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Festschrift 150-Jahrfeier
Vom 16. - 18. September 2005 feierte die Evangelische Kirchengemeinde
Eupen - Neu-Moresnet das 150-jährige Bestehen der Eupener Friedenskirche und die
Restaurierung ihrer Walcker-Orgel. Zu diesem Anlass wurde die folgende
Festschrift ausgegeben:
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FESTSCHRIFT
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150 |
JAHRE
FRIEDENSKIRCHE EUPEN |
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EINWEIHUNG
DER RESTAURIERTEN
WALCKER-0RGEL |
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Ehre sei Gott in der Höhe,
Friede auf Erden
und den Menschen ein Wohlgefallen.
Lukas 2,14
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Dr. Guy Liagre
Le
protestantisme, un écho de la réforme de l'Eglise installée dans la
tradition, est un mouvement ouvert, divers et toujours en évolution. C'est
une famille enracinee dans une fidélité à la Bible et à Jesus-Christ.
Minoritaire, divers à l'extrême, le protestantisme belge est heureux de
compter aussi des églises de langue allemande dans ses rangs. En plus, la
paroisse d'Eupen est une communauté avec une langue histoire dont les
vraies racines datent bien avant l'indépendance belge.
Le fait que
le 150ème anniversaire de la construction de l'édifice va de pair avec
l'inauguration de la nouvelle orgue est dans ce cadre plus que
significatif " Bis orat qui cantat " - celui qui chante prie doublement,
disait Saint Augustin. Le jeu d'orgue [J-S Bach!] comme le chant des
psaumes et des cantiques protestants sont une image de marque dont nous
sommes fiers! Etre protestant, c'est témoigner, annoncer la bonne nouvelle
par la proclamation de la parole et par la musique!
Chanter c'est
notre manière de vivre l'Eglise de Jésus-Christ.
Au nom du
conseil synodal et de taus les membres de l'Eglise Protestante Unie de
Belgique je félicite la paroisse d'Eupen : que Dieu vous bénisse et vous
garde dans les temps à venir !
Dr. Guy Liagre
Pnésident du Conseil synodal
de l'Eglise Protestante Unie de Belgique |
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Dr. Elmar Keutgen
Am
Wochenende vom 16. bis 18. September 2005 finden in der Eupener
Friedenskirche die Feierlichkeiten zum 150. Jahrestag der Kirche statt.
Die Anfänge
der Verbreitung der Lehre Martin Luthers im 16. und 17. Jahrhundert waren
auch in unserer Gegend von der Verfolgung seiner Anhänger geprägt. Die
ersten Gottesdienste mussten in unserer vorwiegend katholischen Umgebung
versteckt stattfinden, die erste Eupener Gemeinde entstand im Geheimen.
Erst nach
langen Jahren der Verfolgung durften die reformierten Gemeinden Anfang des
18. Jahrhunderts ihre Religion wirklich frei ausüben.
Der Bau eines
ersten Pfarrhauses wurde 1707 in Angriff genommen, damit die Gemeinde
einen Ort hatte, an dem sie sich versammeln und ihre Gottesdienste
abhalten konnte.
Erst unter
französischer Herrschaft wurde die protestantische Religion der
katholischen völlig gleichgestellt. Die Gemeinde wuchs und die Union der
Reformierten und der Lutheraner beschloss bei ihrer Einführung im Jahr
1831 den Bau einer Kirche.
Diesem
Beschluss verdankt unsere Stadt einen prägnanten Kirchenbau. Der
Grundstein der Friedenskirche wurde am 30. Oktober 1851 gelegt, ihre
Einweihung erfolgte am 5. Dezember 1855. Im neugotischen Stil erbaut
prägt diese Kirche seitdem das Bild unserer Stadt im Bereich Gospert/Klötzerbahn.
Anlässlich
der Feiern zum 150-jährigen Bestehen wurde die wertvolle alte Walckerorgel
dieser Kirche komplett restauriert und kann somit zum Jubiläum erneut in
den schönsten Tönen erklingen.
Als
Bürgermeister dieser Stadt hoffe ich, dass das heutige Mit- und
Nebeneinander der verschiedenen religiösen Gemeinschaften zum Sinnbild für
Verständnis und Toleranz in unserer Gesellschaft wird.
Ich hoffe,
dass unsere Eupener Friedenskirche auch die nächsten 150 Jahre überdauern
wird und in unserer Stadt weiterhin als Symbol des Friedens und der
Völkerverständigung Bestand hat.
Dr. Elmar Keutgen
Bürgermeister |
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Karl-Heinz Lambertz
"Was
lange währt, wird endlich gut"
- so könnte die Instandsetzung der Orgel in der Eupener Friedenskirche
treffend umschrieben werden. Denn zwischen den ersten Planungen und dem
Abschluss der Restaurierungsmaßnahmen gingen einige Jahre ins Land.
Nun ist es
endlich soweit: Die Walcker-Orgel erstrahlt in neuem Glanz und dürfte bei
den Gottesdienstbesuchern für einen Augen- und Ohrenschmaus sorgen. Der
Friedenskirche hätte man zu ihrem 150. Geburtstag wohl kein schöneres
Geschenk bereiten können.
Mein Dank und
meine Anerkennung gilt all jenen, die mit viel Engagement und vor allem
mit einer bemerkenswerten Ausdauer dieses Projekt in all den Jahren
begleitet und immer wieder neu angestoßen bzw. vorangetrieben haben.
Karl-Heinz Lambertz
Ministerpräsident |
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Mathieu Grosch

