Leider gehörte dieser Abend zu den nicht ausverkauften Veranstaltungen am Kirchentag. Ob er vielleicht doch zu modern war?

Anderntags gab Prof. Hans Klotz auf der Orgel der Karthäuserkirche ein Konzert mit Werken von Mozart, Reger, Messiaen. Es war der Katholik, der hier Katholiken interpretierte, und wir kühlen Protestanten verloren uns beinahe im Rauschen der voll registrierten Orgel, nahmen aber doch - nicht mit dem Verstand, aber mit dem Gefühl - einen ergreifenden Eindruck mit, besonders durch den eigenen Anruf Gottes in der Komposition Olivier Messiaens «L'apparition de l'Eglise Eternelle».

In der gleichen Kirche umgab uns während des Konzertes eine Ausstellung der religiösen Malerei des Emil Nolde. Wenn gleich die Ausstellung beschränkt war auf sieben Tableaus, spürte man ihnen die Wirkung ab: Christus, der ganze und wahre Mensch! Er leidet, er heilt, er tröstet. Und wird doch nicht mit Gloriole umgeben, sondern bleibt unter uns!

Das Repertoire der Theaterkunst während des Kirchentages begann ebenfalls erst in diesem Jahrhundert: Brecht, Gorki, Miller, Beckett.

Brecht - eine Biographie, szenisch-dokumentarisch dargestellt unter der Regie von Heinz Greul - wirkte direkt, anklagend, nieder ziehend, fragend, besonders durch Lotte Lenya die Frau von Brechts Freund und Tonsetzer Kurt Weill. Brecht auf dem Kirchentag? Man fragte Lotte Lenya, ob ihr das nichts ausmache. Nein, meinte sie, aber wer sich sehr wundern würde, wäre Bert Brecht selbst! Dass die beschimpften «verrotteten Christen» ihm einmal Applaus spenden, ist wirklich zum Nachdenklich-Werden und sicherlich nicht nur eine Mode.

Auch dass kirchliche Leute einmal Maxim Gorki, den Bitteren aus Nowgorod, anhören würden mit seinen Anklagen «Na Dne» (Auf dem Boden einer Grube) im «Nachtasyl», würde seltsam berührt haben: Liebe und Hoffnung: sinnlose Schwärmereien eines undurchsichtigen Großvaters. Moral und bürgerliche Ordnung: hinterlassene Stationen von Menschen, die nicht mehr tiefer, auch nicht mehr höher können! Beschluss: «Der Mensch ist frei! Er hat selbst für alles aufzukommen: für seinen Glauben, seinen Unglauben, seine Liebe, seine Vernunft. Der Mensch trägt die Kosten selbst für alles, und darum ist er -frei!» Eine Antwort auf das Thema des Kirchentages - nicht von Kirchenleuten ! Eine Meinung, fünfzig Jahre alt, und doch im Tiefen heute gegeben! Wie sprechen wir in diese Tiefe hinein von der «Freiheit der Kinder Gottes?»

Ka.


Ein fahrendes Volk

Spiel der Jugend am Eröffnungsabend

Gottesdienst in neuer Gestalt

«Wir wollen keine Rezepte geben, wie man es in Zukunft machen muss. Wir zeigen unsere Form, zu der wir gefunden haben». Dieses Wort eines Pfarrers, der mit seiner Gruppe in der überfüllten Halle 12 Gottesdienst hielt, drückt genau aus, um was es bei diesen Versuchen geht. Es wäre manches an Kritik dazu zu sagen. Die Texte mancher Lieder sind schon nicht mehr schlicht sondern ganz einfach dürftig, die Fragen mancher Gruppen an den Prediger waren von weit her gesucht, nur kaum aus dem Bereich der Fragenden, eine Wortverkündigung in Form eines Gespräches wurde zu einer Art  Monolog mit verschiedenen Sprechern, mancher technische Aufwand hätte mit  drei klaren Sätzen kompensiert werden können. Und doch bei aller Kritik:  Die Gemeinde war innerlich beteiligt und den Jugendgruppen merkte man  die Freude an ihrem Gottesdienst an. Vielleicht liegt überhaupt der Wert solcher Gottesdienste viel mehr in dem, was vorher geschieht, wenn 30-50 junge Leute wochenlang mit seiner Vorbereitung beschäftigt sind.

Die Meinung der Gottesdienstbesucher war durchaus nicht einheitlich, aber alle billigten der Jugend die Ernsthaftigkeit ihres Bemühens zu. Es wurde allerdings mehrfach mit Nachdruck festgestellt, dass die Form des Gottesdienstes erst dann gefunden werden kann, wenn der Inhalt der Verkündigung der gestaltenden Gruppe klar geworden ist: Dann wird hoffentlich über das Wesen der Kirche etwas mehr gesagt werden können als beispielsweise der anfechtbare und sehr einseitige Satz - der schon sprachlich eine große Unsicherheit offenbart: «Kirche ist, wo es uns um das Leben und um Menschlichkeit geht».

