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Chorausflug 2003                                    

   

Bilder Bibelmuseum

Chorausflug am 06. September 2003 zum Biblischen Freilichtmuseum

Am 06. September 2003 verbrachten wir den Tag im Biblischen Freilichtmuseum in der Nähe von Nimwegen. Dort wurden wir in eine Welt versetzt, die 2000 Jahre zurückliegt. Wir erfuhren vieles über die Hintergründe, die Traditionen und die Zusammenhänge der mit der Bibel verbundenen Religionen (Judentum, Christentum, Islam).

Während einer Pilgerreise im Jahre 1903 war Kaplan Arnold Suys so beeindruckt von der Welt des Nahen Ostens, dass er diese seiner Heimat näher bringen wollte. So entstand die Idee von einem Freilichtmuseum. Der Künstler Piet Gerrits und der Architekt Jan Stuyt unterstützten ihn dabei.

Das Museum besteht aus einem Innen- und Außenmuseum. Das Innenmuseum, eigentlich ein Gebäudefragment, weist Merkmale des alten orientalischen Baustils auf. Sowohl die Form des Gebäudes als auch die Dachkuppeln und der Innenhof mit Säulengang sind charakteristisch für den Nahen Osten. Der Innenhof ist bepflanzt mit Sträuchern, Pflanzen und Kräutern aus dieser Region: vom Feigenbaum, Oleander und Wacholder bis zu Thymian und Minze. Im Innenmuseum konnten man viele Kostbarkeiten der orientalischen Kultur bewundern. Neben religiösen Gegenständen, Parfüm, Gewürzen, sah man aber auch viele Sachen und Gegenstände des alltäglichen Lebens, wie traditionelle Gewänder und Schmuck.

Das Außenmuseum besteht aus zwei orientalischen Dörfern, einer Herberge, einem Beduinenlager und der Straße Via Orientales, die abwechselnd ursprüngliche Häuser, nach römischen Geschmack umgebaute und neue Wohnungen zeigt.

Beth Juda

Das erste Dorf das wir besichtigten war Beth Juda, ein jüdisches Dorf, wie es zwischen 500 v.Chr. und 100 n.Chr. im gesamten Nahen Osten zu finden war. Nur die Synagoge (=Haus der Zusammenkunft) im Dorfzentrum entstand einige Jahrhunderte später. Die Menschen leben im Sommer häufig auf den Dächern, unter einer mit Zweigen abgedeckten Konstruktion: der "Laubhütte". Schatten und Wind machen hier die Hitze erträglich. Die Innenräume der Häuser konnte man besichtigen. Von unserem Museumsführer habe wir viele interessante Dinge über das alltägliche und religiöse Leben der Juden erfahren.

Die syrische Herberge

Die syrische Herberge oder Karwanserei wurde 1923 nach dem Vorbild einer Herberge errichtet, die Piet Gerrits in Jordanien gesehen hatte. Aufgrund ihres authentischen Charakters wurde die orientalische Herberge 2002 unter Denkmalschutz gestellt. Da das Reisen im Nahen Osten viele Gefahren birgt, suchen auch heute noch die meisten Reisenden gegen Abend eine Herberge auf. Um Einbrüche zu vermeiden befinden sich die Fenster der Herberge auf der Innenhofseite. Im Innenhof befindet sich ein Brunnen sowie Trinktröge für das dort verbleibende Vieh. An verschiedenen Stellen in der Mauer des Hauptgebäudes gibt es kleine Nischen, in der kleine Öllampen aus Ton aufgestellt sind. Abend und nachts brennen diese fortwährend und sorgen für spärliches Licht.

Tell Arab

Nach der Herberge besuchten wir Tell Arab, ein arabisches Fischerdorf. Es basiert auf Mirbat, einer kleinen Stadt in der Salalah-Ebene im Süden des Oman, das seine mittelalterliche Form stets behalten hat. Der See war voll mit Fischen. Man hatte den Eindruck, man bräuchte nur hineinzugreifen um einen Fisch zu fangen. Später nahmen wir auf dem Picknickplatz neben dem Dorf das Mittagessen ein.

Via Orientales

Die durch die Römer im 1. Jahrhundert v.Chr. besetzten Städte im Zentrum des Nahen Ostens stellen einen Brennpunkt von Traditionen und Kulturen dar. Die Straße Via Orientales zeigt abwechselnd ursprüngliche Häuser, nach römischen Geschmack umgebaute und neue Wohnungen. Zahlreiche Gebäude wurden zwischen dem 1. und dem 4. Jahrhundert n.Chr. gebaut. Hier befindet sich auch ein Museumsladen und eine römische Gaststätte, in der wir uns mit Getränken erfrischt haben.

Ain Ibrahiem

Als letztes besuchten wir Ain Ibrahiem, ein typischen Beduinen oder Nomadenzeltlager. Ihre Art zu leben hat sich in der Zeit von 2000 v.Chr. bis heute nicht nennenswert verändert und das macht sie zu einem zeitlosen Bindeglied der Geschichte. Dieses Zeltlager, der Name bedeutet "Brunnen von Abraham", zeigt die Umstände, unter denen auch Abraham um 1600 v.Chr. lebte.

Golgatha

Unmittelbar neben dem Museum besuchten wir anschließend noch einen Nachbau des Hügels von Golgatha, der neben der Cenakelkirche liegt.

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Stand: 04. Juni 2010