Als Gemeinde
freuen wir uns, dass das Projekt der Restauration der Walcker-Orgel der
Friedenskirche in Eupen nach 15 Jahren zum Abschluss gekommen ist,
insbesondere wenn man bedenkt, dass die Überwindung mancher
Verwaltungshürden sich öfters schwieriger gestaltet als die technischen
Herausforderungen eines solchen Unterfangens. Wir danken deshalb allen
Personen, die das Projekt jahrelang geduldig und unermüdlich mit angepackt
und zu einem guten Ende geführt haben.
Für uns ist
es selbstverständlich, dass die Gemeinde und die Gemeinschaft mit in ein
solches Projekt investieren, weil diese Orgel zum Kulturerbgut unserer
Region gehört. Dabei konnte den technisch anspruchsvollen und vor allem
handwerklichen Arbeiten zuversichtlich entgegengesehen werden, da sie in
den Händen hochkarätiger Fachkräfte lagen.
Die neu
restaurierte Orgel wird nicht nur die Festgottesdienste der evangelischen
Gemeinde verschönern. Wir wissen, dass die Verantwortlichen gerne ihre
Pforten für anspruchsvolle Konzerte öffnen und die Orgel somit allen
Musikliebhabern zukünftig viel Freude bereiten wird.
Mathieu Grosch
Bürgermeister der Großgemeinde Kelmis
Europaabgeordneter |
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Pfarrer Martin Schuler
"Friedenskirche"
nannten die evangelischen Christen ihre neu errichtete Kirche. Sie wählten
diesen ebenso schönen wie programmatischen Namen, nachdem zwei
protestantische Gruppierungen Frieden miteinander geschlossen hatten.
Die
lutherische und die calvinistische Gemeinde versöhnten sich miteinander.
Die Gemeinsamkeiten und weniger die Unterschiede sollten nun betont
werden. Lange Jahre gab es auch innerhalb des protestantischen Lagers
große Differenzen und man sprach sich gegenseitig den Glauben ab. Doch in
der Zeit nach den napoleonischen Kriegen wurde dieser Friedensprozess in
Gang gesetzt.
Das Ergebnis
des Friedensschlusses in Eupen ist bis heute sichtbar: Die schöne und
stattliche Friedenskirche. Gemeinsam nämlich konnte man sich eine für
Diasporaverhältnisse sehr stattliche Kirche leisten.
"Glücklich
sind die Friedensstifter", sagt Jesus, "denn sie sollen Gottes Kinder
heißen." [Mt 5,91].
Vor 150
Jahren hatten die Gemeinden den Mut, Brücken über tiefe Gräben zu bauen
und Frieden miteinander zu schließen. Das Risiko hatte sich gelohnt. Man
hatte das protestantische Erbe stärken und bewahren können.
Der
"Friedenskirche" sollte uns daran erinnern, nicht nur am eigenen
Kirchturm, an dem Erreichten festzuhalten, sondern weiter nach Frieden zu
streben. Die Bibel macht an verschiedenen Stellen deutlich, dass Friede
nicht nur ein Geschenk Gottes ist, also nicht nur in den Schoß gelegt
wird, sondern man muss ihm geradezu nachjagen, sonst entwischt er und
läuft wieder weg [Ps 34,15].
Ich wünsche
der Friedenskirche, dass der Friedensprozess unter Christen aufflammt und
weitergeht. Dass Brücken gebaut werden zwischen den verschiedenen
christlichen Gemeinden in unserer Gegend, dass dieses Gebäude sich füllt,
mit Menschen, die dem Frieden nachjagen. Diese Menschen brauchen Mut zur
Demut und zur Versöhnungsbereitschaft. Doch Friede unter uns Christen muss
sein, damit uns die moderne Welt überhaupt als Nachfolger Jesu erkennt,
damit das christliche Erbe nicht untergeht unter den vielen Sinnangeboten
unserer Zeit. Gottes Segen könnte über diesem Frieden so richtig zum
Tragen kommen.
In diesem
Sinne ist mein Geburtstagsglückwunsch für die Friedenskirche: "Friede sei
mit dir!"
Pfr. Martin Schuler |
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Geschichtliches
zur Evangelischen
Friedenskirche Eupen
Die älteste Dokumentation finden wir bei "Eupen
und Umgebung" von C. Rutsch, seines Zeichens Postdirektor, dessen Buch
1879 durch die Druckerei und Verlag Mayer zu Aachen herausgegeben wurde.
Dort lesen wir: "Die Bemühungen der Gemeinde in Stelle des bisherigen
Betsaales auf der Hookstraße ein würdiges Gotteshaus zu erhalten, blieben
lange Zeit ohne Erfolg und erst am 30. Oktober 1851 war es möglich
geworden den Grundstein zu der jetzigen Pfarrkirche auf dem früheren
Gottesacker der Gemeinde, an der Klötzerbahn, in feierlicher Weise zu
legen. In demselben ist die folgende Urkunde niedergelegt worden:
Im Namen Gottes und zu seiner Ehr'
haben wir heute den Grundstein zu unserer neuen
evangelischen Kirche gelegt.
Nachdem die Gemeinde nach mannigfachen
früheren Unterbrechungen und Hemmungen sich seit dem Jahre 1783 in Folge
des Toleranzedikts Kaiser Joseph II von Österreich vom Jahre 1781 einer
freien Religionsausübung erfreut und ihre Seelenzahl, welche gegenwärtig
500 Glieder beträgt, seitdem wieder in steter Zunahme begriffen gewesen, -
wurde schon im Jahre 1831, bei der Einführung der Union durch welche sich
in der ursprünglich Gemeinde die hiesigen lutherischen Glaubensgenossen
mit den Reformierten zu einer evangelischen Gemeinde verbanden. - das
Bedürfnis lebhaft empfunden, anstatt des bisherigen, auf der Hookstraße
gelegenen ungeeigneten Betsaals eine ihrem hohen Zwecke entsprechende,
geräumige Kirche zu besitzen, und die allmähliche Ansammlung der
erforderlichen Bausumme durch Verzinsung der gezeichneten Beträge der
einzelnen Gemeindeglieder beschlossen.
Diese Beträge sind in unseren Tagen
durch erneuerte freiwillige Gaben der Gemeindeglieder durch reichliche
Geschenke auswärtiger Freunde und durch ein Gnadengeschenk Sr. Majestät
unseres Königs Friedrich Wilhelm IV von Preußen in solcher Weise vermehrt
worden, dass wir den längst ersehnten Bau, - dessen Kosten nach dem von
dem Herrn Regierungs = Bau = Rathe Stein in Aachen entworfenen und von Sr.
Majestät unserem Könige genehmigten Plane vorläufig zu 13 - 14.000 Taler
veranschlagt sind, - auf der früheren Begräbnisstätte der Gemeinde,
welcher wir hierdurch zugleich die würdigste Bestimmung zu geben glauben,
- im Vertrauen auf Gottes Hülfe haben beginnen können.
Möge die auf dem heute gelegten
Grundstein sich erhebende Kirche uns und unseren Nachkommen eine Pforte
des Himmels, eine Arche des Heils und des Friedens, und eine Stätte der
Erbauung zu einem heiligen Volke Gottes werden, das da verkündet die
Tugend.
Des, der uns berufen hat von der
Finsternis zu seinem wunderbaren Licht!
Der Segen Gottes walte über ihr!
Eupen, den 30. Oktober 1851.
Der Kirchenvorstand und das Bau=Comité der evangelischen Gemeinde."
Weiter lesen wir in dem Buche von Julius Boehmer
"Evangelium und Evangelisch in Eupen - Malmedy" herausgegeben von der
Aachener Verlags- und Druckerei-Gesellschaft 1937.
"Die Leitung des nachfolgenden
Kirchenbaus lag in Händen des Herrn Schubert, technischen Lehrers an der
höheren Bürgerschule in Eupen. Die Einweihung des in neugotischem Stil
ausgeführten Kirchengebäudes geschah am 5. Dezember 1855 durch den
Synodalpräses der Rheinprovinz Dr. Wiesmann [damals Pfarrer in Bonn, von
1860 bis 1862 Generalsuperintendent in Koblenz]. Die drei von der Firma
Beduwe in Aachen gegossenen Glocken trugen die Inschriften: "Glaube",
"Hoffnung", "Liebe". Sie kosteten zusammen gegen 4800 Mk zwei von ihnen
wurden als Kriegsopfer gefordert und am 19. Juni 1917 (ohne Unfall) vom
Turm geholt; nur die kleinste ist in der Kirche verblieben.
Die Gesamtkosten des Kirchenbaus,
die auf rund 40.000 Mk veranschlagt worden waren, beliefen sich
tatsächlich auf 90.000 Mk. Sie wurden, wie schon die Grundstein-urkunde
besagt, meist durch freiwillige Gemeindegaben dazu durch Geschenke
auswärtiger Freunde aufgebracht, wozu das Gnadengeschenk des Königs mit
12.000 Mk kamen."
1939 konnten am 15. Dezember die neuen Glocken eingeweiht werden.
Es waren durch den Bochumer Verein gegossene Stahlglocken und die
verbliebene kleinste Bronzeglocke, die den Krieg überlebt hatte, wurde
durch eine neue Stahlglocke ersetzt."
1955 wurde die Hundertjahrfeier der
Kirche festlich angegangen. Unter anderem gab es ein Konzert, ausgeführt
durch den ehemaligen Organisten und späteren Musikdirektor Hans
Hulverscheidt aus Köln. Die anschließende weltliche Feier fand im Kurhotel
Pauquet statt, wo der Gemeindpfarrer Johannes Wipf die zahlreichen Gäste,
unter anderem auch die ehemaligen Pfarrer Dr. Hennig und Urs Höner
begrüßen konnte.
1966 wurde auf Initiative von Pfarrer
Wolfgang Rehbein die Kirche einer gründlichen Renovierung unterzogen.
Unter Aufsicht von Frau Dr. Schild aus Aachen führte die Firma Liègois
Frères aus Battice die umfangreichen Arbeiten aus. So wurde die Kanzel,
die sich auf der rechten Seite des Altarraumes befand und in welche der
Pfarrer durch eine Tür über eine Treppe in der Sakristei gelangte an der
linken Seite angebracht und mit einem modernen Aufgang versehen. Zu diesem
Zwecke wurde der dort befindliche Alkoven zugemauert und die dort
befindliche Lutherbüste entfernt. Das Marmorkreuz hinter dem Altar wurde
durch ein schlichtes Holzkreuz ersetzt. Die Kriegergedenktafel für die
Gefallenen des 1. Weltkrieges wurde entfernt ebenso das rund um die Wände
aufgemalte Vaterunser und die gemalten Wandbehänge. Beeindruckend waren
auch die von ihrer Ölfarbe gesäuberten Säulen, die in ihrem ursprünglichen
Naturstein neu erglänzten.
Die Gemeindglieder allen voran der Männerkreis
sammelten über 100.000 Franken und das Gustav Adolf Werk der Evangelischen
Kirche im Rheinland gab einen Zuschuss von 20.000 DM, um diese Renovierung
durchzuführen. Großzügige Spenden kamen auch von den Patengemeinden aus
Düsseldorf [Kreuzkirchengemeinde] und von der Evangelischen Gemeinde
Remscheid - Lüttringhausen. Im Laufe der Zeit wurden regelmäßig Dach-,
Mauerreparaturen und 1970 eine größere Turmreparatur durchgeführt.
1977 enteignete die Stadt für die Summe
von 428.700 BeF einen Teil des Gartens auf der rechten Seite der Kirche
wegen einer Straßenerweiterung. Als zusätzliche Gegenleistung wurde die
Mauer und das auf ihr befindliche schmiedeeiserne Gitter versetzt und
wiedererrichtet.
In den Jahren 2004/ 2005 wurde die über
längere Zeit defekte Walckerorgel grundlegend restauriert.
Rolf Lander