Pfarrer Wolfgang Rehbein


Kirchentag in Zahlen

Dauerteilnehmer: 14.000

Tagesteilnehmer: 15.000 (Durchschnitt)

Teilnehmer an der Eröffnung: 20.000

Teilnehmer an der Schlussveranstaltung: 120.000
Teilnehmer aus der Ökumene: 1.208

Teilnehmer aus Belgien: 100
Helfer insgesamt: 3.000

Besucherzahlen (Samstag)

Gottesdienst in neuer Gestalt: 3.960

Forum 1 Arbeit...: 800
Forum 2 Mann und Frau: 3.000
Forum 3 Juden und Christen: 3.000

Forum 4 Politik: 2.600

Die Ausspracheveranstaltungen in 40 Räumen der Stadt waren besucht von 20 - 300 Personen
Die Bibelarbeiten waren durchweg von mehr als 2.000 Menschen besucht.

Werden die Kirchen immer leerer?

Ein «negativer Werbesatz» und die Wirklichkeit

Zu den alten, gut erprobten Methoden der Propaganda gehört auch die folgende: Man muss eine Behauptung pausenlos wiederholen, dann wird sie sicherlich eines Tages geglaubt! Auch die Werbung bedient sich dieses Erfahrungssatzes. Ständig paukt sie die gleichen Sprüche und die bekannten Slogans dem Publikum ein.

Gefährlich wird es, wenn Behauptungen, die offensichtlich unwahr sind, auf diese Weise dem mehr oder weniger aufmerksamen Volk als Wahrheiten verkauft und schließlich von den meisten geglaubt werden. Wie ist es z. B. mit dem Satz: Die Kirchen werden immer leerer? Man kann die Probe aufs Exempel machen und verschiedene Menschen fragen. Die meisten werden prompt antworten: Der Satz ist richtig! Ich fragte Universitätsprofessoren, leitende Kirchenmänner, Pastoren, Journalisten, Straßenbahnschaffner und Taxifahrer. Und jeder bestätigte sofort die Richtigkeit dieses Satzes. Auf die nahe liegende Frage, woher sie das wüssten, antworteten sie alle: aus Gefühlsgründen oder einem ganz eng begrenzten Bezirk eigener Beobachtungen heraus. Fast jeder - das stellte sich bei etwas Nachbohren heraus - hatte den Satz schon einmal gelesen oder gehört: Die Kirchen werden immer leerer! Man muss diesen umgekehrten Werbesatz also nur häufig und kräftig wiederholen, damit eines Tages die Kirchen wirklich leer werden. Eine ganz gefährliche These!

Die Kurve steigt

Stimmt dieser Satz nun wirklich? Der Verfasser ließ sich zunächst eine Statistik des Kirchenbesuches einer norddeutschen Großstadtkirche geben. Es wurden 25 Gemeinden nach einer gewissen Repräsentanz der Großstadtkirche ausgesucht und ihr Kirchenbesuch von 1950 bis 1962 in einer Kurve aufgezeichnet. Das überraschende Ergebnis war, dass insgesamt gesehen die Kurve eine aufsteigende Linie zeigte. Gewisse Unruhen sind leicht aus äußeren Einflüssen zu erklären: Pastorenwechsel, Neubau einer Kirche usw.. Darüber hinaus bleibt die Kurve ziemlich stetig in ihrer aufsteigenden Tendenz. Diese Zahlen sind umso höher zu bewerten, als eine außerordentlich hohe Bautätigkeit und Aufgliederung der Gemeinden Anlässe für eine Abwanderung bieten könnten. Dazu kommt, dass die Abwanderung in die Außenbezirke nicht nur die Citykirchen, sondern auch ausgesprochene Wohngegenden erfasst. So ist in einer traditionellen ruhigen Wohngegend die Zahl der Einwohner in dem letzten Jahr um mehrere Tausend zurückgegangen. Trotzdem ist der Kirchenbesuch hier stabil geblieben. Nimmt man die Ziffern der Abendmahlsbesucher in der gleichen Stadt hinzu, zeigt sich eine außerordentliche Steigerung der Teilnehmerzahlen.

Interessant ist es, diesen Satz von den ständig leerer werdenden Kirchen einmal bei anderen Landeskirchen nachzuprüfen.

Wir wählen zunächst die Kirche von Kurhessen-Waldeck. Die Zahl der Teilnehmer an den Hauptgottesdiensten, in Prozent der Seelenzahlen ausgedrückt, lag 1951 bei 7,27 %, 1952 bei 6,76 %, 1955 bei 7,10 %, 1958 bei 6,95 %, 1960 bei 7,06 %, 1961 bei 7,11 %, und 1962 bei 7,35 %. Von einem Absinken des Gottesdienstbesuches kann also, wenigstens in dieser Kirche, keine Rede sein. Ähnlich aufschlussreich sind die Zahlen für Schleswig-Holstein. Auch hier liegen die Prozentsätze 1962 höher als in den Jahren 1950-1955. Die bayerische Kirche verzeichnet einen leichten Rückgang. In der hannoverschen Landeskirche ist keine wesentliche Veränderung festzustellen. In den rheinischen und badischen Kirchen fällt ein Rückgang auf, der aber nicht allzu wesentlich ist. Hier die Zahlen von Baden: 1956: 10,44 %, 1958: 10,93 %, 1959: 9,93 %, 1960: 10,06 %. Die vorstehenden Angaben sind die Durchschnittsergebnisse der Zählung an vier Sonntagen im Jahr. Der wesentlich stärkere Gottesdienstbesuch an vielen Feiertagen ist hier also nicht berücksichtigt worden.