Die Friedenskirche in Eupen |
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Walcker-Orgel
Beschreibung des Instruments,
laut dem Lastenheft
Dieses Instrument wurde im Jahre 1907 von der
Orgelbaufirma E. F. Walcker aus Ludwigsburg erbaut. Die Orgel besitzt nach
der Gepflogenheit der Erbauerzeit pneumatische Kegelladen. Die renommierte
Orgelbaufirma Walcker hat sich um die Jahrhundertwende bis in die 20er
Jahre stets durch die Verwendung hochwertiger Materialien und solider
Konstruktionen ausgezeichnet. Das war unter anderem auch der Grund dafür,
dass dieses Instrument lange Zeit seinen Dienst ohne nennenswerte
Störungen versehen konnte.
Die Orgel ist ausgestattet mit 21 eigenständigen
Registern, vier Transmissionen und drei Teiltransmissionen, die auf zwei
Manuale und ein Pedal verteilt sind.
Die Orgel ist auf der Emporenmitte platziert und
die einzelnen Werke [Hauptwerk, Schwellwerk und Pedal] stehen hinter der
Prospektfront und dem Untergehäuse, das Pedalwerk auf der linken und die
Manualwerke auf der rechten Seite.
Das auf Rahmen und Füllungen aus massiver Eiche
gefertigte neugotische Orgelgehäuse bildet mit dem Kirchenraum und den
schmuckreichen Ausstattungsstücken architektonisch eine Einheit.
Diese Walcker Orgel ist ein sehr interessantes
Zeugnis des symphonisch-postromatischen Orgelbaus. Sie besticht sowohl
durch die umfangreiche Disposition als auch durch die hervorragende
Verarbeitung sämtlicher Einzelteile.
Abgesehen vom Spieltisch [Der in den 70er Jahren
zerstört wurde] und von den zwei veränderten Registern [Aeoline + Gamba],
ist das Instrument noch original erhalten.
Als Besonderheiten sind unter anderen die
profilierten Bekrönungen der Frontpfeifen und die sehr spezielle Bauart
der Gamba/Spitzflöte im Schwellwerk zu erwähnen.
In unserer Gegend ist diese Orgelbaurichtung nur
sehr selten vertreten, so dass dieses Instrument für die ost-belgische
Orgellandschaft von großer Bedeutung und unbedingt erhaltenwürdig ist.
Diese Meinung vertreten Herr Eumann,
Sachverständiger vom Orgel- und Glockenamt, des Landeskirchenamtes der
Evangelischen Kirche im Rheinland und Herr Hans-Georg Reinertz,
Sachverständiger der Denkmalschutzkommission der Deutschsprachigen
Gemeinschaft, sowie die Orgelbaufirmen Gebr. Stockmann [Werl - D); E. F.
Walcker Gmbh. &
Co. [Kleinbitterdorf - D) und Schumacher Gmbh [Baelen - B].
Auf der Grundlage ihrer Gutachten wurde das
folgende Lastenschriftheft zusammengestellt.
Die Königliche Denkmal- und
Landschaftsschutzkommission der Deutschsprachigen Gemeinschaft hat am 7.
Juni 1994 ein günstiges Gutachten abgegeben und laut Erlass der Regierung
der Deutschsprachigen Gemeinschaft - 980/EXIV/B/III - vom 31.5.96 ist die
Orgel als Denkmal unter Schutz gestellt. |
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Disposition
der Walcker-Orgel (nach dem
Lastenheft)
|
I. MANUAL -HAUPTWERK
C - g''' - 56 Töne |
Originalbestand |
Stand 1995 |
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|
Keilbälgchen |
Membranen |
| 1. Bourdon |
16' |
Holz, gedeckt
|
30 + 56 |
|
| 2. Principal |
8' |
Zink + Zinn |
56 |
| |
|
Prospekt |
|
| 3. Hohlflöte |
8' |
Holz, offen |
56 |
| 4. Viola di Gamba
|
8' |
jetzt 2' |
56 |
| 5. Quintatön |
8' |
Zink + Zinn |
56 |
| 6. Dolce |
8' |
nicht mehr da |
56 Relais |
56 Oberlade |
| 7. Octav |
4' |
Zink + Zinn |
56 |
| 8. Rohrfloete |
4' |
Metall |
56 |
| 9. Octav |
2' |
Transmission
aus 10 |
56 |
| 10. Mixtur |
2 2/3' 4 f |
Zinn |
56 |
| 11. Trompete |
8' |
|
56 + 30 Relais |
Doggenlade |
| |
|
aufgeschlagene Zungen aus Messing
mit Expressionsschlitzen
Becher: Zink + Zinn |
|
| |
|
|
|
II. MANUAL -SCHWELLWERK
C - g''' - 56 Töne |
Originalbestand |
Stand 1995 |
|
|
| 12. liebl. Gedackt |
16' |
|
12 |
|
|
C - H + Transmission aus 14. |
| 13. Gemshorn |
8' |
Holz |
56 |
| |
Zink + Zinn |
|
| 14. Liebl. Gedackt
|
8' |
Holz + Zinn |
30+56 |
|
| 15. Concertfloete
|
8' |
Holz offen |
56 |
| 16. Viola |
8' |
Zink + Zinn
jetzt 4' |
30+56 |
|
| 17. Aeoline |
8' abc° |
Zink + Zinn jetzt Cymbel 3f.
|
56 |
| 18. Voix celeste
|
8' |
Zinn
jetzt Terz |
56 |
| 19. Salicet |
4' |
Zinn jetzt Quinte 2 2/3' |
56 |
| 20. Flauto dolce
|
4' |
Holz + Zinn |
56 |
| 21. Piccolo |
2' |
Zinn |
56 |
| |
|
30 + 56 Relais |
|
| |
|
|
| PEDAL |
Originalbestand |
|
|
C-f' = 30 Töne |
|
|
| 22. Violon |
16' |
Holz + Zink |
|
| |
|
C-E mit Quinte |
|
| 23. Subbaß |
16' |
Holz Gedackt |
Doggenlade |
| 24. Posaune |
16' |
C-H Pf. + Transmission aus 11. |
Doggenlade |
| 25. Violon |
8' |
12 Pf. + Transmission aus 22. |
Doggenlade |
| |
30 Relaisbälgchen |
|
| PIANO
PEDAL |
|
|
| 26, Bourdon |
16' |
Transmission aus 1. |
|
| 27, Liebl. Gedackt |
8' |
Transmission aus 14. |
|
| 28,Cello |
8' |
Transmission aus 16. |
|
| |
|
|
|
| Koppeln: |
|
|
|
| |
|
Manualkoppel II/I |
|
| |
|
Pedalkoppel I |
|
| |
|
Pedalkoppel II |
|
| |
|
Suboctavkoppel II/I |
|
| |
|
Superoctavkoppel im I. MAN |
|
| |
|
|
|
| Spielhilfen |
|
|
|
| Freie Kombination |
|
für alle Register und Koppeln |
|
| |
|
|
|
| Feste Kombination |
|
: Tutti |
|
| |
|
: Forte |
|
| |
|
: Piano |
|
| |
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: Generalcrescendro |
|
| |
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: Handregistrierung ab |
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: Walze ab |
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|
: Zunge ab |
|
| |
|
|
|
| Windladensystem |
|
: Kegelladen und Doggenladen |
|
| Windanlage |
|
: mit Doppelfaltenbalg, Motor, Langsamläufer |
| Spieltraktur |
|
: pneumatisch |
|
| Registratur |
|
: pneumatisch |
|
| Spieltisch |
|
: freistehend (Original Spieltisch nicht mehr vorhanden) |
| |
|
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|
| Erbaut von |
|
: E.F. WALCKER, Opus 1371, im Jahre 1907 |
|
|
Disposition
30
Jahre lang war es ein Wunsch der Mitglieder der Evangelischen
Kirchengemeinde Eupen - Neu-Moresnet eine wohlklingende Orgel in ihrer
Friedenskirche zu haben. Einige Jahre des Vorbereitens und der konkreten
Ausführung ließen nun diesen Wunsch in Erfüllung gehen. Fachmännisches
Können, belgisch - polnischer Arbeitseinsatz und eine große
Spendenfreudigkeit führten zu einem erfreulichen Ergebnis.
So möchte ich im Namen der ganzen Evangelischen
Kirchengemeinde einen herzlichen Dank sagen:
-
der Geschäftsleitung und den Mitarbeitern der
Firma Schumacher Orgelbau in Eupen für die sachkundige Beratung, die
präzise Ausführung der Arbeiten und das persönliche Engagement aller
Beteiligten;
-
dem Herrn Jan Drozdowicz und seinen Mitarbeitern
in Polen für die kurzfristige aber fachgerechte Ausführung der
Restaurierung am Orgelspieltisch und an allen Orgelpfeifen;
-
unserem Verwaltungsrat und dem Orgelkomitee, für
intensives und freiwilliges Helfen bei allen organisatorischen
Aktivitäten;
-
der Regierung der Deutschsprachigen
Gemeinschaft, der Provinzialregierung von Lüttich, der Stadt Eupen, den
Gemeinden von Kelmis, Raeren, Lontzen, Bleyberg, Baelen und Welkenraedt,
die uns mit Zuschüssen geholfen haben, die Generalrestaurierung zu
finanzieren;
-
ganz besonders aber den lebenden und den
verstorbenen Mitgliedern und Freunden der Evangelischen Kirchengemeinde
Eupen - Neu-Moresnet , die durch ihre kleinen und großen Geldbeträge in
erheblichem Maß dazu beitrugen, dass das Vorhaben ohne Einschränkung zur
Ausführung kommen konnte;
-
auch den Firmen und Spendern, sowie allen
Mitarbeitern, welche dieses Fest möglich machen, sei Dank gesagt.
Nun freuen wir uns darüber, ein altes Instrument
in neuem Zustand zu besitzen, das möglichst oft und viele Jahre unsere
Gottesdienste begleiten und die Herzen vieler Menschen froh machen möge.
Allen an der Generalrestaurierung Beteiligten möchte ich nochmals sagen:
Danke! - Merci! Soli Deo Gloria!
Dariusz Tomczak,
Pfarrvikar in Eupen |
|
Die
Restaurierungsarbeiten
der Walcker-Orgel
Nach dem Abbau des Orgelinneren wurde eine
vorläufige Sichtung des Materials vorgenommen um die im Lastenheft
erwähnten Dispositions-Veränderungen späterer Zeit zu überprüfen. Dabei
zeigte sich, dass die zu hohen Stimmen umgebauten Register Viola di Gamba
des Hauptwerks und Salicet des Schwellwerks ebenfalls um einige Halbtöne
versetzt wurden. Die Mixturzusammensetzung war im Diskant ebenfalls
wesentlich verändert und weist unübliche Mensurverläufe und Repetitionen
auf. Auf Basis der größtenteils noch vorhandenen Raster und nach
Vergleichen mit anderen Walcker-Instrumenten aus jener Zeit - wofür wir
der Orgelbauwerkstatt Christian Scheffler zu Dank verpflichtet sind, die
uns bereitwillig ihre Mensurensammlung zur Verfügung gestellt hat - ist es
gelungen das ursprüngliche Mensurgefüge mit hoher Wahrscheinlichkeit
wieder herzustellen.
Das
gesamte Pfeifenwerk aus Metall wurde gründlich gereinigt, ausgebeult und
Beschädigungen an Stimmschlitzen und Fußspitzen repariert. Wider Erwarten
mussten die zwei äußeren Seitenfelder der Prospektpfeifen, die Pfeifen des
Pedal-Violon und der Oktave 4' im Hauptwerk enthalten, völlig erneuert
werden. Rekonstruiert wurden auch die verschwundenen Register Aeoline 8'
und Voix céleste 8' im Schwellwerk und Dolce 8' im Hauptwerk. In Anpassung
an bestehende Vorbilder wurden die Pfeifen der tiefen Oktave von Viola di
Gamba 8' und von Dolce 8' in Zink gebaut.
Zahlreiche Holzpfeifen waren gerissen und
mussten neu ausgeleimt werden. Die Spunddeckel wurden neu befilzt und mit
Schafsleder abgedichtet.
Der
wohl aufwändigste Teil des Restaurierungsprojektes war die genaue
Rekonstruktion des verschwundenen rein pneumatischen Spieltisches mit 2
Manualen und Pedal. Als Modell dafür hat der Spieltisch der Walcker-Orgel
von 1902 der Sankt-Florian-Kirche in Poznan [Polen} gedient. Zusätzlich
ist es gelungen einige Originalbestandteile von Walcker-Orgeln zu
beschaffen [40% der Registerschildchen, die Klaviaturbacken und Tasten,
der Pedalapparat sowie der Apparat der Freien Kombination und dazugehörige
Hebel), die mit integriert werden konnten. Das Gehäuse inklusive Bank und
Pedalklaviatur sind aus massiv Eiche hergestellt.
Das Orgelgehäuse wurde gereinigt und von den
Spuren der Zeit befreit: verschiedene elektrische Leitungen wurden
entfernt und die beschädigten oder fehlenden Füllungen und Türen im Sockel
ersetzt. Die Füllungen unter den Prospektpfeifen wurden herausnehmbar
gemacht um eine bessere Zugänglichkeit zu den darüber liegenden Relais der
Prospektpfeifen zu erreichen.
Die zahlreichen Fugen im Schwellwerksgehäuse
wurden sorgfältig abgedichtet und die Schwellflügel neu befilzt.
Nach reiflicher Überlegung wurden die Windladen
in der Orgel belassen und die zu restaurierenden Teile sorgfältig
ausgebaut. Alle Membranen, Bälgchen und andere Bestandteile wurden neu
beledert, oder falls notwendig, erneuert. Dabei stellte sich unter anderem
heraus, dass die Transmission der tiefen Oktave des Lieblich Gedackt 16'
im Schwellwerk nie existiert hat. Sie wurde demnach auch nicht
rekonstruiert. Überhaupt hat sich gezeigt, dass das von Walcker verwendete
System der Transmissionen relativ umständlich ist. Besondere Sorgfalt
verlangte die genaue Einregulierung der Kegelventile.
Alle pneumatischen Rohrverbindungen wurden in
angepasstem Durchmesser erneuert, sowohl für die Ton- als für die
Registertraktur.
Die
Balganlage wurde von Grund auf restauriert. Der Hauptbalg im Sockel des
Gehäuses wurde ganz neu beledert, so wie auch die davon abgehenden
Ziehharmonikabälge. Das neue Gebläse befindet sich in der Turmkammer und
wurde in einem Schallschutzkasten untergebracht. Der Ansaugstutzen
befindet sich in der Trennwand zwischen Turmkammer und Kirchenschiff,
wodurch die Speisung der Orgel mit trockener und warmer Luft garantiert
wird. Alle Windkanäle wurden restauriert und neu abgedichtet.
Die
Intonation bestätigte die Erwartungen: eine breit gefächerte und fein
abgestimmte Palette von Grundstimmen in allen Schattierungen, ein sattes
Plenum und kräftige Zungenstimmen.
Im vollen
Werk klingt das Instrument in dem kleinen Kirchenraum sehr kräftig, jedoch
ohne aufdringlich zu wirken. Die vorhandenen Sub- und Superkoppeln
erweitern die Registrierungsmöglichkeiten noch um ein Vielfaches.
Sämtliche
Restaurierungsarbeiten wurden von der Firma Orgelbau Schumacher aus Baelen
in enger Zusammenarbeit mit der Orgelbauwerk statt Drozdowicz aus Posen in
Polen ausgeführt. Für unsere Werkstatt war diese enge Zusammenarbeit neu
und diesen internationalen Austausch mit erfahrenen Kollegen dürfen wir
als ein gelungenes Novum betrachten, das sicherlich gelegentlich eine
Fortsetzung finden wird.