Vergleicht man das gesamte Zahlenmaterial, dann fällt eine interessante Erscheinung auf. Der Gottesdienstbesuch in traditionell kirchlichen Gebieten, in denen oft eine Erweckungsbewegung vor 100 Jahren gewesen ist, zeigt eine rückläufige Tendenz. Bewusst als unkirchlich verschriene Gebiete dagegen machen diese Rückgangsbewegung nicht mit. In einigen Teilen kann man sogar beobachten, dass das Pendel, allerdings noch sehr vorsichtig, zurückzuschlagen beginnt.

Mobile Kirche

Damit ist aber das Thema noch nicht erschöpft. Wir kennen alle die mobile Gesellschaft von heute. Das vorgezogene Wochenende und die immer stärker werdende Motorisierung bringen die Menschen dazu, weithin ihren Sonntag außerhalb ihres Wohnorts zu verleben. Die immer mehr Mode werdende Campingbewegung bringt die Menschen in andere Gegenden, wo sie in Campinggemeinschaften, die fast Zeltstädten ähneln, neu siedeln. Immer mehr Menschen verbringen ihren Urlaub in Badeorten und anderen Städten. Auch die Kurorte verzeichnen immer stärkere Besucherzahlen. Und nicht zuletzt strebt der Mensch über die Grenzen seines Landes hinaus.

Die Kirche hat rechtzeitig diese Entwicklung beobachtet und daraus für sich und ihre Arbeit Konsequenzen gezogen. Es gibt eine Campingseelsorge und eine Kurpastorisation. Interessant ist es, diesen Dingen einmal nachzugehen und unsere Statistiken an dieser Stelle aufzufüllen. 107.772 Besucher zählten die 1.159 Gottesdienste, welche die Deutsche Evangelische Urlauberseelsorge in der Hauptreisezeit 1964 an 109 ausländischen Ferienorten gehalten hat. Nehmen wir unseren «Werbesatz», der von der rückläufigen Bewegung des Gottesdienstbesuches spricht, hier wieder dazu. Wie sieht es in der Statistik der Urlauberseelsorge aus? In den Ländern Österreich, Italien, Holland und Dänemark wurden 1961: 551 Gottesdienste für Urlauber gehalten, 1962: 767 und 1963: 1152. Auf die Zahl der Gottesdienstbesucher umgerechnet sah das so aus: 1961: 54.175, 1962: 84.213, 1963: 105.566. Aufschlussreich sind zwei Zahlen der Gottesdienstteilnehmer aus Italien: 1962 nahmen 9.677 der Kurgäste an diesen Gottesdiensten teil, 1963 waren es 13.085 Besucher.

Eine Statistik über die Arbeit auf 11 Campingplätzen im Jahr 1963 im Sauerland weist folgende Zahlen aus: Es wurden 65 Gottesdienste und 31 Andachten gehalten. Die prozentuale Beteiligung bei den Gottesdiensten lag bei etwa 20 %, bei den Morgenandachten 1 bis 2 % und bei den Abendandachten etwa bei 10 %.

Konzentration auf den Gottesdienst

Zur Statistik der Campingseelsorge gehören interessante Randbeobachtungen: Auf einem außerordentlich großen Campingplatz in einem bekannten Ostseebad stand ein Wagen der «Kirche unterwegs». Die Gottesdienste, die in dieser fahrenden Kirche gehalten wurden, waren auffallend schwach besucht. Eine Nachfrage bei dem Ortspfarrer der nächsten Dorfkirche zeigte, dass die Kirche überfüllt war. Die Campingurlauber waren also ihrer Campingkirche aus dem Wege gegangen, um im vollen Sonntagsstaat die weit entfernte Dorfkirche aufzusuchen. Hier bestätigt sich eine auch an verschiedenen anderen Stellen gemachte Beobachtung, dass der Mensch von heute nämlich einen auffallenden Respekt vor dem Kirchengebäude hat. Im 19. Jahrhundert hatte sich ein reges kirchliches Leben außerhalb des Gottesdienstes entwickelt. Man kann in Berichten aus dieser Zeit nachlesen, dass die Pastoren mit Freude und Befriedigung über ein reges kirchliches Vereinsleben berichten. Sie klagen aber immer wieder darüber, dass die Besucher dieser kirchlichen Veranstaltungen einen Bogen um den Sonntagsgottesdienst machen. Es sieht so aus, als ob wir in dieser Zeit genau die umgekehrte Situation vor uns haben. Wenn der Mensch sich dem Angebot der Kirche zuwendet, dann sucht er die Kirche da auf, wo sie am kirchlichsten ist, nämlich im Gottesdienst.