H. G. Schumacher am neuen Spieltisch
Die Restaurierung dieser Orgel bedeutet für die regionale Orgellandschaft
eine wesentliche Bereicherung und erlaubt die Interpretation eines breiten
Repertoires, das in unserer Gegend bisher nur selten zu Gehör kam und nun
stilistisch korrekt dargeboten werden kann. Der Wunsch der beteiligten
Orgelbauwerkstätten ist, dass diese Orgel häufig gespielt werde zum Lobe
Gottes und im Dienste der Musik.
Jan Drozdowicz und Guido Schumacher |
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Gottesdienste
Programm
Einweihungskonzert der restaurierten
Walcker-Orgel in der Evangelischen Friedenskirche Eupen am 16.09.2005 um
19.30 Uhr.
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Theodor Dubois [1897-1924]: Entrée, La
fête Dieu
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Camille Saint-Saëns [1835-1921]: Aus "Trois
Rhapsodies sur des Cantiques Bretons" Nr. 3
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Jörg Baur [1918- ]: 2 Choralvorspiele:
1) Heiland reiß den Himmel auf
2) Es kommt ein Schiff geladen
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Joseph Callaerts [1838-1901]:
2 Improvisationen aus op. 1
1) c-moll
2) F-Dur
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Albrecht Hänlein [1840-1909]:
Choralbearbeitung "Ein feste Burg"
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Alexandre Guilmant [1837 -1911]: 3
Stücke aus op. 90
1) Impression Grégorienne
2) Introduction et Allegro
3) Paraphrase sur un choeur de Judas Maccabee de Händel
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Théodore Salomé [1834-1896] : Aus "Dix
Pièces"
1] Offertoire
2) Grand Choeur
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Christian Pfretzschner [1821-1885] :
Choralvorspiel
"Nun ruhen alle Wälder"
Choralbearbeitung "Jesus meine Zuversicht"
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Marcel Dupré [1896-1971]: Präludium und
Fuge über
"Ihr Knechte des Herrn, den Meister tut kund"
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Leon Boëllman: Nr. 3 in F
Chorale - Offertoire - Mystique - Finale
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Theodor Dubois [1837 -1924]: Toccata
G-Dur
An der Walcker-Orgel: Johannes Fleu
Gottesdienst mit Synodalpräsident Dr.
Guy Liagre am Sonntag, 18.09.2005 um 10.40 Uhr.
Gottesdienst mit unserem Kirchenchor Nota Bene
In diesem Gottesdienst wird Synodalpräsident Dr.
Guy Liagre ein Referat über die Aktualität und Relevanz des
Protestantismus halten. (Hinweis des Webmasters: Sie finden dieses Referat
im Archiv unter Der Protestantismus.)
Festgottesdienst zur Orgelweihe und zum 150jährigen Bestehen der
Evangelischen Friedenskirche Eupen am Sonntag, 18.09.2005 um 15.00 Uhr mit
anschließendem Umtrunk im Festzelt neben der Kirche.
Der Gottesdienst wird geleitet von Pfarrer Martin Schuler, der auch die
Predigt hält.
Folgende musikalische Werke erklingen in diesem Gottesdienst:
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Georg Friedrich Händel:
Konzert B-Dur, op. 4,2 für Orgel und Orchester
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G. F. Händel:
Arien
"The soft complaining flute"
"But oh', what can we teach." Aus der Cäcilienode
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Alexandre Guilmant:
"Meditation" D-Dur für Violine und Orgel
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Carl August Fischer:
"Consolation" für Violoncello und Orgel
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Benjamin Jucker:
Fantasie und Fuge über B-A-C-H (Orgelnachspiel)
Ausführende: Ensemble "Musica Sacra":
Martin Gotzen - Violine-Solo
Peter Jax - Violoncello-Solo
Parwin Jusofie - Sopran
Johannes Fleu - Orgel
Zu den Veranstaltungen der Festtage und zum Festgottesdienst laden die Ev.
Kirchengemeinde Eupen/ Neu-Moresnet sowie der Organist Johannes Fleu ganz
herzlich ein. |
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Festsponsoren