Das Bild wird abgerundet durch Zahlenmaterial aus der Arbeit der Kurpastorisation. Kurorte - aus dem Teutoburger Wald zum Beispiel - berichten, dass der Gottesdienstbesuch in der Hauptsaison um mehrere hundert Prozent anstiege. Es ist auffallend und sicherlich nicht schwer erklärbar, dass der Gottesdienstbesuch in ausgesprochenen Kurorten außerordentlich höher liegt als in Badeorten. Das Angebot an Abwechslungen ist sicherlich in beiden Ortstypen gleich. Der Mensch aber, der wegen Krankheit eine Kur machen muss, scheint gegenüber der Verkündigung der Kirche aufgeschlossener zu sein als derjenige, der nur seine normale Erholung sucht.

Offene Fragen

Zum Abschluss soll auf ein weiteres aufmerksam gemacht werden, die Zahlen der so genannten «latenten Kirche». Man weiß, einen wie breiten Raum Rundfunk und Fernsehen religiösen und kirchlichen Sendungen geben. Der Kirchenfunk des Hessischen Rundfunks etwa sendet pro Woche durchschnittlich 320 Minuten. Das Deutsche Fernsehen (1. Programm) bringt im Durchschnitt pro Monat 226 Minuten religiöser Sendungen.

Für den Hörfunk liegen keine exakten Unterlagen über die Zuhörerkapazitäten vor. Das Fernsehen dagegen bietet ziemlich exakte Zahlen. Wir greifen einige Beispiele willkürlich heraus. So wurde z.B. am 4. Juli 1964 «Das Wort zum Sonntag» von etwa 10 Millionen Zuschauern gehört und gesehen. Den Vespergottesdienst aus Berlin-Dahlem, den der Sender «Freies Berlin» am 18. Juli 1964 brachte, sahen 2.700.000 Menschen. Die Sendung am 31. Mai 1964 vom Fernsehen des Westdeutschen Rundfunks «Mit Gott gegen Führer und Reich» sahen 1.890.000 Zuschauer. Im Zweiten Deutschen Fernsehen erbrachte am 31. Mai 1964 die Sendung «Pfarrer Sommerauer antwortet» eine Zuschauerdichte von 810.000. Der Sendung im Zweiten Deutschen Fernsehen vom 14. Juni 1964 «Immer ist Gott größer» folgten 1.080.000 Menschen am Gerät. Wie gesagt, dies sind willkürlich herausgegriffene Zahlen, die etwa Durchschnittsziffern darstellen mögen. Es existiert also in Deutschland eine anonyme Gemeinde. Dass sich bei einer Analyse dieses Zustandes eine Fülle von Problemen ergeben, ist den Einsichtigen bekannt. Sie seien nur kurz angedeutet:

Latente Kirche

Kann man wirklich von einer «Gemeinde» sprechen, wenn die Gemeinschaft nicht da ist, wenn das Opfer fehlt, wenn das Abendmahl nicht gefeiert wird? Oder: Hat das Fernsehen Kraft und Möglichkeit, in der Vielfalt seines Angebotes Menschen innerlich zur Sammlung zu bringen? Geht das sich fast pausenlos drehende Karussell der Möglichkeiten nicht an dem inneren Auge und Ohr des Menschen wirkungslos vorbei? Wir lassen diese Fragen einmal offen. Wir dürfen aber feststellen, dass eine erstaunlich große Menge von Menschen, die an der offenen Kirchentür vorübergehen, die Kirche der Massenmedien aufsuchen. Das hat Konsequenzen, die nicht immer unbedingt sympathisch sind. So konnte man z. B. 1963 feststellen, dass der Gottesdienstbesuch am Heiligabend zum ersten Mal eine rückläufige Tendenz hatte. Hält man dem die rapide zunehmenden Zahlen derer entgegen, die die Fernsehgottesdienste am Heiligabend einschalten, so weiß man, wo diese Menschen geblieben sind.

Wir fassen zusammen: Der «Werbesatz» : Die Kirchen werden immer leerer! wird leider allzu leicht und allzu schnell nachgeplappert. Eine nüchterne Untersuchung - die natürlich hier nur oberflächlich dargestellt werden kann - zeigt, dass dieser Satz falsch ist. Wir sollten uns davor hüten, solche Sätze in der Kirche einfach nachzusprechen, Nach dem Gesetz der Werbung könnten sie eines Tages plötzlich anfangen zu stimmen.

Waldemar Wilken.

Vergesse ich dein, Jerusalem!

Zum 10. Sonntag nach Trinitatis

Der 10. Sonntag nach Trinitatis, von jeher der Tag des Gedenkens der christlichen Kirche an die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 nach Christi Geburt, richtet unser Augenmerk auf den ganz bestimmten Ort, auf diese Stadt, von der der Psalmist sagt: Es ist der Ort, da man zusammenkommt. In der Tat hat er nicht aufgehört, ein solcher Ort zu sein. Immer neue Reisegruppen wollen nicht nur den Negew und Elath, nicht nur den Galil und Nazareth und den See Genezareth sehen, sondern auch Jerusalem, das israelische Jerusalem, wollen aber auch von gewissen Punkten aus auf die Altstadt mit ihrem Damaskustor, ihrem Tempelplatz und der Omar-Moschee sehen. Aber auch die Zahl der Besucher des arabischen Teils dieser Stadt ist gewiss nicht geringer geworden.