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Bautechnik
Zalas
Weststr. 37 ; 52074
Tel/Fax: 0241/ 51 52 48 3
Mobil: 0177 / 45 55 53 5
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Anstreicherbetrieb
Ritzen Camille
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4711 Astenet - Belgien
Telefon + Fax : +32/(0)87/65 34 92 |
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Adressen
Evangelische Kirchengemeinde
Eupen - Neu-Moresnet
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Pfarrhaus Eupen
Vikar D. Tomczak Hookstr.40
4700 Eupen |
Pfarrhaus Neu-Moresnet
Pfarrer M. Schuler
Hasardstr.8
4721 Kelmis |
Presbyterium:
Fr.
Brigitte Kemper, Bergstr. 85, 4700 Eupen.
Fr. Dania Kever, Kelmiser Heide 25, 4721 Kelmis.
H. Rolf Lander, Olengraben 35, 4700 Eupen.
Fr. Stephanie Lischke, Karl-Weiß-Str. 17, 4700 Eupen.
Fr. Ulrike Maassen, Kirchbuschweg 36, 4711 Lontzen/Walhorn.
Fr. Gisela Plumanns, Kirchplatz 9, 4720 Kelmis.
H. Klaus Wolf, Malmedyer Str. 128c, 4700 Eupen.
Verwaltungsrat:
Fr.
lßgen Kaub-Krietenstein, Hauseter Sir. 145, 4730 Raeren/Hauset.
H. Wilfried Kemper, Bergstr. 85, 4700 Eupen.
H. Dr. Ulrich Knittel, Asteneter Str. 55, 4711 Lontzen/Walhorn.
Fr. Regine Noethlichs, Marienheide 16, 4728 Kelmis/Hergenrath.
H. Dieter Plumanns, Kirchplatz 9, 4720 Kelmis.
H. Paul-Gerhard Schippers, Pannesschopp 17, 4728 Kelmis/Hergenrath.
H. Klaus Sommer, Pfarrer-Henrico-Str. 23, 4700 Eupen.
Organist:
H.
Johannes Fleu
Hookstr. 38 4700 Eupen
Küster:
An der Friedenskirche in Eupen:
H. Willy Janssen
Hookstr.36 4700 Eupen
An der Johanneskirche in Neu-Moresnet:
H. Walter Schütt Casinostr. 4
4721 Neu-Moresnet
Orgelkomitee:
H.
Dieter Plumanns, Kirchplatz 9, 4720 Kelmis
Stadtrat Felix Peters †
H. Pfr. Willy Flückiger, Moresneterstr. 73, 4720 Kelmis.
H. und Fr. Schmidbauer, rue de le Coul45, 4850 Moresnet.
Layout:
Frl. Sabine Plumanns, Kirchplatz 9, 4720 Kelmis
Ende der Festschrift |
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GOTTESDIENST
ZUM 150-JÄHRIGEN JUBILÄUM
DER FRIEDENSKIRCHE
UND DER EINWEIHUNG DER
RESTAURIERTEN ORGEL