Dies Jahr 1965, in dem es um die diplomatischen Beziehungen zum Staat Israel gegangen ist, gibt Anlass zu besonderem Nachdenken über die staatliche Lebensform der Judenschaft in diesem Lande. Es sollte niemand sagen: Was geht uns das an ? Schon deshalb geht uns dies Land etwas an, weil es für Hunderttausende von Juden, die dem tödlichen Zugriff des «Dritten Reiches» haben entkommen können, Zufluchtstätte geworden ist. Es geht uns als Christen etwas an, weil es das Land und der Ort ist, in dem die Geschichten der Bibel spielen. Immer hat die Christenheit Wert darauf gelegt, dass ihr Zeugnis von Jesus Christus nicht im luftleeren Raum schwebt, sondern seinen bestimmten Ort auf Erden und seine Zeit in der Weltgeschichte hat.

Für die Judenschaft ist es das Land, das ihr verheißen ist, und niemals hat sie diese Zusage vergessen. Als Theodor Herzl 1897 vor dem Zionisten-Kongress seine Siedlungspläne in verschiedenen Ländern der Welt entwickelte, brach ein so leidenschaftlicher Widerstand dagegen aus, dass auch er Palästina für das einzig mögliche Siedlungsland der Juden erklärte und in die Worte des 137. Psalms ausbrach: «Vergesse ich dein, Jerusalem, so werde meiner Rechten vergessen».

Jahrtausende hindurch hat die Judenschaft an der Zusage dieses Landes festgehalten. Die unentwegte Beschäftigung mit dem Gesetz, das von diesem Lande eigentlich nicht zu trennen ist, hat ihr wesentlich dabei geholfen. Man hat sich mit den Opfervorschriften, mit der Liturgie z. B. des Versöhnungstages beschäftigt, als stünde der Tempel in Jerusalem Immer noch. Man hat sich mit den Halljahrsvorschriften des Alten Testaments, diesem ungemein sozialen Institut, das die Rückerstattung des Landes an jede israelitische Familie nach 49 Jahren vorsieht, beschäftigt, als hätte man über das Land zu verfügen, stets verbunden mit dem Gedanken, dass der eigentliche Herr des Landes Gott ist und bleibt.

Für den Staat Israel eintreten - und wir sollten uns moralisch verpflichtet fühlen, dies zu tun - bedeutet heute zunächst einmal, ganz nüchtern die Rechtsgrundlage dieses Staates untersuchen. Seit den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts haben Juden Siedlungen in Palästina gegründet. Das Land ist ehrlich von arabischen Grund-, meist Großgrundbesitzern erworben worden. Die Judenschaft hat einen Nationalfonds für diesen Grundstückserwerb gegründet, den Qeren Hajjesod. Die im Laufe der Zeit erworbene Menge des Siedlungslandes berechtigte die Vereinten Nationen, am 29.11. 1947 mit 33 gegen 13 Stimmen bei 10 Enthaltungen die von einer Kommission vorgeschlagenen Teilung Palästinas nach der Beendigung des englischen Völkerbund-Mandats in einen jüdischen und einen arabischen Staat zu beschließen.

Die Durchführung dieses Beschlusses hat man allerdings den Israelis selbst überlassen. Streitkräfte Ägyptens, Jordaniens, Syriens, des Libanon, des Irak, Saudi-Arabiens und des Jemen drangen ins Land. Sie alle dachten nicht daran, den UNO-Beschluss anzuerkennen. Aus dem kurz vor Beendigung des englischen Mandats am 14.5. 1948 ausgerufenen Staat Israel wäre ohne den unerwarteten und erfolgreichen Widerstand der jüdischen Bevölkerung nichts geworden. So aber stand nun hinter dem durch Waffenstillstandsverhandlungen im Jahre 1949 klar abgegrenzten israelischen Gebiet der UNO-Beschluss von 1947. Wenige Stunden nach der Proklamation vom 14.5.1948 wurde der Staat Israel von den USA anerkannt, nach drei Tagen auch durch die Sowjetunion, die heute bei dieser Entscheidung nicht behaftet werden will, sondern gegen Israel als vermeintlichen Vorposten des Kapitalismus agitiert. Innerhalb eines Jahres stand Israel mit 55 Staaten in diplomatischen Beziehungen. Mittlerweile sind es über 80 geworden, zu denen nun auch endlich die Bundesrepublik getreten ist. Im Mai 1950 erklärten Großbritannien, die USA und Frankreich, dass sie Israels Grenzen gegen gewaltsame Veränderungen schützen würden.

Gern stellt es die arabische Agitation so dar, als wäre Israel ein Räuberstaat. Davon kann gar keine Rede sein. Der Staat ist durch das internationale Recht hinreichend gegründet. Wir sind es der Wahrheit, aber auch den Bewohnern des Staates Israel schuldig, für diese Wahrheit einzutreten.