EHRE SEI GOTT
IN DER HÖHE
UND FRIEDE AUF ERDEN
BEI DEN MENSCHEN
SEINES WOHLGEFALLENS.
LK 2,14 |
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Ablauf des Festgottesdienstes am 18.
September 2005, 15.00
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Orgelvorspiel: 1. und 4. Satz
G.F. Händel: Orgelkonzert Op 4,2 B-Dur
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Lied: Sei Lob und Ehr dem
höchsten Gut (EKG 233, 1,7-9)
Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte,
dem, der alle Dinge tut, dem Gott, der mein Gemüte
mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott der allen Jammer stillt.
Gebt unserm Gott die Ehre!
Ich will dich all mein Leben lang, 0 Gott, von nun an ehren,
man soll, Gott, deinen Lobgesang an allen Orten hören.
Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreu dich!
Gebt unserm Gott die Ehre!
Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserem Gott die Ehre;
Ihr die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserem Gott die Ehre!
Die falschen Götzen macht zu Spott; der Herr ist Gott, der Herr ist
Gott!
Gebt unserm Gott die Ehre!
So kommet vor sein Angesicht mit jauchzenvollem Springen;
Bezahlet die gelobte Pflicht und lasst uns fröhlich singen:
Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht.
Gebt unserm Gott die Ehre
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Begrüßung (M. Schulet dt;
R. Lander frz.)
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Psalm 150 und Gebet (D.
Tomczak)
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Arie: G. F. Händel,
Cäcilienode Nr. 7
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Einweihung
der Orgel (Synodalratspräsident Dr. G. Liagre)
"Erwache Orgel, um Gott dem Herrn zu dienen, stimme an
den Lobgesang Gottes unseres Schöpfers, der Vater und Mutter ist fur
alle Welt."
Karg EIert: Choralvorspiel: Allein Gott in der Höh sei Ehr
"Erklinge Orgel, um Gott dem Herrn zu dienen, preise Jesus Christus
unseren Herrn und Gott, der für uns starb und aus dem Tod erstand."
Samuel Scheidt: Choral: Christ lag in Todesbanden
"Ertöne Orgel, um Gott dem Herrn zu dienen, singe dem Heiligen Geist,
der unser Leben mit Gottes Hauch belebt."
Choralvorspiel: Nun bitten wir den Heiligen Geist
"Erschalle Orgel, um Gott dem Herrn zu dienen. Führe die
Gemeinschaft der Gläubigen an im Dank an Jesus Christus, bringe denen
die leiden, die Hoffnung und den Trost des Glaubens, stütze und stärke
das Gebet der Christen und verkünde die Ehre Gottes des Vaters und des
Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen"
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Christian
Pfretzschner: Jesu meine Zuversicht
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Predigt zum
Thema "Ehre sei Gott in der Höhe" (M. Schuler)
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Guilmant:
Meditation für Violine und Orgel
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Gebet und
Vater unser (D. Tomczak)
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Segen (G.
Liagre)
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Lied: A toi
la gloire (Während des Liedes wird die Kollekte eingesammelt)
À toi la gloire
» À toi la gloire, 0 Ressuscite!
À toi la victoire pour l'éternite!
Brillant de lumière, l'ange est descendu,
Il roule la pierre du tombeau vaincu.
À toi la gIoire, 0 Ressuscité!
À toi la victoire pour I'èternité!
Vois-le paraître: C'est lui, c'est
Jésus,
Ton Sauveur, ton Maître, Oh! ne doute
plus!
Sois dans l'allégresse, peuple du Seigneur,
Et redis sans cesse: Le Christ est vainqueur!
À toi la gIoire, 0 Ressuscité!
À toi la victoire pour I'èternité!
Craindrais-je encore? Il vit à jamais.
Celui que j' adore, le Prince de paix;
Il est ma victoire, mon puissant soutien,
Ma vie et ma gloire : non, je ne crais rien!
À toi la gIoire, 0 Ressuscité!
À toi la victoire pour I'èternité!
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Dankesworte
von Pfr. M. Schuler
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Rheinberger:
Elegie für VC und Orgel
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Dankesworte
von D. Plumanns (Präsident des Verwaltungsrates)
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Arie: G.
Friedrich Händel, Aus Cäcilienode: "Wer kann ermessen den Klang der
Orgel"
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Weitere
Informationen
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Orgelnachspiel: Benjamin Jucker: Fantasie und Fuge über B-A-C-H
Jedermann ist
herzlich zu einem Umtrunk in unserem Festzeit neben der Kirche eingeladen!
Wer bei
dieser Gelegenheit ein Grußwort sprechen möchte, wende sich an Herrn Pfr.
M. Schuler.
S.D.G. |
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Fotos vom Festgottesdienst und dem
anschließendem Empfang im Festzelt neben der Kirche