Die arabische Propaganda tut so, als würden uralte arabische Rechte auf dies Land von den Juden verletzt. Wir sollten uns klar machen, dass die Wiedererweckung jüdischen Nationalbewusstseins durch den Zionismus gegen Ende des 19. Jahrhunderts und das Erwachen arabischen Nationalgefühls fast parallele Erscheinungen sind. Die Juden waren vielen Herren untertan in vielen Ländern. Aber als am 2.11.1917 Lord Balfour an Baron Rothschild schrieb: «Seiner Majestät Regierung betrachtet wohlwollend die Errichtung eines nationalen Heims für das jüdische Volk in Palästina», hatte zwei Jahre zuvor der Großscherif Hussein von Melka an den Hochkommissar in Ägypten, Sir Henry McMalon, Waffenhilfe für die Alliierten zugesagt. Bis dahin waren die Araber Untertanen des osmanischen Reichen, seit 1517, nichts weiter. Ein eigenes Nationalbewusstsein war im Erwachen. Von eigenen nationalen Berechtigungen und Ansprüchen konnte keine Rede sein. Dasselbe Ereignis, nämlich das Ende des großtürkischen Reiches, brachte einerseits den Arabern eine zunächst teilweise Freiheit in den Mandatsgebieten des Völkerbundes und ermöglichte andererseits den Juden den Ausbau ihrer nationalen Heimstätte.

Es ist ratsam, sich angesichts des Staates Israel nicht endzeitlichen Spekulationen hinzugeben, sondern ganz nüchtern und wachsam für das Recht dieses Staates einzutreten und einer Propaganda ebenso wie einer Stimmung zu wehren, die in den Israelis widerrechtliche Friedensstörer und Räuber im Vorderen Orient sehen möchte. Neunzehnhundert Jahre lang waren Juden im Lande ihrer Väter nur geduldete Fremdlinge. Zum ersten Male wohnen sie in Teilen dieses Landes auf der Grundlage internationaler Abmachungen und anerkannten Völkerrechts. Der Staat Israel zeigt, dass die Judenschaft Jerusalem nicht vergessen hat. Auch wir vergessen es nicht, und dazu gehört heute gerade eine tiefere Bemühung um ein Verständnis für diesen Staat.

Günther Harder.


 

Unser Vater in dem Himmel,

sag, wo ich dich finden kann.

Bist du fern vom Weltgetriebe

und wo fängt dein Himmel an ?

 

Andere Gesetze gelten
und beherrschen diese Zeiten.

Himmel heißt nun: Sternenwelten,

und dazwischen Ewigkeiten.


Trennen uns denn Jahrmillionen?
Bist du ferner als die Sterne?

Die im Erdenschatten wohnen,

wähnen dich in weiten Fernen.


Herr, ich kenn dein Worte:

«Ich bin bei euch alle Tage,

immer und an jedem Orte».
Wie, dass ich ich trotzdem frage?

(Text: Helga Swoboda)

Man spuckt dir ins Gesicht, -

zieh eine Wolke um dich,

sag, dass es regne.

Man schlägt dir auf den Mund, -

hebe den Vogel vom Strauch,

sag, dass er singe.


Man jagt dich aus dem Haus, -

locke die Taube vom Dach,

sag, es ist Frieden.

 

Man stößt dich in die Nacht -

flehe den Himmel herab,

sing, weil es Tag ist.


(Text: Christo Weiß)
 

Aus der Gemeinde - Für die Gemeinden

Gottesdienstordnung in den Monaten August und September.

CHARLEROI - Gilly
Gemeindehaus: 218 chaussee de Fleurus, GILLY.
Sonntag, 8. August, 10.30 Uhr Gottesdienst mit Kindergottesdienst
Sonntag, 22. August, 10.30 Uhr Gottesdienst mit Kindergottesdienst.
Sonntag, 12. Sept., 10.30 Uhr Gottesdienst mit Kindergottesdienst.

Sonntag, 19. Sept., 10.30 Uhr Kinderunterweisung in Baulet

Sonntag, 26. Sept., 10.30 Uhr Gottesdienst mit Kindergottesdienst
Mittwoch, 29. Sept, 15.00 Uhr Mütternachmittag mit Kindern.

 

MONS - Cuesmes
Kirche: rue du Cerisier, CUESMES.
Sonntag, 8.. August, 17.00 Uhr Gottesdienst

Sonntag, 12. September, 17.00 Uhr Gottesdienst

 

LA LOUVIERE
Kirche: rue du Temple, LA LOUVIERE.

Sonntag, 15. August, 17.00 Uhr Gottesdienst

Sonntag, 19. September, 17.00 Uhr Gottesdienst


BRÜSSEL
Jeden Sonntag, 10.30 Uhr Gottesdienst, gleichzeitig Kindergottesdienst. Am 22.8.: Abendmahlsgottesdienst
Sonntag, 5. Sept., 20.00 Uhr: Gemeinde-Abend mit Schwester Klara Guth von der Ruanda - Mission.
Mittwoch, 15. Sept.: Wiederbeginn des Konfirmandenunterrichts um 16.30 Uhr.
Neu-Anmeldung der Katechumenen durch einen Elternteil mit Taufurkunde: 15 Uhr.
Sonntag, 19. Sept., 14.30 Uhr Ausflug der Gruppen des Kindergottesdienstes. Treffpunkt: Endhaltestelle der Tram in Tervueren (Congo-Museum), Unkostenbeitrag: 10,- Geschwister: je 5,-


ANTWERPEN - (Kirche Bexstraat 11)

Sonntag, 22.8.65 um 17.30 Uhr
Samstag, 11.9.65 um 17.30 Uhr
Sonntag, 26.9.65 um 17.30 Uhr

bitte die neue  Uhrzeit beachten!


GEEL - (Kirche Statiestraat 9)
Im August kein Gottesdienst
Im September: Sonntag, 5.9.65, 10.30 Uhr
Getauft: Annette Rieb, Mol - Oliver Mosthaf, Brüssel - Friederike de Mol, Brüssel.
Getraut: Willy Kluchert und Madeleine Van Hove, Brüssel

Beerdigt: Herr W. Goldschmidt.
«im Leben und im Sterben sind sie und bleiben Sein!»

 

LÜTTICH
Pastor L. Gründer, Lüttich, rue de Joie 75 - Tel. (04) 52.67.17

Gottesdienste - Lüttich, rue Raikem 14
Sonntag, den 8. August um 15.30 Uhr (Gründer)

Sonntag, den 15. August um 10.30 Uhr (Gründer)

Samstag, den 21. August um 19.30 Uhr (Rehbein)
Wochenschlussgottesdienst mit anschI. Bericht vom Kirchentag
Sonntag, den 29. August um 10.30 Uhr (Kampmann)

Sonntag, den 5. September um 15.30 Uhr (Jonas)

Sonntag, den 12. September um 10.30 Uhr (Nijs)

Samstag, den 18. September um 19.30 Uhr (Gründer)

P. Gründer ist vom 16. August bis zum 13. September in Urlaub. Zur Vermittlung in dringenden Angelegenheiten ist erreichbar: Frau G. Dupont, Bressoux, 12, rue E. Malvoz - Tel. (04) 43.12.52.


LIMBURG
Pastor J. Nijs, Genk, Weg naar As 45 - Tel. (011) 54704

Die Gottesdienstnachrichten für August und September werden in besonderen Rundbriefen mitgeteilt.

Nachrichten für die Gemeinde Eupen

Sonntag, den 15. August 1965, 9. Sonntag nach Trinitatis

  Neu-Moresnet

09.00 Uhr

Frühgottesdienst
  Eupen

10.00 Uhr

Hauptgottesdienst

Sonntag, den 22. August 1965, 10. Sonntag nach Trinitatis

  Eupen

10.00 Uhr

Hauptgottesdienst

Sonntag, den 29. August 1965, 11. Sonntag nach Trinitatis

  Eupen

10.00 Uhr

Hauptgottesdienst

Sonntag, den 5. September 1965, 12. Sonntag nach Trinitatis

  Neu-Moresnet

09.00 Uhr

Frühgottesdienst
  Eupen

10.00 Uhr

Hauptgottesdienst (Predigt: Pfr. Siepmann - Altenkirchen).
 

15.00 Uhr

Gemeindenachmittag
Sonntag, den 12. September 1965, 13. Sonntag nach Trinitatis
  Neu-Moresnet

09.30 Uhr

Hauptgottesdienst
  Eupen

11.00 Uhr

Frühgottesdienst (Mette)

Sonntag, den 19. September 1965, 14. Sonntag nach Trinitatis

  Eupen

10.00 Uhr

Hauptgottesdienst
 

11.00 Uhr

Kindergottesdienst

Sonntag, den 26. September 1965, 15. Sonntag nach Trinitatis

  Eupen

10.00 Uhr

Hauptgottesdienst
 

11.00 Uhr

Kindergottesdienst

Synode der Evangelischen Kirche von Belgien

Synodale Direktion

80, Boulevard Louis Schmidt

Brüssel 4

 MITTEILUNG

Die Synodale Direktion der Evangelischen Kirche Belgiens, seit 1839 amtlich als evangelische Behörde Belgiens vom Staat anerkannt, erklärt hiermit, dass Herr Duchon Robert niemals in ihre pastorale Liste eingetragen gewesen ist, weil er weder im Besitze eines Diploms als Lizentiat in evangelischer Theologie, noch einer Bescheinigung der pastoralen Weihe, ausgestellt durch eine geistliche evangelische Behörde gewesen ist. Jede Bezeichnung von «Pfarrer» Duchon in einem Dokument, das von der Synode stammt, muss folglich für null und nichtig erklärt werden, da der gute Glaube der Synode irregeführt wurde, wie eine lange und sorgfältige Untersuchung, geführt in Belgien und im Ausland, erwiesen hat. Der stellvertretende Pfarrer der evangelischen Gemeinde von Malmedy, von dem die Rede ist im Königlichen Beschluss vom 22. März 1960, ist Pfarrer Th. da Costa. Alle Auslagen, Ankäufe oder Schulden, gemacht im Namen der genannten Gemeinde, die nicht durch den stellvertretenden Pfarrer gegengezeichnet sind, können nicht anerkannt werden. Als Mitglieder des Rates, um dem stellvertretenden Pfarrer beizustehen, sind Frau Edith Nailis, Herr H. Pütter und Herr Scheins anerkannt.