Foto vom Altarraum - Zu diesem Fest wurde ein
neuer Teppich angeschafft sowie die beiden Kandelaber mit den für unsere
Gemeinde so traditionsreichen Aufschriften AD ISTAM und PER HANC
aufgestellt. Die Leuchter schmücken seitdem den Altarraum. Dank an Frau
Hildegard Verheyen, die den Altar und die Kanzel so wunderbar mit ihrer
Stickerei geschmückt hat und an allen fleißigen Helfern und Helferinnen.
Auch unser
Siegel trägt diese Aufschrift «AD ISTAM PER HANC». Es zeigt eine
Dornenkorne, über der die Lebenskrone schwebt. «Zu jener durch diese»
- Zur Lebenskrone gelangt man durch die Dornenkrone. Das Siegel wie die
Worte kennzeichnen die Situation, in der sich der evangelische Glaube in
unserem Gebiet seit der Reformationszeit über nahezu zweieinhalb
Jahrhunderte befand.
 
Kandelaber
mit der Lebenskrone und der Aufschrift AD ISTAM und der Dornenkrone mit
der Aufschrift PER HANC
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Diese wunderschöne Stickerei
wurde von
Frau Hildegard Verheyen
angefertigt.
Auch die Kanzel schmückt
seitdem eine Stickerei von Frau
Hildegard Verheyen.
Auf ihr ist der Heilige Geist
in Gestalt einer Taube
abgebildet
(siehe Lukas 3,22). |

Foto von
der restaurierten Orgel

unser
Organist Johannes Fleu in voller Aktion

Vor dem
Gottesdienst - von rechts nach links: Pfarrer Martin Schuler, Vikar Darius
Tomczak, Synodalpräsident Guy Liagre mit Ehefrau und der ehemalige
Distriktpräsident Ferdi Dehousse

Vor dem Gottesdienst - Unser ehemaliger Pfarrer Rehbein mit Gemahlin
Zur großer Freude aller konnte die evangelische Kirchengemeinde Eupen -
Neu-Moresnet Pfarrer Rehbein mit Gemahlin anlässlich
der 150 Jahrfeier der Friedenskirche in Eupen begrüßen. Pfarrer Rehbein
war Pfarrer dieser Gemeinde von Oktober 1964 bis Dezember 1967

Nach dem Gottesdienst - Pfarrer Axel Fabian im Gespräch mit Pastor
Evers
Ebenfalls konnten wir mit großer Freude unseren ehemaligen Pfarrer Axel
Fabian begrüßen, der von 1983 bis 1989 Pfarrer dieser Gemeinde war.

Nach dem
Gottesdienst - Ein Synodalpräsident zum Anfassen
Synodalpräsident Dr. Guy Liagre hier im Gespräch mit unserem Gemeindeglied
Herrn Martinius

Für das leibliche Wohl war ebenfalls gut
gesorgt. Neben dem reich geschmückten Tisch trugen auch viele fleißige
Helfer und Helferinnen Häppchen und Getränke aus.

Viele Gäste nahmen die Gelegenheit zu einem Plausch nach dem Gottesdienst
wahr.

Unser Presbyter Rolf Lander (Mitte) im Gespräch mit Bürgermeister Elmar
Keutgen und Ministerpräsident Karl-Heinz Lamberz.

Nach dem Gottesdienst hatte jeder die Möglichkeit ein Grußwort an unsere
Gemeinde zu richten. Diese Gelegenheit nahm neben vielen anderen auch
Pfarrerin Brühn von unserer Patengemeinde der
»Kreuzgemeinde« Düsseldorf wahr. Mit dieser Gemeinde verbindet uns schon
seit Jahrzehnten eine innige Freundschaft. Die Kreuzkirchengemeinde
hat in früherer Zeit einige Umbauten mit großzügigen Spenden unterstützt,
vor allem die Schaffung des Gemeindesaals in der Hookstraße, und auch zur
Renovierung unserer Orgel leistete sie einen kleinen Beitrag. Und wenn Sie
in unsere roten Gesangbücher schauen, finden Sie in den meisten den
Stempel der Kreuzkirchengemeinde.
Pfarrerin Brühn überreichte hier Pfarrer Martin Schuler ein
Präsent und lud das Presbyterium zu einem Gegenbesuch ein. Der Gegenbesuch
fand am 30. Oktober 2005 zur Wiedereröffnung der Kreuzkirche statt.
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