Im Namen der Synodalen Direktion:

Der Vorsitzende:

gez. Ed. PICHAL, Pfarrer

Schulgottesdienst

Zu Beginn des neuen Schuljahres wird für alle evangelischen Schüler aus unserer Gemeinde ein Schulgottesdienst in der Friedenskirche gehalten. Die Schüler werden rechtzeitig durch die Schulleitungen benachrichtigt.

WER BIETET EIN QUARTIER?

Die Evangelische Landvolkshochschule Rheinland kommt am 4.9.

Für die Nacht vom 4.9. zum 5.9. müssen etwa 30 junge Damen und junge Männer untergebracht werden. Wer ist bereit, ein Quartier zu bieten?

Evangl. Pfarramt Eupen

Missionsveranstaltung am 7. September

Am Dienstag, den 7. September ist um 20.00 Uhr im Gemeindesaal, Hookstr. 40 ein Missionsabend mit Schwester Klara Gut. Schwester Gut steht im Dienst der belgischen Mission und leitet das Mutterhaus in Remera (Ruanda). Alle Gemeindeglieder sind zur Teilnahme an diesem Abend herzlich eingeladen.

Gemeindenachmittag mit der Landvolkshochschule der Evangelischen Kirche im Rheinland (Altenkirchen) am 5. September

Am Sonntag, den 5. September 15.00 Uhr halten wir im Gemeindesaal, Hookstr. 40 einen Gemeindenachmittag mit der Evangelischen Landvolkshochschule Rheinland. Eine Gruppe von «Altschülern» wird und diesen Nachmittag, bei den es sicher viel Interessantes zu hören gibt und gewiss auch sehr fröhlich zugehen wird, gestalten. Der Eupener Gemeindepfarrer wird aus der Geschichte und vom gegenwärtigen Leben der Gemeinde Eupen berichten.

Den Gottesdienst am Vormittag werden der Leiter der Landvolkshochschule Rheinland, Pfr. Siepman, und seine Gruppe gemeinsam mit Pfr. Rehbein gestalten.

Alle Gemeindeglieder sind sehr herzlich eingeladen.

Begegnung mit dem Presbyterium Remscheid-Lüttringhausen

Der im Juni vorgesehene Besuch aus Lüttringhausen musste verschoben werden. Voraussichtlich wird es am 11. September zur ersten Begegnung unserer Presbyterien kommen.

Gemeindeausflug

Die Fülle von Besuchen und Veranstaltungen im Juni und September und die erhebliche Mehrarbeit, die die Vorbereitung und Durchführung der Renovierungsarbeiten mit sich bringen, machen es mir unmöglich, auch noch einen Gemeindeausflug vorzubereiten. Ich weiß, dass dies für viele eine Enttäuschung sein wird. Aber ich bitte um Verständnis!

Der Gemeindnachmittag am 5. September soll ein Ausgleich dafür sein. Fast hätte ich geschrieben: «Ersatz», aber er wird sicher mehr sein.

Pfarrer Wolfgang Rehbein

Frauenhilfe

Die Mitglieder der Frauenhilfe - und alle, die es werden wollen, sind herzlich zur nächsten Frauenhilfsstunde im Pfarrhaus am Donnerstag, 26. 8. um 20.00 Uhr eingeladen.

Männerkreis

Der Männerkreis kommt am Dienstag, den 17.8. um 20 Uhr im Pfarrhaus zusammen. - Thema des Abends: Bericht vom Kirchentag insbesondere: Gottesdienst in neuer Gestalt. Es wird die Aufnahme eines Jazz-Gottesdienstes vorgeführt.

Besuch eines Kirchenchores

Am 12. September wird und der Kirchenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Düren besuchen und in unserem Gottesdienst singen.

Evangelium in unserer Zeit

Nächste Sendung am 8. September von 20.20 - 20.50 Uhr (UKW-Kanal 5). Thema:

  • «... und lehret sie!»

  • Haben wir unseren Kindern noch etwas zu sagen?

Wir gratulieren zum Geburtstag

  • Frau Margarethe Altemeier geb. Bauer, Eupen (22.9. 76 Jahre).

  • Frl. Frieda Wölfel, Eupen (22.9. - 75 Jahre).

Mit Gottes Wort und Gebet wurde zu Grabe getragen

 am 9.8.1965: Herr Wilhelm Hubert aus Eupen, 74 Jahre alt. «Er ist unser Frieden».

Herausgeber: Evangelische Kirchengemeinde Eupen - Neu-Moresnet. - Redaktion: Pfarrer Wolfgang Rehbein, Eupen, Hookstr. 40. Konten: Banque de Bruxelles Eupen Nr. 12271 - Postscheck: 836488 Evang. Kirchengemeinde Eupen.

 

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Stand: 07. Mai 2010